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( 0)CAPUT XIV.
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Weiterer Versuch der vortheilhafften Hang- Wercke, wel Tab. IV.che vermög der Gegen Druckung eine beständige Dauer sonder einigerSendung gewähren können, und wie zu dergleichen Hang Wercken ein bequemes Mo-dell zu conftruiren feye, daß man um so viel sicherer in dem grossen Wercke wegen der Last der Scheid Wände die unter sich druckende Gewaltbeurtheilen, und vorbeugen könne.
§. 155.
achdeme ihr aus den vorausgesezten Tabellen die Grund. Reguln zu der vortheilhafftenBieg Verfezung, und diejenigen Winckel und proportionirte Länge der Hölzer selbstentin Kundschafft gebracht, und gesehen, daß es eben keine unvermeidliche Nothwendigkeit seye,bey der gewöhnlichen Art Holz Verschränckung in arbitrairer Zusammenfügung zu verbleiben,sondern da die Füglichkeit der gegeneinander druckenden Hölzer in gewiffer Länge und Winckeleuch unter andern Exempeln, nach Anzeig Fig. 127. und 129. Tab. 11. gewiesen hat, wie mangewisse Länge der Hölzer versehen könne, daß auf der einem Seite die dargegen bestimmte unter sich hängende Hölzer eine Überwugt anweisen, und schon voraus zeigen, wenn sie sollen ineine Horizontal- Situation gebracht werden, daß eine Contra- Schwehre fie erst eleviren müste.Man beobachte dahero, was ich bißhero Stückweiß von der Verknüpfung oder nexu rerumder vortheilhafften Winckel gesprochen, und so ihr z. E. Willens seyd über einem grossen Saaloder Schloß- Kirche, Redouten oder Opern Haus und dergleichen, ein solches Häng- Werck anzubringen, welches wir Fig. 193. hier zu einem Beyspiel vorgezeichnet haben, so werdet ihr zu Fig. 198vorderst euren Absichten gemäß einen General- Entwurff und Eintheilung auf Papier zu machen unternehmen, und in selbigem mit Erkänntniß der verfekten Winckel- Biege einen kleinernVersuch anstellen, wie ihr damit den zu Schulden kommenden Raum am vortheilhafftesteneintheilen, und am allerwenigsten mit schreg gehenden Streben versperren möget. Hier habeich euch über einem grossen Haupt. Saal nach Anzeig des Grund Riffes Fig. 194. ein solches Fig. 194Hang Werck eingerichtet, welches mit allen feinen verbundenen Holk Werck völlig auf großefen frey und 5. Mod. weit von der Wand abstehenden Säulen ruhet, damit ihr seher, wie manungefehr zu Wercke gehen kan, wenn man insonderheit kein allzu starckes Mauerwerck bey denHaupt Mauren der Architectur an der Faciaten anbringen, oder die Kosten menagiren soll. Weislen nun aber bey einem Hängs Werck gleichwohl solche Seiten Mauer/ nach der gewöhnlichenWeise die vollige Laft aller Lager: Bretten, und was das Dach ausmacht, mit der sämtlichenArmirung zu tragen, angebracht werden müssen, in diesem Fall aber schwaches Mauer Wercksolches nicht ausstehenkan: Also erkennet man, daß man die Ideas poffibilium durch Kunst. Griffe ausführen muß, um das vorgesetzte Thema zur Würcklichkeit zu bringen.
§. 156.
Beschauet dahero diese vollige Fig. 195. nach Proportion eurer Fähigkeit, und überleger ein Fig. 1956fedes angebrachtes Holz nach denjenigen Reguln, welche ich euch in gegenwärtigem Tractat gesmein gemacht habe, so werdet ihr alle Stücke unter seinem zureichenden Grund determiniretfinden, und die Raifon in Betrachtung des gangen Zusammenhangs übersehen können, wie daßalle druckende Gewalt lediglich auf die groffen frengestellten Säulen unter sich und nicht seitswarts gegen das Mauer. Werck der Faciaten zugehet. Ich habe euch zu desto mehrerer Ersfänntniß, wie man sich in dergleichen Fällen ein Concept machen soll, das ganze Profil nach Besschaffenheit der Stein und Holz- Wercker deutlich vorgestellet, und zu einem Erempel in derVerbindung der Hölzer gewiesen, wie groß sich Gemächer in diesem Bau, der Höhe und Breiste nach, anbringen lassen, massen ihr bey A. zu oberst auf dem niedrigsten Boden eine Höhevon 8. Schuh zur Einrichtung eines Gemachs übrig behaltet, und von dem Kapp Fenster Z.sowohl den Raum bey A. als B. beleuchten könnet. Ferner äussern sich bey D. und C. confide-rable Grössen von 15. Schuh für die Höhe unterschiedlicher Zimmer, so unter diesem DachsWerck könnten angelegt, und von den Kapp. Fenstern nach Anzeig bey Y. ihr gehöriges Lichtbekommen, daß auch so gar die Winckel bey dd. von solchem einfallenden Licht participiren mdagen. Betrachtet ihr aber weiter herab in diesem Häng. Werck das Intervallum F. und L, sohabt ihr abermahls Gelegenheit zu Gemächern von einer Grösse von 12. Schuh in dieser Versbindung zu gebrauchen, und das einfallende Licht, welches bey X. nach G. von allen Seitenum das Gebau herum in solche Zimmer die Beleuchtung geben kan, leistet auch seine DiensteDie Paffage ben Gl. mit genugsammen Licht zu beleuchten, zu geschweigen, daß auch von X.Licht kan gegen dem Winckel dd. geleitet werden. Bey dem punct H. findet ihr ein krumm
gewachs
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