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Sciagraphia artis tignariae, oder nutzliche Eröffnung zu der sichern fundamentalen Holz-Verbindung, bey dem Gebrauch der unentbehrlichen Zimmermanns-Kunst / von Johann Jacob Schübler
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hältnisse, nach Anzeig der punctirten Linien, wird euch Fig. 193. dieses angenommenen Saales Fig. 1938Proportion genugsam determiniren. Auf daß ihr euch aber auch in der Verbindung der Holz,

Wercker oben bey dem Häng Werck wegen der Einschnitte von A. nach F. herab ein hinläng

lic) Concept machen könner, so habe ich euch unter Fig. 204, 203/ 202. ein perfpectivisches Mus Fig. 204.fter mitgetheilt, und an welchem Ort dieser Häng Säule ihr etwas zu regardiren habet, Buch 203,202,staben als Erinnerungs- Zeichen hinzugefüget, deßgleichen habe ich nicht minder unter Fig. 200, Fig. 200.201/198, 197, 196, und 195. noch mancherley Arten der Einschnitte der Häng Säulen und 201.198.Lager. Holger und Armirungs. Eisen, zur Erfüllung des Raums und willkührlichen Gebrauch 197.196.vor Augen geleget, daß ihr dadurch Gelegenheit finder, diesen oder jenen Einschnitt ben würcks 195.licher Hand- Anlegung mit Vortheil anzuwenden, massen bald eine Verkämmung, bald eineVerfegung und bald wieder eine Verplattung und Schwalben Schwanzförmiger Ausschnittzu Schulben kommt, und wo man mit den Streben und Biegen nicht bequem einfahren fan,

mit Streiff Nuthen fich helffen, ja wo ein Zapffen im Wege stehet, oder ein Loch zur Schwchung der Hölzer etwas beytragen sollte, man mit etwas Eisenwerck sich belffen muß.

f. 159.

In Fig. 192. habe ich euch die prima poffibilia von dieser gangen Verbindung unter einer Fig. 19Flein wenig veränderten Verbindung durch ein einfaches Modell von Holg vorstellig gemacht, undDas obere Dachwerck mit einem Quadrat umschrieben, daß ihr erftlich damit auf die Gedanckengebracht werdet, wie man diese sämtlich verknüpfte Hölker nach ihrer Situation nicht minderkönne und müsse durch unser bißher vielfältig gelehrtes Vermögen des nüßlichen Diagrammatisquadrangularis habhafft werden/ anerwogen die Conftruction nach meinem befannt gemachtenBuch, Ars inveniendi genannt, ein jeder sich selbst aufsuchen fan, wenn er Tab. XVI. mit ihrenDamatischen Linien zum Rathgeber annimmt: Also habe ich hier nur von dem Ecke D.nach) A.und von C. nach B. 2. blinde Diagonal- finien angedeutet, damit man dadurch so viel erkennenmag, wie man bey diesem Modell die unter sich harmonirenden Holger gleichwohl in solcherSchwehre und Gegeneinanderdruckung vernünfftig anzubringen habe, daß, wenn auch an dieHang Säule M. das krumme oben beschriebene Holh G. in H. eingesetzt, und unten die frey.ftehende Säule U. nach proportion ihrer Schwehre, mit an dieses Hang- Werck verknüpfftworden, ja do das Profil von denen Kapp Fenstern nach der Schwehre des Holzes beygefügetworden ist, und man hänget alsdenn die vollige Verbindung dieses Modells bey der HängsSaule HF. oben in den punct F. mit Anhängung eines Bleys Senckels frenschwebend auf, somuß das sämtliche Holz Werck dergestalt sich wie dieses gezeigte Modell bey A. überwichtignicht nur herumdrehen, sondern der Bley. Senckel FZ. muy so denn durch den Sections- punctE. der blinden Diagonal- Linien streichen, weil sich bey dieser Ordinanz dasjenige Vermögen inDer ganzen Verbindung mit allen Hölzern weiset, welche als rationes determinantes der druckendenund tragenden Laft äussern muß, wovon wir durch partial- Begriffe euch oben in Fig. 127 129,und 132. die Elementa ben Versegung der Winckel in speciellen Fällen nach der einfachen Artgewiesen haben.

§. 160.

Damit ihr euch aber wegen der überwichtigen Situation dieses Modells Fig. 192. Feine Geban Fig. 192.cfen aufsteigen taffet, als ob ich mir hier widersprechen thate, da dieses Dachwerck bey A. samtihrem gangen Zusammenhang das punctum A. unter das punctum B. herunter drucket, und icheuch doch in Fig. 193. gelehret und gewähret habe, wie die äusserste Mauer dieser Faciate Bon Fig. 1930der Last dieser Verbindung, und dem sämtlichen Dach wenig oder fast gar nicht beschwehretwerden sollte, so erinnert euch, daß diese schreg hangende Sag des Modells Fig. 192. fich vonfelbften verändert, wenn die Hölzer bey einem Gebäude nach Anzeig Fig. 192. würcklich so angebracht worden, und daß alsdenn diejenige Uberwugt, so hier die Schregheit der Linie AB.ausdrucket, durch diejenige druckende Last der Scheid. Wande, welche bey den angebrachtenZimmern, von einer Häng Säule biß zur andern sich anbringn laffen, vergebet, und so denndas punctum B. dem punct A. horizontal alsdenn in der unsichtbarn Niederdruckung horizontalmacht und erhält; Woraus erhellet, welcher Baumeister nach diesen Reguin die Schwehrefeiner anzubringen intendirten Scheid Wände vorhero berechnet, und selbige nach Beschaffenheit dieses Modells proportionirt, in Untersuchung des Aequilibrii an demjenigen Ort anheffstet/ wo sie bey den Häng Säulen sollen angebracht werden, der wird bey dieser mechanischenExperimentirung von seiner gangen Handlung flare liberzeugung bekommen, und damit erkennenmögen, wenn 2. solche Modelle, wie Fig. 192. abbildet, lincks und rechts nach der Linie BD. zusfamm gefüget werden, felbige wegen der hier gezeigten überwugt bey A. vielmehr die HängsSäulen aufwärts zu heben als abwärts sincken zu lassen darstellen; dahero also unstreitig disso denn angewendete Scheid. Wände in dieser Verbindung der Hölzer keine wandelbahreBeränderung erregen, sondern alle angebrachte Vortheile mit einander concurriren, und stets

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