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eine Last gegen der andern ihre Contra- Druckung und Widerstand auszuweichen findet. Ausdiesem recht übersehenen Vermögen werden die gründliche Bau, Kunst Bestrebere die unvermeidliche Nothwendigkeit selbsten beurtheilen, und diese Dinge, so ich hier/ um sie dem Wercksmann auch begreifflich zu machen, auf das einfältigste abgehandelt habe, für keine Subtilitätenausschreven werden, obschon viele Gebäude in der Welt gemacht werden, wobey man von diessen Begriffen nichts gekostet, und doch in einer zufälligen Dauer zur Würcklichkeit gekommenfind; Allein wer erkennet, wie das Sprichwort ausdrucket: Gut ist gut/ besser aber sen besser,und daß die Antiquen alle ihre Ordnungen nicht obenhin ohne Grund gemacht, der wird auchdas, was die Zimmermanns. Kunft zur würcklichen Kunst machen thut, als determinatam verita-tem vor der willkührlichen Holz, Versplitterung wählen, und die wilden Kopffe auf gerath wohthandthieren lassen.
CAPUT XV.
Tab. 18. Fernere Eröffnung von verschiedenen Mustern allerhand20. Hang- Wercke und Vortheile, welche bey den Dach- Wercken in derausübenden Zimmermanns Kunst nuzbahr anzubringen stehen, nebst einer generalenprismatisch, theoretischen Vorstellung, wie das gebrochene Französische Dach, miteiner daroben befindlichen Gallerie, nach einer dermahligen ausübenden Maxim aus eisner Pyramide proportionirt zu ceffiren, und die Menfuren ichnographice und or-thographice herzuholen sind, samt allerhand vorgezeigten Hölzern, wie selbigezu verkämmen, und in mancherley Angelegenheit zu vers
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stärcken sind.S. 161.
er Gelegenheit gehabt, sich um die Zimmermanns Kunst in Franckreich mit offenen Ausgen umzusehen, der wird bey Erblickung dieser gegenwärtigen Tab. 18. die hieben gesFig. 206. fügten Figuren 206, 207, 208, und 209. gleich erkennen, daß selbige theils in Französischen Baus209. Büchern enthalten, würckliche Muster aber genugsam in Franckreich noch befindlich find, anwelchen, wie in Fig. 206, 207, und 208. gewiesen, frumme gewachsene Hölzer für die HauptsSäulen zur Unterstützung des Daches angewendet worden sind, woraus erhellet, daß auch vondemjenigen Geschmack sich schon ehedessen bey dieser Nation ein grosser Theil sich müffe angeanehm gemacht haben, wodurch man unter leichtlich zu bekommenden krumm gewachsenen Hölzern,eben das und noch vortheilhaffter damit erhalten werden fan, was mit geraden und kostbah.ren Hölzern auszurichten stehet. Ich übergebe euch dahero Fig. 206, 207, und 208. zu besschauen, und verweise euch auf die beygefügten Buchstaben, als welche jedesmal zur ContinuationFig. 210, die Betrachtung anreizen könnem. Fig. 210, referitet sich auf ein altes teutsches Hång. Werck,an welchem ich ebenfalls 2.krumme gewachsene Hölzer angetroffen, und giebet damit so viel zuerkennen, weil die frumme Hölzer A. und B. in die Hang- Säulen und nicht in die Lager- Hölzerversezet seyn, bey einem weiten frepliegenden LagersHolk beffer procediret feye, als oben in Fig. 205.das schrege Streb. Holk ausdrucket/ so da nicht in die Häng Säulen, sondern in das Lager.Holz BA. versezet, und durch die Laft des Daches das Lager Solg AB. nur unter sich zu senscfen Gelegenheit giebet, so bald sich die schwachen Strebs Sparren etwas einschlagen, und einsFig. 217. marts zu fencken beginnen. Fig. 217. fommt hingegen eine dermahlige Verbindung eines solchen Hang Werckes zum Vorschein, deren sich insgemein die teutschen Zimmermeister bediesnen, daben aber ein und anderes Holz als etwas überflüssiges weglassen könnten, wenn selbigedie Mechanic und Static, oder die in diesem Tractat gezeigte Winckel Versehung der vortheilhafften Biege in Kundschafft gebracht hätten. Was die 2. Biege bey h. und i. anbelanget, so re-feriren selbige sich auf unsere Fig. 177, und zwar zum Theil auf diejenige Situation der Biege KA.und BN, obschon Fig. 217. das Bieg h. hier als ein halber Spann Riegel zu concipiren, undwegen der unter sich druckenden Last der Häng Säule dg, wenn sie das Bieg h. feitwarts aus.zuweichen zwingen sollte, als ein Schieb. Bieg gegen die Dach Säule el. anzusehen ist. Mögetihr dahero eure Betrachtung selbsten über dieses Häng. Werck machen, und wo ihr das pun-Airte frumme Streb Holz tn. in eine Scheid. Wand verbergen, selbiges aber oben in die HängSäule ben d, und unten in die Stand- Säule qo. bey n. versehen könnet, und Gelegenheit habet,die Strebe fr. anzubringen, werdet ihr auf dieses Hang Werck eine weit grössere Last sicher aufburden, und in Erfindungen anderer Verbindungen euch auf diese oder andere daraus hersfliessenden Manier rathen können, denn durch mancherley Wege die Füglichkeiten zu erhaschenstehet.
§. 162.