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Sciagraphia artis tignariae, oder nutzliche Eröffnung zu der sichern fundamentalen Holz-Verbindung, bey dem Gebrauch der unentbehrlichen Zimmermanns-Kunst / von Johann Jacob Schübler
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( O).

sam um etwas gedrehet, oder gewunden præfentiret, welches ich aber nach der Hand durch ansdere Hülffs. Mittel verwehret, und das Dach nach Möglichkeit in zulänglichen Zustand verbessert, daß der caufirte Fehler dieses Mannes nicht so genau funnte attendiret werden. Auf daßnun aber einem dergleichen Unternehmen hinfüro gesteuert werde, und Lehrbegierige Bau- KunstLiebhabere, wie auch junge und ohne Vorurtheil eingenommene, die geometrische Gewißheit durchein Erempel begreiffen können, wie man bey dergleichen zu Schulden kommenden irregulairenGebäuden und gebrochenen Dach Wercken Kunstrichtig sich rathen könne, wenn man sich meinerFig. 281, Methode bedienen will, so habe ich euch zuvorderft Fig. 281. als das völlige ausgemachte ichno-graphische Dach zu betrachten, unter Licht und Schatten corperlich scheinend vorgestellet, daßihr daraus erkennen möget, wie man in solchem Fall nöthig hat, die Sparren des Unter Dasches bey der Fläche HIKG. so groß als die Sparren des Unter Daches bey der anstossendenFläche ILMKI. behalten müsse, desgleichen folgt auch, daß die in dem Hoff dieses Gebäudesbefindliche Sparren für die Fläche OBDNOB, wie auch für die Fläche NDEP N. von ebendieser Grösse zu beschicken sind. Weiter erhellet über dieses, was massen die Sparren des ObersDaches nach der Flåde AGKCA, wie auch die Sparren nach der Fläche CKM FC. abersmahls einander gleich groß genommen werden müssen, und mithin bleiben an diesem Dach 6.Flächen unter einem regulairen Maas, weilen aber die siebende Fläche als an dem Ober Dach,nehmlich hie die Fläche DCFED. ihr Sparren Werck von einer ganz andern Grösse zu maschen erlaubt, und anbey die daran stoffende Fläche DCABDC. eitel ungleich grosse Sparren infich schliesser: Also folgt, daß die ganze Irregularität zu verstecken, in diesen zen Flächen desOber Daches inwendig im Hof zu unternehmen, und die eigentliche Menfuren so denn aus einem sichern Fundament, um correct zu verfahren, hergeholet werden müssen, welches aber jener berührte obenhin sein Werck zu vollenden seichtgelehrte Werckmann unterlassen, und sich an seinerGesellen Einredung, die zum Theil sein Versehen eingesehen, nicht kehren wollte, sondern nochdazu in dem thōrichten Wahn stunde, es wäre unmöglich dergleichen Dächer correcter als wiedas seinige zu erhalten. So unangenehm aber die Wahrheit dffters in der Thōrichten Augenist, so beliebt wird sie doch bey denen aufgenommen, welche mit keinen Meynungen schwülstiggehen; dahero warne ich alle junge Unternehmere solcher Wercke, daß sie sich zuvorderst beyallen ihren Handlungen um sichere Principia umsehen, ehe sie das Holk auf geradwohl verschneisden lassen. Dann in der Kunst: Licentia omnia turbat, und das Gewisse kan man durch dasUngewisse nicht erreichen.

§. 173.

Bu einem hinlänglichen Muster einer solchen Conftruction, welche unter sichern determinirFig. 282. ten Grössen das gehörige Maas angeben fan, habe ich euch hier unter Fig. 282,283, und 284.283.284. dreyerley proportionirte Lehr.Gesperre nach Beschaffenheit des Grund. Riffes aufgezeichnet, und

damit gewiesen, wie ihr den völlig auseinander gelegten Riß aller und jeder Dach Sparren,Fig. 285. nach Anzeig Fig. 285. und 286. habhafft werden könnet. Es seye demnach hier durch die blinde286, Linie DM, MW, WX, XN, NL, und LD. der Umfang oder der Grund Riß von einem solchen ir-

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regulairen Eck, Haus. Wann ihr dahero nach solcher erforschten Grösse des Grund: Riffesdie Lager Balcken oder Bretten in gehöriger Weite ben Verfertigung des Werck Sageshingeleget, und nach der Schregheit des Grund Riffes vornen bey den Kopffen die SchnursSchläge gemacht, daß dadurch die Grösse der Löcher und eines jeden Lager Balckens Längeins besondere bekannt werde, indeme von dem punct D. nach M, und von L. nach N. der Grund.Riß allgemach schmähler wird, so verfahret auch auf der andern Seiten bey der Wiederskehr von M. nach W, und von N. nach X. gegen Fig. 284. eben also, und bestimmet ben Zurichtung des Werck Sazes die gehörige Länge der Lager Balcken/ nach Anzeig der punctirten Linien, welche von M. nach W, und von N. nach X. fich erstrecken, und nebst der Ausdruckung dieBreite der Löcher für die Dach Sparren zugleich die unter den Lager Bretten befindlicheMauer Latten andeuten können. Wenn ihr also mit Determinirung der Lager Hölker so weitgekommen, und in dem Lager: Balcken N. die dagegen Winckelrecht anlauffende grössere La-ger.Balcken bey d, d, d, d, d. verfeget, und nach der Schregheit der Wiederkehr oder der schregentLinie MN. den Stich Bretten MP, wie auch den Stich Bretten bey N. nach der gewöhnlichenZimmermanns- Weite ordiniret und verzapffet habt, so möget ihr nach Anzeig Fig. 282. nachder Breite des grösten Lagers Balckens DL. das Profil oder das ordentliche Gesperr von eusrem vorhabenden gebrochenen Dach orthographice aufreisen, und solches gefundene Maasgleichsam zu einem Lehr- Gesperr aller übrigen gebrauchen, massen von dieser Fig. 282. nichtnur die Proportion des in Fig. 283. bestimmten Grad- Gesperres, wie auch das in Fig. 284. angezeigte Gesperr nebst denen übrigen, so sich darnach reguliren, ihre Proportion erhalten.d§. 174.

Fig. 282. Es seye dahero oben Fig. 282. die Proportion des Profils DGAIL. nach der diagrammati

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