24 Unschlitt. — Unterkohlensäure.
Unschlitt, syn. Talg.
Un ter a C e t y 1 i g e Säure nennen Weidmann und Schwei-zer einen Körper, welcher der Essigsäure gegenüber als eine niedrigereOxydationsstufe von Acetyl C 4 B 3 angesehen werden könnte; er sollim Xylit enthalten und seine Zusammensetzung C g H 6 0 3 sein. Fe.
Unterbasen, syn. Subalkaloide ( s .Bd.VIII, S.402).
Unterbenzoy lige Säure. So nennen Löwig und Weid-mann 1 ) ein Zersetzungsproduct des benzoesauren Aethyls mitNatrium,nach ihnen C 2 8H 12 0 5 , weil es dieser empirischen Zusammensetzung nachals ein niedrigeres Oxyd des Benzoyls angesehen w,erden kann. Die ausBenzoeäther und Natrium enthaltene Masse wird mit Aether ausgezo-gen, beim Abdestilliren des Aethers bleibt unreine unterbenzoyligeSäure die durch Auskochen mit Säure und Wasser gereinigt wird.
Die so erhaltene gelbbraune harzartige Masse ist unlöslich inWasser, schmilzt leicht im Wasserbade, ist nicht flüchtig, zersetzt sichbei höherer Temperatur. Der Körper löst sich in Alkalien, die mitSalpetersäure neutralisirte Flüssigkeit wird durch Kalk- und Barytsalze,durch Eisenoxydsalze, Bleioxydfalze und Quecksilberoxydsalz*e gefällt.Das unlösliche Bleisalz ist 2PbO . C 28 H 10 O 3 . Fe.
Unterbromige Säure s. unter Bromsäuren.
Unter chlorige Säure und Unterchlor säures. unter Chlorsäuren.
Untercocculinsäure s. Unterpikrotoxinsäure.
Untercyansäure ward das Cyamelid oder die unlöslicheCyanursäure (s. 2. Aufl. Bd. II, 3, S. 303) zuerst genannt.
Untergährung s. unter Gährung u. unter Bier
(2. Aufl. Bd. II, 1, S. 1061).
Unterharze, Halbharze, Sousresines 2 ) nannte man frühernach Bonastre die Harze, welche in Aether und in kaltem Alkoholunlöslich, in heissem Alkohol löslich sind. Der Begriff von einem Halb-harz ist unbestimmt und verdient keine Berücksichtigung.
Unterhefe s. unter Hefe (s. Bd. IV, S. 838).
Unterhydrothionsäure, syn. für Wasserstoff-persulfid oder Wasserstoffschwefe] (s Bd VIIS. 702).
Unterj odige S äure und Unterj odsäure s. unterJodsäure.
Unterkohlensäure hat man früher wohl die Oxalsäuregenannt, weil die wasserfrei gedachte Säure nach der einfachsten FormelC 2 0 3 der Kohlensäure gegenüber als solche angesehen werden kann.
b Pogg. Annal. Bd.L, S. 105; Annal. der Chem. u. Pharm. Bd. XXXVI, S. 299.
2 ) Journ. de pharm. 1823, T. IX, p. 178.