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Neunter Band.
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38 Urancyanide- — Uranelain.

mel: U 2 0 2 G1 oder (ü 2 0 2 ) €l oder 2U 2 0 3 .U 2 €l 3 . Dieser Körperwird durch Glühen von reinem Uranoxydul in Chlorgas erhalten; erbildet einen pomeranzengelben Dampf, der sich beim Erkalten verdich-tet. Er ist gelb krystallinisch, leicht schmelzbar, nicht sehr flüchtig;er ist sehr zerfliesslich, löst sich mit gelber Farbe in Wasser, Wein-geist oder Aether. Mit Kalium erhitzt giebt er Chlorkalium und Uran-oxydul.

Gelöstes Uranoxychlorid bildet sich aus einer Auflösung vonüran-chlorür durch Oxydation mittelst Luft oder Salpetersäure. Die wäs-serige Lösung giebt beim Abdampfen nach Arfvedson einen nichtkrystallisirenden Syrup, nach Klaproth an der Luft verwitterndeKrystalle.

Das Uranoxychlorid giebt mit Alkalimetallchloriden Doppelsalze,welche durch Abdampfen der gemengten Lösungen erhalten werden.

Ammoniumchlorid - Uranoxychlorid, NH 4 €l -J- U 2 0 2 €l-(- 2 HO, krystallisirt aus der syrupsdicken Lösung nach längeremStehen in sehr zerfliesslichen Rhomboedern (Peligot).

Kaliumchlorid - Uranoxychlorid: KGl . U 2 0 2 £l -)- 2 HO.Dieses Doppelsalz wird durch Auflösen von Uranoxyd-Kali in Salzsäure,Zusatz von überschüssiger Salzsäure oder von Chlorkalium (diese Zu-sätze erleichtern die Bildung von Krystallen) und Abdampfen kry-stallisirt erhalten. Die Krystalle lösen sich leicht in Wasser, beimVerdampfen der Lösung krystallisirt Chlorkalium während Uranoxy-chlorid gelöst bleibt.

Die Krystalle verlieren über 100 9 C. das Krystallwasser; die trockeneVerbindung schmilzt bei schwachem Glühen; stärker erhitzt färbt siesich grün, und zersetzt sich in Chlorkalium und Uranoxydul. InWasserstoffgas geglüht wird sie zersetzt und giebt unter Entwickelungvon Chlorwasserstoff eine dunkle undurchsichtige Masse. Mit Kaliumerhitzt zerfällt sie unter Lichtentwickelung in Uranoxydul und Chlor-kalium.

Chlornatrium scheint eine ähnliche Doppelverbindung zu geben.Auch organische Basen bilden solche Doppelsalze (C. Gr. Williams).

Fe.

Urancyanide. Die Verbindungen von Uran mit Cyan sindnoch nicht dargestellt. Uranoxydulhydrat löst sich nicht in Blausäure,Cyankalium fällt wohl die Uranoxydulsalze; es geht aber aller Cyan-wasserstoff fort und der Niederschlag ist Uranoxydoxydulhydrat (Eam-melsberg).

Der durch Cyankalium in Uranoxydsalzen entstehende, gelbeNiederschlag ist nicht näher untersucht, vielleicht ist es Uranbioxy-cyanid; dieser Niederschlag löst sich beim Erwärmen in viel über-schüssigem Cyankalium; Säuren fällen es aus dieser Lösung nicht,vielleicht weil sich eine dem Ferridcyankalium analoge Uranverbindunggebildet hät (Fresenius und Haidien). Fe

Ur an elain. Eine dem Bergtalg ähnliche Substanz die im März1832 in der Nähe von Wolokalamsk im Moskauschen Gouvernementals eine schneeähnliche gelbe Masse von Ansehen wie Baumwolle fielund die Erde 1 bis 2 Zoll hoch auf einer Fläche von 80 bis 100 Qua-dratruthen bedeckte; Hermann nennt diese Substanz dem Ursprüngeund den Eigenschaften nach Uranelain (von ovquvos Himmel, und