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Neunter Band.
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44 Uranopissit. — Uranoxyde.

halten, dass Vieles von den Beimengungen abhängt, deren Zahl nichtgering ist. K.

Uranopissit, syn. Uranin.

Uranorange, Uranoxyd-Kali und Uranoxyd-Natrons. unter Ura n o xy d- Ver bi ndungen S. 54 und 56.

Uranotantal, syn. Samarskit.

Ur anoxy d, b asisch-s ch wefelsaures, von Joa-chimsthal in Böhmen, enthält, nachH. Dauber 1 ), 79,9 Uranoxyd, 14,3Wasser, 4,0 Schwefelsäure und bildet kleine orthorhombische prismati-sche citronengelbe mikroskopische Krystalle auf Uranin, die oft zuKugeln zusammengehäuft sind.

Basisch-schwefelsaures Uranoxyd findet sich sonst nochauf verschiedene Weise und ist nach besonderen Untersuchungen zumTheil das Urangrün, die Uranblüthe und der sogenannte Uran-ocher, auch das basisch schwefelsaure Uranoxyd (s. d. Art.) ge-nannt worden. K.

Uranoxyde. Das Uranmetall, welches nach Peligot mit-telst Natrium dargestellt ist, verbrennt beim Erhitzen leicht und mitlebhaftem Glanz; auf Papier erhitzt verbrennt es vor Entzündung desPapiers. Es zerlegt nicht das Wasser für sich, oxydirt sich aber aufKosten desselben bei Gegenwart von Säuren.

Die Oxyde des Urans sind: Uranoxydul UO, das Uranoxydoder Uransäure U 2 0 3 , das olivengrüne Uranoxydul U0.U 2 0 3oder U 3 0 4 , und das schwarze Uranoxydoxydul 2U0.U 2 0 3 oderU 4 0 5 ; vielleicht auch noch ein Uransuboxyd U 4 0 3 .

Uransuboxyd.

Formel: U 4 0 3 (?). Beim Fällen de3 entsprechenden Uranchlorürs,U 4 Gl-] (s. S. 36), mit Ammoniak wird ein brauner Niederschlag viel-leicht das Hydrat des Suboxyds U 4 0 3 erhalten, das aber in wenigenAugenblicken das Wasser zersetzt und Sauerstoff daraus aufnimmt eingrüngelbes Hydrat bildend, welches sich an der Luft bald in Oxydul-hydrat umwandelt.

Uranoxydul.

Formel: UO. Dieses Uranoxydul, früher für Uranmetall (s. S. 31)gehalten, wird durch Glühen von Uränoxydoxydul oder Kalium-Uran-oxychlorid oder von oxalsaurem Uranoxyd in Wasserstoffgas erhalten,so wie durch Glühen von 1 Uranoxydoxydul mit 1/20 Kohlenpulver inheftigem Essenfeuer.

Das Uranoxydoxydul wird, wenn es locker ist, durch Wasser-stoffgas schon bei gelinder Glühhitze rasch und unter Erglimmen re-ducirt; das so erhaltene Oxydul ist dann ein bräunliches oder bräunlich-schwarzes Pulver.

Das aus dem schmelzenden Uranoxychlorid-Kalium in Wasserstofferhaltene Oxydul bildet nach dem Auswaschen ein metallglänzendcs

*) Pogg. Annal. Bd. XCIIj S. 251.