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Neunter Band.
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43
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Uranocker. — Uranophan. 43

Schrieben, sind aber häufiger mikrokrystallisch, kommen als Anflug,e ' n gesprengt und derb vor, sind Stroh- Schwefel- citronen- orangegelbhis bräunlich, matt oder schimmernd, undurchsichtig in derben Stücken,^eich bis zerreiblich. Das Verhalten vor dem Löthrohre wird ausser^ er Uranreaction verschieden angegeben, so giebt ein hellgelber nach^erzelius 1 ) beim Erhitzen Wasser, färbt sich roth, wird vor demlöthrohre im Reductionsfeuer grün und ist in Säuren leicht aüf-iöslich. K.

ÜMnocker, syn. Uranocher.

Uranoiliobit nannte R. Hermann 2 ) den in Octaedern kry-s falli s irten und krystallinisch-körnigen Uranin von dem Gebirgsrücken^frömesheien bei Vale in Norwegen, welcher, wie oben bei Uranin(s. S. 40) angeführt wurde, von Th. Schee rer analysirt worden ist.Obgleich dieser Uranin wie alle anderen analysirten der Hauptsache nachbranoxydoxydul ist (er enthält 76,60 Uranoxydul, ausserdem 15,60 Blei-oxyd, Niob - und Kieselsäure), so glaubte Hermann eine eigene Species'braus machen zu können, was jedoch sehr unwahrscheinlich ist. K.

Uranophan wurde ein von Grundmann 3 ) analysirtes undv ’on Websky 4 ) beschriebenes Mineral genannt. Dasselbe enthälta usser Uranoxyd, Kieselsäure und Wasser viele andere Bestandtlieilebnd lässt gegenwärtig keine sichere Formel aufstellen, weil es ein sehrcornplicirtes Gemenge darstellt. Es fand sich auf der Grube „Einig-keit,“ Schacht „schwarzer Adler“ bei Kupferberg in Schlesien, ist imOanzen anscheinend derb und amorph, unter dem Mikroskop betrach-tet aus kleinen nadelförmigen Krystallen gebildet, deren zuweilen auchfreie in Drusenhöhlen bemerkt werden können und garbenförmige Grup-pen bilden. Sie sind wahrscheinlich orthorhombisch und wurden an-nähernd gemessen, die einzelnen glasartig glänzenden Krystalle sindbass honiggelb, die derben Massen zeisiggrün und stellenweise schwärz-lichgrün durch Uranin. Die krystallinischen Partien haben ein locke-res Gefüge, die Härte der derben ist = 3,0 und das Strichpulver istklassgelb, das specif. Gewicht = 2,6 bis 2,7. Im Glaskolben erhitztSiebt der Uranophan viel auf Lackmuspapier basisch reagirendes Was-8 er, das am Glase zu einem geringen Rückstände eintrocknet, was auf■Ammoniak deutet; die Probe wird schwarz, beim Abkühlen rostbraun,keim Wiedererhitzen nicht wieder schwarz. Im Glasrohre giebt era Uch das basisch reagirende Wasser und wird fast orangegelb; beimMarken Erhitzen bilden sich schwache Nebel, welche das Glas beschla-gen, der entstandene Beschlag ist Tellur, eine Folge der Beimengung.

der Platinzange schmilzt er für sich vor dem Löthrohre sehr schwerZl1 einem schwarzen Glase sich im Uebrigen schwärzend, die Löth-f °hrflamme wird schwach durch Kupfer gefärbt, eine Folge der Bei-mengung. Auf Kohle für sich wird er schwarz, entwickelt Rettiggeruch"bd giebt wegen der Beimengungen Beschläge von Antimon und Wis-' n uth. Mit Flüssen zeigt er Reaction auf Kieselsäure und Uran, lnv erdiinnter Schwefel- und Salzsäure ist er löslich, Thonerde, UranoxydUtl d Kieselsäure werden dabei getrennt. Man ersieht aus diesem Ver-

l ) Pogg. Annal. ßd. I, S. 374. — 2 ) Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXVI, S. 326.3 ) Zeitschr. <1. deutsch, geolog. Gesellseh. ßd. XI, S. 384. — ' 5 ) Ebendas. Bd. V,• 4 27; Bd. IX, S. 378; Bd. XI, S, 384.