Valerisinsäure. 103
Das Monovalerin ist eine ölige Flüssigkeit von schwachem Ge-ruch; sein specif. Gewicht ist 1,100 bei 16°C.; es ist neutral, mischtSl ch mit y 2 Vol. Wasser zu einer klaren Flüssigkeit, auf Zusatz vonßiehr Wasser scheidet es sich wieder ab, mit 100 Yol. Wasser mischtes sich zu einer emulsionsähnlichen Flüssigkeit. Das Monovalerinw ird in Berührung mit Luft in einigen Wochen sauer, es enthält dannfreie Valeriansäure. Hierbei wird nicht merkbar Sauerstoff absorbirt.Das Monovalerin ist neutral; Alkohol und Chlorwasserstoffsäure zer-setzen es schon in der Kälte unter Bildung von Valeriansäure-Aetherund Glycerin. Wässeriges Ammoniak verwandelt es langsam in Va-
ieramid.
Divalerin.
Diphocenin. Formel: C 2e U 24 Oi 0 = ! Oe 1 ). Es
(Mo “9 K h) 2 )
enthält die Elemente von C 6 H 8 0 6 -f- 2 (C 10 H 10 0 4 ) = C 26 -H 2 4 O 10 -f- 4HO.Dieses wird durchErhitzen von Glycerin mit Y aleriansäure und etwas W as-Se r auf 275°C.erhalteu; es wird wie das Monovalerin gereinigt. Es ist eineölige Flüssigkeit von unangenehmem Fischgeruch; sie schmeckt bitterUnd aromatisch und hat ein specif. Gewicht von 1,059 bei 16°C. Bei40°C. erstarrt das Fett, bleibt dabei aber halb weich und durchsichtig.Das Divalerin mischt sich auch nicht mit wenig Wasser, mit 8 bis 10 Vol.Nasser geschüttelt giebt es eine Emulsion, aus der es sich bald wiedera Usscheidet. Das Divalerin wird wie das Monovalerin an der Lufta DrnEilig sauer und enthält dann freie Valeriansäure. Das DivalerinErsetzt sich langsam, wenn man eine Mischung desselben mit Alkohol derDuft aussetzt; diese Zersetzung geht rascher beim Erhitzen auf 100°C.v °r sich, wobei sich Valeriansäureäther und Glycerin bilden; die-selbe Zersetzung erfolgt leicht in der Kälte bei Einwirkung von Chlor-"'asserstoflsäure und Alkohol. Das Divalerin wird auch durch Erhitzen•»it Wasser, mit Essigsäure oder mit wässeriger Salzsäure zersetzt.Vuch Baryt oder Ammoniak zerlegen es, letzteres unter Bildung vonValeramid.
Trivalerin.
C Uri
Tr ip hoceni n 2 ). Formel:C 86 U 32 O 12 = H O ) J ^ 6 ‘ ® e * * ne
Bildung ist dann: 3 . C 10 H 10 O 4 -(- C 6 U 8 0 6 = C 36 U 32 O i2 -|- 6HO. Die-ses Fett wird erhalten durch Erhitzen von Divalerin mit dem 8- bisfOfachen Gewicht Valeriansäure auf 220°C. Es ist eine neutrale öligeFlüssigkeit von schwachem unangenehmen Geruch; sie ist unlöslich inNasser, aber löslich in Alkohol und Aether. Dieses Fett wird durchAlkohol und Salzsäure ähnlich wie die anderen Valerine zersetzt.
Fe.
Valeris insäure, ältere Bezeichnung für solche Substitutions-Pfoducte der Valeriansäure, in welchen 3 Aeq. Wasserstoff z. B. durchChlor vertreten sind (Chlorvalerisinsäure) weil i der 3te Vocal ist;Falerosinsäure (z. B. Chlorvalerosinsäure) sind dann die Producte,Dt welchen 4 Aeq. Wasserstoff vertreten sind.
l ) Bertlielot berechnet nach der Analyse C 26 II S9 0 12 ; als ein Diglycerid*°Ute es unter Abscheidung von 4BO sich bilden; vielleicht ward ein unreines'"toduct analysirt. — 2 ) Annal. de chim. et de phys. [3.] T. XLI, p, 254; Annal.
• Chem. u. Pharm. Bd. XXXVIII, S. 310.