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Vanadsäure.

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z uerst schwarzes Oxyd bildet, das durch Glühen unter Sauerstoffaufnahmebraun und zuletzt dunkelbraunroth wird; nach dem Erkalten erscheintdie Vanadsäure rostgelb, um so heller je feiner sie zerrieben ist.

Die Vanadsäure kann auch durch Lösen von unreinem Vanadoxydin concentrirter Schwefelsäure dargestellt werden, indem beim Verdam-pfen dieser Lösung sich reine Schwefelsäure Vanadsäure HO.V0 3 -|- 2S0 3 ‘als hellorangefarbenes sandiges Pulver abscheidet, dasbeim Glühen reine Vanadsäure hinterlässt (Fritzsche t).

Enthält die Vanadsäure noch Kieselsäure, so wird sie durch Auf-ibsen in Schwefelsäure, Zusatz von Flusssäure, Erhitzen und Eindampfenz Ur Trockne von Silicium befreit.

Sehr reine Vanadsäure wird durch Zersetzung des Vanadper-c hlorids mit Wasser erhalten (Schafarik).

Die Vanadsäure ist mehr oder weniger rothgelb, ist geschmacklos,sie röthet feuchtes Lackmuspapier, sie löst sich in etwa 1000 Thln.Nasser, die Lösung ist hellgelb und geschmacklos. Fein geriebeneVanadsäure vertheilt sich mit Wasser geschüttelt darin wie Thon, und8 ®tzt sich aus der gelben Flüssigkeit nur langsam wieder ab. DieVanadsäure löst sich wenig in wässerigem gar nicht in absolutem Al-kohol. Beim Erhitzen schmilzt sie ohne Zersetzung, wenn alle redu-Cl i - enden Körper abgehalten sind, die rothe Flüssigkeit krystallisirt beim^bkühlen, wobei sie im Moment des Erstarrens durch Freiwerden derSebundenen Wärme erglüht. Die erstarrte Masse ist gelblichroth, und6ll thält mehr oder weniger deutliche nach ISordenskiöld 2 ) rhombi-8 che Krystalle.

Vanadsäurehydrat, HO . V0 3 -j- Aq., wird durch Fälleneit >er ziemlich concentrirten Lösung von doppelt-vanadsaurem Alkali**dt Salpetersäure erhalten als ein voluminöser flockiger braunrother^Jiederschlag, der an der Luft getrocknet ein leichtes braunrothes^ulver von obiger Zusammensetzung ist; es verliert über Schwefelsäure* Aeq. Wasser. In der Wärme getrocknet bildet es feste Stückemuschligem Bruch.

Die Vanadsäure wird durch Glühen für sich nicht geändert, beimb; r hitzen mit Kalium, Kohle, "Wasserstoff, Kohlenwasserstoff, organischen^brpern oder anderen oxydirbaren Substanzen wird sie leicht reducirt.J^üch auf nassem "Wege wird die Säure leicht reducirt, besonders leichtGegenwart einer Säure; so erfolgt die Reduction durch schweflige

bei

Si

a Ure, Schwefelwasserstoff, selbst durch salpetrige Säure, durch mancheIr^ydulsalze, durch Zucker, Alkohol und andere organische Substanzen., le gelbe Lösung der Säure wird dabei blau oder grün. Die Lösung, er Säure in reinem Wasser wird beim Abdampfen an der Luft schon^ r ch den Staub reducirt. Die Lösung der Vanadsäure in Salzsäure^Wickelt beim Abdampfen Chlor. Galläpfeltinctur fällt die Lösunger Vanadsäure beim Stehen schwarz in Folge von Reduction.

. Durch Elektrolyse der geschmolzenen Vanadsäure bilden sicht * n kelstahlfarbene Krystalle von Vanadoxyd.

Die Vanadsäure löst sich in stärkeren Säuren mit rother oder^lber Farbe; die Lösungen entfärben sieh zum Theil beim Kochenl* 0 '! Verdampfen, namentlich wenn sie überschüssige Vanadsäure ent-a lten; manche geben beim Verdunsten krystallinische Verbindungen.

l ) Journ. f. prakt. Chem. Bd. LIII, S. 93-2) Pogg. Annal. Bd. CXII, S. 160.