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Neunter Band.
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124 Vanadsaure Salze.

Alkalien fällen diese Lösungen, überschüssiges Alkali löst den Nieder-schlag wieder. Oxydii'bare Substanzen be-wirken leicht Reduction.

Wird gelöste Vanadsaure oder eine mit Säure versetzte Lösungvon vanadsaurem Kali mit Wasserstoffhyperoxyd haltendem Aethergeschüttelt so färbt sich die wässerige Flüssigkeit roth wie essigsauresEisenoxyd, der Aether bleibt ungefärbt. Wasserstoffhyperoxyd alleinso wie ozonisirtes Terpentinöl und selbst schon gewöhnlicher Aetherallein bewirken die gleiche Färbung (s. unter Vauad, Erkennungund Bestimmung S. 111).

Die Verbindungen der Vanadsaure mit anderen Mineralsäurenwerden durch Lösen von Vanadsäurehydrat oder Vanadsaure erhalten-Man hat namentlich die Verbindungen von Vanadsaure mit Arsen-säure (s. Bd. II, 1 , S. 314), mit Phosphorsäure (s. Bd. VI, S. 382>mit Phosphorsäure und Kieselsäure (a. a. O.), mit Schwefelsäure(Bd. VII, S. 376), und eine Doppelverbindung der letzteren Doppel-säure mit schwefelsaurem Kali (a. a. O.) dargestellt. Fe.

Vanadsaure Salze. Vanadinsaure Salze, Vana-date, Vanadinate. Die Vanadsaure bildet neutrale Salze RO.VO 31sowie saure namentlich doppelt-saure Salze RO . 2 V0 3 , sowie einig edreifach - saure RO . 3 V Ö 3 , und einzelne basische Salze. Die Salz®sind zum Theil isomorph mit den chromsauren Salzen. Die neutralenSalze sind meistens gelb; einige dieser Salze, namentlich die Salze detErdalkalien die von Zink- Kadmium- und Bleioxyd gehen in festemZustande oder unter Wasser oder in wässeriger Lösung, besonders wenndiese etwas freies oder kohlensaures Kali enthält, beim Erwärmen inisomere farblose Salze über. Dieselbe Umänderung erfolgt schon lang-sam bei gewöhnlicher Temperatur. Die neutralen vanadsauren Al-kalien sind farblos. Die sauren vanadsauren Salze sind gelb oder gelb-roth; auch ihre Lösungen sind so gefärbt; daher wird die Lösung eine 9neutralen Salzes auf Zusatz von Säuren gelblich roth. Von den neu-tralen vanadsauren Salzen sind die Alkalisalze, die Salze von Baryt”und Bleioxyd schwerlöslich, die übrigen Salze sind leichter löslich; dt®Alkalisalze sind in reinem Wasser leichter löslich als in solchem, wel”ches freies Alkali oder Salze enthält; sie werden daher durch Zusatzvon überschüssigem Alkali oder Alkalisalzen aus ihren Lösungen g®‘fällt. Die Vanadate sind in Weingeist nicht löslich. Die wässerige Lo-sung der vanadsauren Salze fällt die Lösungen von Antimon- Bl® 1 ”Kupfer- und Quecksilbersalz gelb; mit Galläpfeltinctur werden si®schwarz dintenartig gefärbt.

Die vanadsauren Salze mit fixer Basis werden durch Glühen f' irsich nicht zersetzt. Mit stärkeren Säuren versetzt, werden ihre Lösun-gen roth; bei Ueberschuss von Säuren scheiden sich oft sehr saure Salz eab. Aus concentrirten Lösungen der sauren Salze fällt Salpetersäur®einen voluminösen braunen Niederschlag von Vanadsäurehydrat, d » 9eine kleine Menge der Base zurückhält. Salzsäure zersetzt die van»d”sauren Salze unter Entwickelung von Chlor und Bildung von Van®”dinoxyd. Ueberschiissige Essigsäure entzieht den neutralen Vanadate 11Base, und bildet doppelt- und dreifach-saure Salze; Schweflige Säur ® 1Alkohol und andere reducirende Körper färben die sauren Lösung ® 11durch Bildung von Vanadoxyd blau.

Die vanadsauren Salze sind hauptsächlich von Berzelius, l °