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Neunter Band.
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177
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Verdauung. 177

Magensaftes abhänge, und zwar äuch dann wenn Chlorcalciurn zuge-®etzt wird.

Die Wirkungen des künstlichen Labsaftes bei der Temperatur desMiierkörpers oder bei 40° C. stimmen nach zahlreichen Beobachtungen1,1 it denen des natürlichen Magensaftes grösstentheils überein, und sindAgende: Keine Wirkung äussert die künstliche Verdauungsflüssigkeita ui Horrigewebe, stärkere elastische Membranen, Wachs mit seinenVe rschiedenen Varietäten, Fett, Cellulose und die holzige Verdiekungs-Sß hicht der Pflanzenzcllen. Einfach lösend wirkt sie auf die in WasserGlichen Kohlehydrate: Zuckerarten, Dextrin, Gummiarten, die SalzeMr Alkalien mit feuerbeständigen Säuren und auf die phosphorsaurenitalischen Erden. Unter Austreibung der Säuren zersetzt sie die^alze mit schwachen und flüchtigen Säuren. Chemisch umsetzend undZu gleich lösend wirkt sie auf die in Wasser und verdünnten Säurenlöslichen und auf die darin unlöslichen geronnenen Albuminate undMe davon derivirenden Albuminoide Leim und leimgebende Stoffe,^oagulirtes Eiweiss wird nach Brücke und Meissner rascher ver-baut als nicht c.oagulirtes; auch Casein wird ziemlich rasch gelöst, all-öiälig wird aber die Lösung gallertig, und es scheidet sich ein Spal-Mngsproduct des Caseins ab, auf welches die Verdauungsflüssigkeithicht weiter einzuwirken scheint. Aehnlich verhält sich BlutfaserstofF.^ehrnann hat zuerst genauer nachgewiesen, dass in den durch künst-lichen oder natürlichen Magensaft bewirkten Lösungen der Albuminatedieselben nicht mehr als solche enthalten sind, sondern Veränderungen^litten haben, die sich hauptsächlich darauf beziehen, dass sie nunMirch jene Agentien, welche Albuminate fällen, nicht mehr präcipitirtWerden können.

Die Peptone Lehmanu’s, übrigens wahrscheinlich identisch mitMr Alb uminose Mialhe’s, sind weisse amorphe geruchlose Körper,Mlich in Wasser und unlöslich in Alkohol; ihre wässerigen Lösungenfhthen Lackmus und verhalten sich überhaupt wie schwache Säuren,la dem sie sich leicht mit Salzbasen zu meist in Wasser löslichen Sal-z 6n vereinigen. Ihre Lösungen sind in der Hitze nicht coagulirbar’hid werden auch durch Säuren nicht gefällt, wohl aber durch Queck-Mberchlorid, mit Ammoniak versetzten Bleizucker und durch Gerb-8a ure. Alle anderen Metalloxyde erzeugen keinen Niederschlag. Blut-jjtugensalz erzeugt in der mit Essigsäure angesäuerten Lösung nur eineM'ubung. Das Millon’sclie Reagens verhält sich negativ, auch Chrom-® a ure bewirkt keine bemerkbare Veränderung. Mit den alkalischen^den bilden die Peptone ebenso lösliche Verbindungen wie mit denVkalien. Die Peptone sind schwefelhaltig und enthalten den Schwe-ll in derselben Menge wie ihre Muttersubstanzen.

Nachdem schon Lehmann darauf aufmerksam gemacht hatte,M-ss die Peptone der verschiedenen Albuminate einige Versehieden-a sit zeigen, hat Meissner durch eine Reihe von Versuchen nachge-^ e sen, dass der Vorgang der Verdauung der Albuminate kein so ein-^cher ist, und dass dabei neben den eigentlichen Peptonen noch an«Mr e Spaltun^sproducte der Albuminate gebildet werden, die er unterMm Namen”Parapeptone, Metapeptone und Dyspeptone be-trieb.

Parapeptdn nennt Meissner den Niederschlag, der in der sau«fen opalisirenden Lösung der Albuminate (Albumin, Casein, Blutfibrin

Üaudwörterbuch der Chemie. Bd. iX. j 2