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Neunter Band.
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219
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Versilbern. 219

da nn die Platte sogleich horizontal in die Flüssigkeit. Nach 10 Mi-auten ist sie bereits ganz mit Silber belegt, nach 30 Minuten hat sichetwa 2 Grm. Silber pro 2 3 | 4 Quadratmeter abgelagert, was für dieleisten Zwecke genügend ist; aus der abgegossenen Flüssigkeit ge-winnt man das Silber durch Fällung wieder. Man kann die Silberschichtaicht nur abheben, wenn man auf galvanischem Wege eine dickehupf e r S chicht (s. Bd. VII, S. 902) darauf ablagert, sondern auch dieselbeauf Papier und Gewebe übertragen, wenn man die Rückseite mit einerLösung von 1 Thl. Schellack in 6 bis 10 Thln. Holzgeist überzieht nach'tem Trocknen eine Lösung von 1 Thl. Leim in 6 bis 10 Thln. Wasser'brauf giesst, nachdem dieselbe gallertartig geworden, das Papier auf-le gt, auspresst, trocknen lässt und endlich das Papier abzieht. DieLilberschicht bleibt daran haften.

Dieselbe Flüssigkeit soll auch zum Leitendmachen der Formen für'Le Galvanoplastik mit Yortheil benutzt werden.

Chaudron’s Argyrolithe Q ist ein dünner Silberüberzug aufMetallen, nicht von Silicium, Molybdän oder Wolfram, wie er fälsch-Lch angab.

Zur Unterscheidung von echter und unechter Versilberung werdenVerschiedene Methoden empfohlen. Der Strich auf dem Probierstein( s - d. Art. Abtreiben Bd.1,1, S. 52), Lösen desselben in einem Tropfen^ulpetersäure und Versetzen mit etwas Kochsalzlösung lässt bei einigerHebung auch schwache Versilberungen erkennen. In den österreichi-8e hen Steuerämtern 2 ) pflegt man mit einer frischen Lösung von^chwefelleber die Fläche zu betupfen und nach kurzer Zeit abzu-Wischen. Silber erhält einen schwarzen oder braunen Fleck. Queck-s flber verhält sich leider ähnlich, war aber Zinn oder Zink zur unechtenVersilberung benutzt, so. werden diese wenig verändert, jedenfalls'fleht schwarz.

Weit besser ist die Probe mit Salpetersäure in der chromsauresIfalis) gelöst worden ist, indem man auf gepulvertes saures chromsauresKali das gleiche Gewicht Salpetersäure von 1,2 bis 1,25 specif. GewichtStesst, mehre Stunden unter öfterem Umriihren stehen lässt und dannLe Lösung abgiesst. Hiermit bestreicht man die zu probirende Fläche"fld spült sogleich mit Wasser ab. Auf Silber bleibt ein intensiv-r other Fleck. Auf Neusilber färbt sich die Flüssigkeit braun, esLeibt aber kein rother Fleck. Auf Britan niametall entsteht einSchwarzer Fleck, Zink wird stark geätzt, spült sich aber ganz rein.Vuf p i atin zeigt sich keine Wirkung; auf Blei bildet sich Chrom-gelb, welches zum Theil als gelber Fleck haftet. Zinn wird stark^gegriffen, die Probeflüssigkeit bräunlich, Wasser schlägt darausSelbes Pulver nieder. Auf Wismuth entsteht ein gelber Beschlag,4 flf Antimon nicht. Quecksilber giebt einen rothbraunen Nieder-8 Chlag, der sich beim Uebergiessen mit Wasser wegspült und nicht mit’Lin Silberniederschlage verwechselt werden kann.

Stölzel 4 ) hat eine vortreffliche Methode angegeben, um vonVersilberten oder plattirten Gegenständen das Silber abzulösen. Wenn

, !) Balard, Compt. rend. 1855; Dingl. polyt. Journ. Bd. CXXXIX, S. 155. —

5 Dingl. polyt. Journ. Bd. CXLII, S. 449. — 3) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLIX,294; Bd. CLIV, S. 394; Bd. CL, S. 431. — i) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLIV,51.