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Versilbern.
H. Vogel 1 ) hat Poggendorff’s 2 ) und G. Rose’s 3 ) Angabe' 1 ,über die krystallinischen Ausscheidungen von Silber aus seinen Lös""'gen bestätigt und gezeigt, dass das schwarze Pulver, welches nebe»der Ablagerung als Spiegel bei der Glasversilberung sich bildet, selb»*krystallinisch ist und eine geringe Menge organischer Substanz ein"®'schlossen enthält, die man durch Lösungsmittel nicht ausziehen ka""’dass aber auch die Silberspiegel aus krystallinischen Ablagerungen b®'stehen, was er dadurch bewiesen glaubt, dass, wenn man den Spiegel'beleg durch Drücken zerreibt, an den entstehenden Rissen sich e" 1zackiger häufig durch Linien, welche sich in Winkeln von 90° und 120°scheiden, begrenzter Rand zeigt. Er meint ferner, die Silberspieg e lseien Ablagerungen, entstanden durch unmittelbare und vollständig 6Reduction des Oxydes zu Metall, was bei Vorhandensein von wen'!Ammoniak und Abwesenheit von Chlor am besten gelinge, währe" 1 !bei Gegenwart von viel Ammoniak und Chlor die Reduction erschwer*sei, erst nur Reduction zu Oxydul stattfinde, welches dann bei Gege"'wart von Ammoniak sich in auflösliches Oxyd und niederfallendes kör -niges Metallpulver zerlegt.
H. Müller 4 ) theilt mit, dass bei galvanischen Versilberung®"’um dieselben dem Anlaufen weniger unterworfen zu machen, nich*selten ein dünner Ueberzug von Palladium auf galvanischem Weg®gegeben werde.
Die sogenannten Autogene-Versilberung Girard’s 5 ), sowi 6Del ma’s 6 ) Versilberung des Gusseisens werden so ausgeführt, da» 5Ersterer die Gegenstände galvanisch versilbert, Letzterer das Eisen gal'vanisch verkupfert und entweder die ganzen Flächen oder nur die d" rReibung am meisten ausgesetzten Stellen mit 10 bis 15 Lagen vo"Blattsilber auf die im Art. Vergoldung näher beschriebene Weis®belegt.
Ueber Verbesserungen und Anwendungen des L ie big’schen 7 )Verfahrens bei der Herstellung von Silberspiegeln auf Glas, sowie übe fPetitjean’s Verfahren nach Levol 8 ) und eine Vereinfachung deS'selben nach Weber 9 ) und über die Benutzung von Gerbsäure zu de" 1 'selben Zweck nach Unger 10 ) sind Mittheilnngen gegeben. Cimeg 11 !wäscht die geputzte Glasplatte mit einer Lösung von 1 Thl. neutral® 11 'weinsauren Natron-Kali, versetzt Ammoniak so lange mit einer Lös""?von salpetersaurem Silber, bis ein bleibender brauner Niederschlag 211entstehen anfängt, fügt auf je 20 Grm. des Silbersalzes 14 Gr" 1,neutrales weinsaures Natron-Kali hinzu und verdünnt die Lösung bis 211600 Grm. Die I* lüssigkeit, zur Versilberung von 2 3 j i Quadratine* 61,ausreichend, beginnt nach etwa 2 Minuten trübe zu werden. Man b 6 ’giesst die in geneigter Stellung gehaltene Glasplatte vom oberen Ran'! 6aus sofort der Art, dass die Flüssigkeit gleichmässig herabrinnt, 1®?*
!) Monatsber. (1. Berl. Akatl. 1862, S. 289; Dingl. polyt. Journ. Bd. CLX^ 1,S. 123. — 2 ) Annal. der Phy 3 . v. Poggendorff, Bd. LXXV, S. 337. — 3) EbendaBd. LXXV, S. 340, auch Bd. CI, S. 321. — 4 ) Wagner's Jahresb. der chem. Tee*" 1 '1862, S. 149. — B ) Wagner’s Jahresb. der chem. Techn. 1858, S. 61. — «) Di»wpolyt. Journ. Bd. CXLIV, S. 464. — ^) Dingl. polvt. Journ, Bd. CLVII, S. 2®“'
— 8) Bullet.de la soc. d’encour. 1860, p. 257; Dingl. polyt. Journ. Bd. CLVII, S. 2°''
— 9 ) Verhandl. zur Bes. d. Gewerbefleisses in Preussen 1860, S. 62; Dingl. p ol ffJourn. Bd. CLVII, S. 78. — 10 ) Chemical News 1860 ; Dingl. polyt. Journ. Bd. ClA 'S. 78. — ") Lond. journ. of arts. 1861, p. 340; Dingl. polyt. Journ. Bd. CLXIS. 236.