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zu füllen und in dieses das mit dem Kupferpol verbundene Eisenblechzu tauchen (Varrentrapp).
So lange der Niederschlag dünn ist, sieht er spiegelblank undweiss aus, wenn man ihn dicker werden lässt, matt und grau. En 1gut gelungener Eisenüberzug hält bis zu 20000 Abdrücke aus, ehe 61erneuert werden muss, undliefert sehr gute Abdrücke. Dass die dünn 6Eisenschicht so lange der Operation des Abwischens der Farbe widet'steht, ist gewiss zum Theil ihrer Härte zuzusehreiben, es möchte aberauch nicht zu übersehen sein, dass Eisen mit gekochtem Leinöl b 6 'strichen gar nicht oxydirt, dagegen wenn man eine Kupferplatte m 1 *Leinöl überfährt, dann dasselbe abwischt, in der Asche des Papier 3 'welches zum Abwischen gedient hat, fast jedesmal Kupfer nachgewiesenwerden kann, weil mit gekochtem Leinöl bestrichenes Kupfer ausser*ordentlich rasch an der Luft oxydirt. Hierin ist auch wohl der GrunJzu suchen, weshalb sich von Stahlplatten oder verstählten Kupferplattenweit rascher die überschüssige Farbe abwischen, also schneller druckenlässt, aber auch weshalb man von neuen Kupferplatten weichere Ah'drücke als von Stahlplatten erzielt. Die Stahlplatte hatbisher die voll'endete Weichheit des Kupferstiches im Druck noch nicht erreichenlassen; die verstählten Kupferplatten stehen ebenfalls in dieser Rück'sicht den Originalplatten nach, was bei wirklichen Kunstwerken wohlzu bedenken ist. Fiir den Druck von Papiergeld oder sonst viel bü'lige Abdrücke erfordernden Platten ist die Verstählung unschätzbarund liefert rasch sehr scharfe saubere Abdrücke.
Man hat behauptet, die Härte des galvanisch niedergeschlagenenEisens rühre von einem Stickstoffgehalt 1 ) her (vergl. Eisen 2. AufhBd. II, 3, S. 562), und Krämer hat geltend gemacht, dass er aus ein efreinen Eisenchlorürlösung mittelst des galvanischen Stromes nur einenmatt grauen weichen Ueberzug erhalten habe. Aus einer Lösung vo 1 'Eisenvitriol mit mindestens dem vierfachen Gewicht neutralem wen 1 'sauren Natron-Kali und überschüssiger Kalilauge versetzt, erhält m« 0aber ebenfalls spröde spiegelblanke Eiser.iiberzüge von sehr grosse 1Schönheit (Varrentrapp) und Stammer 2 ) gewann aus reiner Eisen'vitriollösung Eisen in demselben Zustande. Es müsste daher die Härt 6des Eisenüberzuges wohl nur in der Anordnung der kleinsten Theil'chen zu suchen sein, wie denn galvanische Kupferniederschläge auchunter bestimmten Umständen sehr hart ausfallen, z. B. aus ganz neutr*'len Kupfervitriol lösungen, während nach Zusatz von etwas Schwefel'säure geschmeidiges Kupfer abgelagert wird. V-
Versteinern, Versteinerungen. Die sogenannt 611Versteinerungen oder Petrefacten stellen im Allgemeinen Minerals^'stanzen dar, an denen man thierische und pflanzliche Gestalten wahr'nimmt, und man unterscheidet wirkliche Versteinerungenden Abdrücken und Steinkernen, je nachdem die Vorgäuff 6stattgefunden haben, welche sich auch mit den Pseudomorphosengleichen lassen. Wenn nämlich thierische und pflanzliche Organis 11 ' 61 ’
!) Kramer Chem. Centralbl. 1861, S. 273; Polyt. Centralbl. 1861, S. |2<j’Dingl. polyt. Journ. Bd. CLX, S. 440. — Meidinger Neues Jahrb. f. Pharm. Bd. ’S. 96; Polyt. Centralbl. 1862, S. 618 (s. d. Art. Eisen 2. Aull. Bd. II, 3, S- ®
2 ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLXI, S. 303.