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Neunter Band.
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270
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270 Verzinnen.

Betreff der Legirung, welche mau statt des Zinnes benutzt, i * 3 *zu erwähnen, dass ein eisen- oder nickelhaltiges Zinn, 9 Thle. Zin®mit 1 Thl. Eisen oder 89 Thle. Zinn mit 5 Thln. Eisen und 6 Thl®-Nickel zusammengeschmolzen oder auf 1 Pfd. Zinn 2 Lth. Nickel 0’sehr glatte weisse und viel härtere Ueberzüge liefert, aber auch theurefist, dass Zusatz von Wismuth 2 ), um die Farbe zu erhöhen und denSchmelzpunkt zu erniedrigen, in jeder Hinsicht zu verwerfen ist. Da 3Hinzufügen von x / 4 Proc. Kupfer soll das Zinn bedeutend härter, 4 bi 95 Proc. Zink das Weissblech der Witterung besser widerstehend machen.Eine Legirung von 25 Proc. Zink, 30 Proc. Blei, 45 Proc. Zinn 3 ) sollein ebenso schönes Fabrikat wie reines .Zinn liefern. Ein gleiche 9rühmt man dem Versatz des Zinnes mit Blei nach, es werden nich*selten 3 Thle. Blei mit 5 Thln. Zinn, bisweilen auch gleiche Theil ebeider Metalle angewandt. Die Farbe des Fabrikates wird- dadurchwenig beeinträchtigt, und das Blech soll sich auf dem Dach besse®halten. Aber zum Gebrauch in der Küche ist der Bleigehalt bedenk'lieh. Nach Proust und Fischer soll sich zwar aus den Legirung® 11durch Essig kein Blei auflösen; Pleischl 4 ) fand aber, dass Essigvon 1,005 specif. Gewicht, selbst wenn die Legirung nur 3 Proc. Bl elenthält, sowohl bei gewöhnlicher Temperatur in 12 Stunden, wie bein 1Kochen in 1 / 2 Stunde Blei löst, freilich um so mehr, je reicher di eLegirung an Blei war.

Das Gusseisen bietet weit mehr Schwierigkeiten beim Verzinnetals das Schmiedeeisen und weisses Gusseisen verzinnt sich leichter al 3graues. Immerhin verbindet sich das Zinn schwieriger damit, wisch*man auf dem noch geschmolzenen Zinn, so geht es häufig ganz wegtkühlt man nicht rasch, so läuft es oft ganz ab, kühlt man mit Waas®®’ehe das Zinn erstarrt, so wird die Oberfläche nicht blank. In neuerer

Zeit 6 ) hat man jedoch gelernt, dadurch auf Gusseisen, gutes Holzkohlen*

eisen, ebenfalls sehr vollkommene Verzinnung zu erzeugen, dass ro 8 ®es mit Eisenoxyd umgeben glüht, und den Kohlenstoff wenigstens ober'fläclilich theilweiseverbrennt (s. Art. Eisen 2.Aufl. Bd. II, 3, S. 1050)*

Müller 6 ) verzinnt Eisendraht, indem er denselben blank gebeiz*durch einen gusseisernen Tiegel laufen lässt, der viel Zinn geschmolz e ®enthält und denselben nachher durch ein Zieheisen führt, das ihn vo®dem überschüssigen Zinn befreit, dann durch ein Rohr laufen lässt, lDin dem kaltes Wasser fliesst, endlich in mit Wasserdampf geheizte® 11Rohr trocknet.

Girard 7 ) hat ein Verfahren angegeben, um als schützende Deck efür das Zinnbad Chlorzink anwenden und den Talg ganz entbehre®zu können. Man setzt dem Chlorzink Salmiak zu, der erforderlich i 3 * 1um die Bildung eines Ueberschusses von Basis zu verhindern; die d®'durch entstehende zu starke Veränderung der Oberfläche der Geg e ®'stände vermindert man durch Zusatz von 10 Proc. Chlorkalium ode®Kochsalz. 4 bis 5 Proc. Zinnsalz verbessern noch diese Beize und d e ®Zusatz von sehr wenig Fett während des Gebrauches ist räthli®^'

!) Dingl. polyt. Journ. Bd. CIX, S. 314. — 2 ) Polyt. Centralbl. 1848, S.

— 8 ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLXIII, S. 518. — 4 ) Dingl. polyt. Journ. IM. tlN../

S. 200.— 6 ) Armengaud Genie ind. 1855, S. 223; Dingl. polyt. Journ. Bd. CXXX

S. 124 u. ebend. 1857 S. 151; Bd. CXLV, S. 120. — 6 ) Armengaud Genie lB

1856 p. 320; Dingl. polyt. Journ. Bd. CXLIII, S. 434. — 7 ) Dingl. polyt. J°“ r ’

Bd. CXXV, S. 194.