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274 Yetiver. — Viburnum.

in normaler Stellung ooP, das in diagonaler Stellung coPco, diequadratische Pyramide P mit dem Endkantenwinkel = 129° 29' undmit dem Seitenkantenwinkel =74° 14', die Basisfläche, beobachtetwerden, ausserdem finden sich noch andere quadratische Pyramiden*octogonale Pyramiden und octogonale Prismen. Die Krystalle sindvorherrschend prismatische, seltener pyramidale, sie sind auf- und ein'gewachsen, verwachsen, zu stengligen bis körnigen Aggregaten, die tu 3 * S.in das Dichte übergehen; er ist unvollkommen spaltbar parallel de®beiden Prismen ooPoo und coP, der Bruch ist muschlig, uneben bi 3splittrig. Er ist vorherrschend braun oder grün gefärbt, hell oderdunkel bis fast schwarz, auch gelb, selten blau; er ist glasartig glän'zend auf den Krystallflächen zuweilen sehr stark, auch wachsartig be*sonders auf den Bruchflächen, durchsichtig bis an den Kanten durch'scheinend, spröde, hat weissen Strich, die Härte = 6,0 bis 7,0 und d» 3speeif. Gewicht = 3,2 bis 3,5. Vor dem Löthrohre schmilzt der YesU'vian leicht und mit Aufschäumen zu einem gelblichgrünen bis braune®Glase, zeigt mit Borax oder Phosphorsalz geschmolzen Eisenreactio®und in letzterem ein Kieselskelett. In Salzsäure ist er nur unvollst®®”dig nach dem Schmelzen aber vollständig auflöslich, Kieselgallerte ab*scheidend. K.

Vetiver, Kus-Kus, Iwarancusawurzel, der Wurzel'stock einer indischen Grasart, wahrscheinlich von Anatherum muric a 'tum , vielleicht auch von verschiedenen anderen ähnlichen Arten Andf 0 'pogon Schoenanthus L. u. a. m. Diese Wurzel wird in Ostindien Zl1Decken, Matten, Schirmen u. s. w. verarbeitet; beim Befeuchten dies efGegenstände mit Wasser verbreiten sie den angenehmen Geruch de*Vetiverwurzel. Die Wurzel enthält zwei ätherische Oele, ein flüchtige 11 ® 9welches leichter als Wasser ist, und ein weniger flüchtiges von dichflüssiger Beschaffenheit (Cap); 100 Pfund guter Wurzeln geben et" r@7 / 8 Pfund ätherisches Oel, welches Aehnlichkeit mit dem Sandeholzöl hat.

Man verwendet des angenehmen Geruchs wegen die Yetiverwuf zetheils unmittelbar, oder man benutzt die alkoholische Tinctur oder end'lieh das ätherische Oel der Wurzel l ).

Das Oel von Anclropogan Schoenanthus Roxb. (nicht Ei n ^’kommt als Verbenaöl oder Lemon Grass-oil besonders von Ceylon in d eHandel; es riecht dem Citronöl sehr ähnlich und wird seines niederPreises wegen vielfach zu Parfümerien gebraucht. Fe-

Viburnum. v. OpulusL. Der Schneeballenstrauch, e *®zu den Gaprifoliaceae gehörende Pflanze. Kraemer 2 ) giebt an*_ 1der Rinde dieser Pflanze, welche früher als Cortex Sambuciofficinell war, neben Gerbstoff und anderen gewöhnlichen Bestandtheieinen eigenthümlichen Bitterstoff (er nennt ihn Viburnin) gefunden Ahaben und eine eigenthümliche flüchtige Säure, die er für verschie 8hielt von der in den Beeren enthaltenen Säure; Moro 8 ) hat aber sp®gezeigt, dass diese Säure wie die der Beeren Valeriansäure sei.

l) Archiv d. Pharm. [3.] Bd. XCVIII, S. 94; Annal. d. Chem. u- ^ ^C,

Bd. VII, S. 83. — 2 ) Archiv d. Pharm. Bd. XL, S. 2«5; Buchn. Repert. Bd- '

S. 442. — 3 ) Annah d. Chem. u. Pharm. Bd. LY, S. 330.