288 Vitex. — Vitriole.
Vit ex. V. agnus castus L. Der Samen dieses Strauches S0 J^neben einem eigentümlichen Bitterstoff dem Castin (s. 2. Aufl. Bd. Di2, S. 826) eine scharfe flüchtige Materie, viel freie Säure und fett®'Oel enthalten. Tn Griechenland sollen die frischen noch etwas unr® 1 "fen Beeren zum gährenden Most gesetzt den Wein berauschend® 1machen und sein Sauerwerden verhüten (Länderer 1 ).
Vitis. V. hederacea L. (Hedera quinquefolia Du Roi). V eBlätter dieser Pflanze zeichnen sich bekanntlich im Herbst durch dl®schön rothe Färbung aus; Wittstein 2 ) hat die grünen und roth e, JBlätter untersucht; er hält den rothen Farbstoff, welcher durch Alkoh®ausgezogen wird, für einen eigentümlichen Körper, den er Ciss°'tannsäure nennt (s. 2. Aufl. Bd. II, 3, S. 77). 100 Thle. fri?®h®
Blätter gaben 1,56 Proc. Asche, welche in 100 Thln. enthielt: 23»Kali, 12,0 Natron, 20,2 Kalk, 8,0 Magnesia, 0,1 Thonerde, 0,6 Eis® 11 ’oxyd, 3,1 Schwefelsäure, 15,1 Phosphorsäure, 5,0 Kieselerde, 10,01t 0 * 1 'lensäure, 1,8 Chlor.
Die Beeren von Vitis hederacea L. sollen nach Riegel 3 ) H afZ ‘Zucker, Gummi, rothen Farbstoff, Aepfelsäure, Weinsäure und Citr 011 'säure enthalten.
Vitrino pal, Vitrit, das dem Pechstein verwandte Mutt® 1 '"gestein der böhmischen Pyrope, welches, nach Wert heim 4 ), 83,Kieselsäure, 3,58 Eisenoxyd, 7,57 Kalk, 0,67 Magnesia, 11,46 Wass® renthält und hiernach dem Opal näher zu stehen scheint, wenn nicht £®rade die Zersetzung der Pechsteine zu dieser opalartigen Bildung na®Auslaugung der basischen Bestandteile führt. K-
Vitriol, Admonter, syn. Salzburger Vitri°^‘Vitriol, ßayreuther, syn. Salzburger Vitri 0 *
(s. d. Art.).
Vitriol, blauer, grüner, weisser, s. Vitriole-
Vitriol, rother, syn. Botryogen ( s . 2. Aufl. Bd. H- ^S. 332).
\ itriol, Salzburger. Ein Gemenge von Eisenvitriol ***!Kupfervitriol (s. schwefelsaures Kupferoxyd-Eisenoxydul, ® 'VII, S. 545). Solcher Vitriol kommt jetzt selten vor, indem die bei**®^Bestandteile für jeden Gebrauch in den passenden Verhältnissen o emengt werden.
Vitrioläther, syn. Aether, weilaus Alkohol mit Hüll® ' /0<>Vitriolöl dargestellt.
Vitriolbleierz, syn.Bleivitriol, das natürliche sch* 6felsaure Blei (s. 2. Aufl. Bd. II, 2, S. 82.)
Vitriole wurden früher die krystallisirbaren meistens wa sS<?f
1) Buchn. Repert. Bd. L1V, S. 90; Bd. LXXXI, S. 229: Buchn. N. Re ^t.Bd. III, S. 392. — 2 ) Buchn. Repert. Bd. XCVI, S. 318; Vierteljahresschrift f- P 1Pharm. Bd.II, S. 161. — 3 ) Archiv d. Pharm. [2.J Bd. LV, S. 153. — )meisberg, Repert. d. ch. Th. d. Min., S. 107.