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Neunter Band.
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o02 Vorlagen. — Vosgit.

gleichen beim Glühen in der Platinzange, wird durchscheinend, g rairlieh und mürbe, schmilzt aber nicht. Mit Borax giebt er ein klar« 8durchsichtiges Glas, welches heiss schwache Eisenfärbung zeigt, k®}*farblos wird, desgleichen mit Phosphorsalz, ein Kieselskelett ausscb® 1 'dend. Kleine Stückchen werden von Salzsäure nicht zersetzt, nur <h®Farbe wird ausgezogen, das feine Pulver aber wird nach länge refZeit durch concentrirte Salzsäure vollständig aufgelöst, Kieselgall® 1 ’ 1 ’®abscheidend, desgleichen durch concentrirte Schwefelsäure. K-

Vorlagen nennt man die Gefässe, welche bei Destillation® 9zum Auffangen des Destillats bestimmt sind. Die Vorlage wird zu 91Theil unmittelbar an die Retorte angefügt und dient dann zugleichKühlapparat; hier benutzt man dann meist Kolben mit runden Böd® 9 ’die als Vorlagen bezeichnet sind, tubulirt oder untubulirt (s. Des tili 9 ”tion S. 401 Fig. 14 und S. 402 Fig. 15). Werden die Dämpfedem Destillirgefäss durch einen Kühlapparat geleitet, so dient dieV° r ”läge die aus dem Kühlrohre verdichtet abiliessende Flüssigkeit auf* 9 'fangen; hier kann dann jedes passende Gefäss von Glas, Metall od® rHolz als Vorlage oder Recipient dienen. Bei der Destillation von äthe rl ”sehen Oelen, die leichter als Wasser sind, werden sogenannte Flor® 9tiner Vorlagen oder Florentiner Flaschen (s. Bd. HI, S. l 9 ^'zum Aufsammeln des Destillats benutzt.

Vorstoss, Allonge, nennt man birnenförmige oder einf® 9konische Glasröhren, welche zwischen Retorte und Vorlage odersehen Retorte und Kühlapparat in der Art angebracht sind, dass d® 1 ^Retortenhals im weitern Ende des Vorstosses steckt, währenddünnere Ende des Vorstosses in die Vorlage oder die Kühlröhre p a9ä(s. unter Destillation 2. Aufl. Bd. II, 3, S. 402 Fig. 15). Der Vorstoßsoll entweder die Retorte verlängern, z. B. wenn deren Hals zu k 9rZist, um das Abkühlen zu befördern, oder man wendet ihn an, vT® 9 ”der Retortenhals zu weit ist, so dass er nicht in die Vorlage oder d 9 ’Kühlrohr hineingeht. Besonders bei fractionirten Destillationen dürtdie Wände des Vorstosses nicht so stark ausgebaucht sein, dass hiFlüssigkeit stehen bleibt. Fe.

V orwärmer nennt man besonders solche Apparate, die d aZ _dienen, mittelst abgehender Wärme Flüssigkeiten ehe sie in den R eli!apparat kommen schon bis zu einem gewissen Grad zu erhitzen, un>z. B. bei Destillationen bei Dampfkesseln u. s. w. immer schon erhn zFlüssigkeiten einfliessen lassen zu können, so dass dann die Operationregelmässiger fortgehen können. Die Einrichtungen für solchewärmer lassen sich natürlich sehr verschieden treffen (s. Spirit 93fabrikation Bd. VIII, S. 142 Fig. 13 u. S. 144 Fig. 14). F e ’

Vosgit nannte A. Delessse J ) den Feldspath, welcher in d®' 9Porphyr von Ternuay in den Vogesen und der Umgegend vorkom 111und rechnete auch 2) den Feldspath des Kugeldiorit von Korsika daz 9 'C. Ramm el s b er g 3 ) dagegen hält den Vosgit für Labradorit, we ^ C j- 0durch Einwirkung des Wassers etwas verändert ist, weshalb auch 1Zusammensetzung nicht übereinstimmend gefunden wurde. A

!) Aunal. des min. T. XII, p. 287. — 2 ) Annal. de chim. et de phys.p. 435. — «) Journ. f. prakt. Cliem. Bd. XLV, S. 229.

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