312 Wachs, amerikanisches. — Wachs, chinesisches.
Syringawachs (s. Bd. VI, S. 167 und Bd. VIII, S. 453).
Thujawachs (s. Bd. VI, S. 163 undThuja Bd.VIII, S. 821’
Vogelbeerwachs (s. Bd VI, S. 167).
Weizenstärk mehl wachs s. unter Ce rainsäure 2. Aun-Bd. II, 2, S. 885.
Zuckerrohr wachs, syn. C e r o s i n (s. 2. Aufl. Bd. II, 2, S. 908)'2 . T h i e r w a c h s.
Hierher gehört zuerst das Prototyp des Wachses:
Das gewöhnliche Wachs oder Bienen wachs (s.Bd.IX,S. 31<0'
Andaquieswachs aus Südamerika (s. 2. Aufl. Bd. I, S. 992)-
Chinesisches Wachs, wenn es ein Thierproduct ist (s. S. 312)'
Wallrath (s. d. Art.) schliesst sich seinem ganzen Verhalte 11nach den Wachsarten an, und lässt sich mit Recht hierherzählen.
Wachs, amerikanisch es, s.japanisch es Wachs-
Wachs, brasilianisches, syn. Carnaubawachs (s.d.)
Wachs, chinesisches 1 ), Pela, auch als weisses I“'sectenwachs, vegetabilisches Spermaceti bezeichnet. Diese 3aus China kommende Wachs ward lange als ein Pflänzenwachs ang e 'sehen von Uhus succedanea stammend; Brodie hält es nach Staun'ton ( Embassy to China) für ein Secretionsproduct eines Insects; nacj 1St. Julien ist dieses Coceus ceriferus , welches auf Bhus succedanea, L 1 'gustrum lucidum und Ilihiscus syriacus lebt. Nach Lockart und West'word soll der Stich einer Coccus sinensis durch Verletzung der Rind®(nach Fortune von einer Fraxinusart) das Ausfliessen des wachsh»l'tenden Saftes bewirken; Macgowan giebt an, dass es durch de®Stich des Insectes aus Ligustrum lucidum fliesse 2 ). Das rohe Wach“umgiebt die Zweige mit einer etwa 1 Linie dicken weissen weichenHülle; es wird durch Kochen mit Wasser geschmolzen und von denPflanzentheilen getrennt.
Das chinesische Wachs ist zuerst von L e wy genauer dann von Br®'die untersucht. Nach Letzterem ist es fast reines cerotinsaures Cer°'tyloxyd C 54 H 5 5 0 . C 54 H 53 O 3 = C 108 H ] 08 O 4 , und enthält nur gering®Spuren fettiger Substanzen. Lewy hatte ihm die Formel C 36 ff 3 6gegeben. Das chinesische Wachs ist eine glänzende weisse krystalh'nische Masse, dem Wallrath ähnlich, ist aber spröder und hat ein®mehr faserige Textur; es schmilzt bei 82°C., nach Duffy schmilzt eSbei 81° C. und erstarrt bei 80,5° C. Durch Umkrystallisiren aus Alk®’hol mit Zusatz von etwas leichtem Steinkohlentheeröl wird es gere 1 'nigt, die krystallinische Masse wird mit Aether abgewaschen, dannmit Wasser ausgekocht und zuletzt aus kochendem absoluten Alkohol
umkrystallisirt.
Das Wachs wird durch trockene Destillation zersetzt, das Destil-lat enthält Cerotinsäure und Ceroten. Durch Kochen mit Kalilang®wird das chinesische Wachs nur wenig verändert; durch Schmelz® 11mit Kalihydsat wird es leicht verseift; es bildet sich Cerotin oder C e 'rylalkohol Cs 4 H 56 O 2 neben cerotinsaurem Alkali (Brodie). B ® in1
*) Uneigentlich wird zuweilen auch wohl das chinesische Talg (s. BdA 1 ^S. 312) als chinesisches Wachs bezeichnet. — 2 ) S. Hanbury, Pharm. Jonrn- sDTransact. 1853 July, p. 476; Buchn. N. Repert. Bd. III, S. 289; Bd. IX, S. 73-