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Wanne.
77. Schmelzen. Denkt man sich die Masse 1 zusammengesetztaus m flüssigem Körper, und 1 — m desselben Körpers in festem Zu-stande, beide bei der Temperatur des Schmelzens, ist w das Volk 10der Masse 1 des Körpers im flüssigen Zustande und wq im festen,so ist das Volum des Gemenges v = mw —(1 — m) w i ^m(w — Wi) -|- w, und also dv = (w — w,) d m. Dies giebt in di 0Gleichung (22) substituirt, da hier S und 0 von v nicht abhängeu:
d- 5
U — U 0 = — (a -f Ö) 2
a —)- 0
~r<r~
(w — «q) m,
als die Wärmemenge, welche zum Schmelzen der Masse m des feste 11Körpers nothwendig ist.
Ist L die latente Wärme des hier betrachteten flüssigen Korpe 05 'und steht dieser unter dem Drucke p = — S, so ist L die von ausse 11bei dieser Schmelzung für die Masseneinheit zugefiossene Wärme, undU — U 0 ist daher gleich L m mehr der auf den Körper verwendete"äusseren Arbeit; diese ist — p (w ■— w{) m. Man hat daher staBder obigen Formel
P
L — p (w — wj = -)- (a -(- 0) 2d p
0
d0
(w — u’i )
woraus
(« + ö) -Jq — p (w — wj),
(« + 0) Io ~ w) ’
oder wenn man L in den gewöhnlich gebrauchten Wärmeeinheit 00ausdrüeken will, und A das Wärmeäquivalent der Einheit der Arbeit i s ^
A (« + 6») O — m)
d p
dO
(•23)
Man sieht, die latente Wärme hängt davon ab, wie der Druck sichmit der Temperatur ändert, unter welchem ein solches Gemenge a ° äfestem und flüssigem Körper bestehen kann,* oder mit anderen Wor te °von der Aenderung der Temperatur des Schmelzpunktes dOi wenn 0lC °der Druck um dp ändert.
Die Vergleichung und Uebereinstimmung dieser Formel mit & etErfahrung s. Art. Schmelzpunkt Bd. VII, S. 363.
78. Verdampfen. Dieselbe Betrachtung, wie sie oben fürSchmelzen angestellt wurde, gilt auch für da3 Verdampfen, und 10811hat also auch die latente Wärme des Dampfes
L = A (a -f 0) (w — «ü) .
wo w das Volum der Masse 1 des Dampfes, w 1 das Volum dersclb e0Masse des verdampfenden Körpers ist; p der Druck und 0 die Temp eratur, bei welchen die Verdampfung eintritt. Diese Formel hat Cl a0sius benutzt um zu untersuchen, wie weit die Wasserdämpfe im M»**mum ihrer Dichte dasMariotte-Gay-Lussac’sche Gesetz befolg 00 >
Multiplicirt man nämlich mit --- : — : —, so erhält man
(« 4 - Oy 2
dp'
Jo
0 Bogg. Annal. Bd. 1.XX1X, S. 609.