388 Wärme, specifische fester u. tropfbar-flüssiger Körper-
z. B. der bei dem Verbrennen eines gewissen Gewichtes Weingeist ft' elwerdenden, kann man gleiche Gewichte verschiedener Substanzen un-gleich stark erwärmen. Die Wärmemenge z. B., welche die Tempera'tur eines gewissen Gewichtes Wasser am 1 0 sich erhöhen lässt, Steiger*die Temperatur eines gleichen Gewichtes Quecksilber um 30°; oder:die Wärmemenge, mit welcher man ein gewisses Gewicht Wasser « m1° erwärmen kann, reicht hin, um das SOfache Gewicht Quecksilberum 1° zu erwärmen. Verschiedene Körper brauchen also, damit gleichgrosse Gewichte von ihnen eine gleich grosse Temperaturerhöhungerfahren, ungleich grosse Wärmemengen; man bezeichnet dieseWärme-mengen als specifische Wärmen. Die specifische Wärme des Was-sers wird = 1 gesetzt; die Zahl, welche als die specifische Wärm eeines andern Körpers' gilt, drückt also aus, wieviel mal mehr oder ' ve 'niger Warme, als behufs der Erwärmung von 1 Gewichtstheil Wasserum 1° nöthig ist, 1 Gewichtstheil jenes Körpers zum Zweck der Et'wärmung um 1° braucht. — Die Zahlen für die specifischen Wärme 11beziehen sich auf gleiche Gewichtsmengen der verschiedenen Körper >Wärm e capacität nennt man allgemein die Wärmemenge, welcheirgend einem gewissen Gewicht eines gerade in Betrachtung stehendenKörpers zugeführt werden muss, damit sich seine Temperatur um 1erhöhe, die für die Erwärmung von 1 Gewichtstheil Wasser um *nöthige Wärmemenge wiederum = 1 gesetzt. Relative Wärme 11der Körper nennt man wohl auch die Wärmemengen, welche gleiche
Magazine [3.] Vol. XXXVI, p. 511, im Auszug auch Annal. d. Chem. u.
Bd. LXXVI, S. 160; ferner Chemical Society Quarterlv Journal Vol. I, p- *
27, auch Poggend. Annal. Bd. LXXV, S. 335 u. 501. — Favre und Silberm»"Annal. de chim. et phys. [3.] T. XXXVII, p. 461, die Resultate auch Ann»bChem. u. Pharm. Bd.LXXXVIII, S. 163. — H.Kopp, Poggend. Annal. Bd.
S. 89,-die Resultate auch Annal. d. Chem. u. Pharm, Bd. LXVIII, S. 177.
son, Annal. de chim. et phys. [3.] T. XXI, p. 318, 323., 331, T. XXIV, p* _
T. XXVII, p. 264, T. XXX, p. 437. — AUuard, Annal. de chim. et Efo.[3.] T. LVII, p. 438. — Schnidaritsch, Wiener Acad.-Berichte Bd. XXX
k* 39. ^ ^ fbiV'
Ueber die Beziehungen zwischen der specifischen Wäfme starrer und trop 1 * *flüssiger Körper und dem Atomgewicht oder der Zusammensetzung: Dulong ^Petit, Annal. de chim. et de phys. [2.] T. X, p, 395. — Neumann,
Annal. Bd. XXIII, S. 1. — Avogadro, Annal. de chim. et de phys. [2.] V. B ^p. 80- — Hermann, Nouveaux Memoires de la Societe desNaturalistes de M° s jjT. III, p. 137. — Regnanlt, in den S. 387 angeführten Abhandlungen, namen ^Annal. de chim. et de phys. [2.] T. LXXIII, p. Ö (auch Poggend. Annal.
S. 44 u. 213), Annal. de chim. et de phys. [3.] T. 1, p. 129 (auchAnnal. Bd. LIII, S. 60 u. 243) und Relation .... T. II, p. 289. — A.ufl*
Poggend. Annal. Bd. LII, S. 269. — L. Gmelin, Handbuch d. Chem., 4 S. * * * * *
Bd. I, S. 217ff. — Woestyn, Annal. de chim. et phys. [3.] T. XXIII» P*
auch Poggend. Annal. Bd. LXXVI, S. 129, im Auszug auch Annal. d. Ch® 10 ’ ^Pharm. Bd. LXVTII, S, 175. — Garnier, Compt. rend. T. XXXV, p* 2*8* rj\Auszug Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. LXXXIV, S. 129; ferner Compt. reI ? ^ T.XXXVII, p. 130. — Bancalari, Archives des Sciences physiques et nature .
XXII, p. 81. — Cannizzaro, II nuovo Cimento T. VII, p. 321. —■ Berth e jp
Annal. de chim. et de phys. [ 3 .] T. XLVIII, p. 340. — Mendelejew,de la classe phys.-math. de RAcademie de Saint-Petersbourg T. XVII,
H. Kopp, Theoretische Chemie und Beziehungen zwischen chemischen und P *- rIfl .lischen Eigenschaften (Braunschweig, 1863) S. 225; ferner Annal. d. Chem. u *
Bd. CXXVI, S. 362. _ , ' . ec ifi-
Eine eingehendere historische Darlegung der Untersuchungen über die ^sehe Wärme der starren und der tropfbar-flüssigen Körper wird in H.Abhandlung über diesen Gegenstand im III. Supplementband der Annalenu. Pharm, gegeben.