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396 Wärme, speeifische fester u. tropfbar-flüssiger Körper-

Gegen den Schmelzpunkt und allgemein gegen solche Temperatu-ren hin, bei welchen die Umwandlung einer Modification eines Kör-pers in eine andere stattfiudet, können die verschiedenen Modificationcodesselben Körpers erheblich ungleiche speeifische Wärmen ergeben-Aber es ist auch hier schwierig zu entscheiden, welchen Antheihieran der Umstand hat, dass durch das Erwärmen Einer Modificationzum Zweck der Bestimmung der specifischen Wärme ihre Umwandlungin eine andere unter Freiwerden von Wärme (ygl. bei Wärmewi*"kungen bei chemisc hen Vorgängen) eingeleitet werden und dies eUmwandlung sich noch in dem Wasser des Calorimeters bis zu einen 1gewissenBetrage fortsetzen kann, der die für die specifischeWärme sichergebende Zahl zu hoch ausfallen lässt.

Nach dem Schmelzen erstarrt der Schwefel zu einer aus monokl*'nometrischen Krystallen bestehenden, gewöhnlich und in wechselndeMenge auch amorphen Schwefel enthaltenden Masse. Der amorph eSchwefel geht gegen 100°C. hin rascher, bei gewöhnlicher Temperaturlangsamer, der monoklinometrische bei gewöhnlicher Temperatur all'mälig in rhombisch-krystallisirten (solcher ist auch der natürlich kr Tstallisirt vorkommende) Schwefel über. Die Umwandlung des amor-phen und des monoklinometrischen Schwefels in rhombischen ist roOeinem Freiwerden von Wärme begleitet. Regnault fand für Sch« re 'fei, welcher geschmolzen und in Stangen gegossen war und bald naej*dieser Darstellung untersucht wurde, dass in dem Wasser des Calor*'meters, in welches der auf 98°C. erhitzte Schwefel gebracht wurde, da sMaximum der Temperatur nur äusserst langsam eintrat; diese V®*”suche ergaben für die speeifische Wärme des Schwefels zwischen 98° e-und mittlerer Temperatur die Zahl 0,2026. Spätere Versuche ergäbe* 1ihm die speeifische Wärme innerhalb derselben Temperaturgrenzen f** rnatürlichen krystallisirten Schwefel = 0,1776, für jenen früher unter-suchten, nun zwei Jahre aufbewahrten = 0,1764, für vor zwei Mo** 8 ”ten geschmolzenen = 0,1803, für frisch geschmolzenen = 0,1844.

Die specifischeWärme des krystallinischen Selens fandRegna 8zwischen 98° und 20°C. = 0,0762, die des amorphen (welches siegegen 100° rasch unter beträchtlicher Wärmeentwickelung zu kryst 8linischem umwandelt) zwischen 87° und 19°C. = 0,1036, zwischenund 18°C. = 0,1026. Aber bei niedrigeren Temperaturen ist dt®specifischeWärme des amorphen Selens der des krystallinischen gl e * c Üdie des amorphen wurde bei — 27° bis -j- 8°C. = 0,0746, bei —^„bis -f- 7°C. = 0,0748, die des krystallinischen bei —20° bis -(--= 0,0732, bei — 16° bis -f 7°C. = 0,0757 gefunden. , ä

i»y Die speeifische Wärme des rothen (s. g. amorphen) Phosph 0 ’“fand Regnault zwischen 98° und 15° C. = 0,1698, die des g e K’® 0zwischen -j- 30° und 10°C. = 0,1887, zwischen — 78° und *= 0,1740 (Person zwischen — 21<* und -(- 7°C. = 0,1788). . ß

Glasige (amorphe) und undurchsichtige (krystallinische) :irf r en '® eSäure ergaben bei Regnault’s Bestimmungen der specifischen War*^zwischen 97° und 13°C. keine Verschiedenheit. Doch wandelte ®*die glasige arsenige Säure während der Zeit, wo sie auf 97° er 1wurde, grossentheils zu undurchsichtiger um. p

Für das krystallisirte phosphorsaure Natron 2 NaO, HO -24HO, welches bei 36,4°C. schmilzt, fand Person die specit* 9Wärme zwischen — 21° und 2° C. = 0,408. Das geschmo *