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Neunter Band.
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Wärme, strahlende.

Die hier berechneten Werthe von c sind aus Ci und — bestimmt

o

wobei der Rechnung die Werthe — von Mass'on zu Grunde geleg 4

c

wurden, wo solche vorhanden waren.

Die mechanische Wärmetheorie lehrt, dass die Differenz der sj> 6 'cifischen Wärmen bezogen auf die Volumeinheit für alle Gase, so wehdiese das Mariotte-Gay-Lussac’sehe Gesetz befolgen, gleich groS»sein müsse. Diese Zahlen der letzten Spalte zeigen, dass hier jeden-falls nur sehr kleine Unterschiede Vorkommen, wenn diese nicht g« DZden Beobachtungsfehlern zukommen.

Die specifischen Wärmen der einfachen Gase scheinen für gleicheVolume gleich gross zu sein, wie sowohl die Spalte für sc als die f* irs Ci zeigt; doch zeigt sich schon bei Chlor und Brom eine merklich 6•Abweichung. Bei einigen der zusammengesetzten Gase scheint <B especifische Wärme gleich der Summe der specifischen Wärmen der Be-standteile zu sein.

So erhält man für Wasserdampf die specifische Wärme bei co«'stantem Volum und 2 Vol. Sauerstoff = 2 Vol. Wasserdampf: 0,17t 1-f- (2.0,1674) 0,3348 = 0,5059; oder für 1 Vol. 0,2530 (gefunden0,2322).

Bei einigen Gasen stimmt aber diese von Clausius und späte 4von Buff aufgestellte Regel auch nicht entfernt, 1 während man im All-gemeinen wohl ein beiläufiges Zutreffen zugeben muss »). lls-

Warme, strahlende. Mariotte zeigte 1682, dass dieStrahlen eines Feuers in einem Hohlspiegel gesammelt, auf die in 1Focus befindliche Hand brennend einwirken; dass aber eine dazwischengehaltene Glasplatte diese Wirkung aufhob; bei den Sonnenstrahlentrat diese auf hebende Wirkung der Glasplatte nicht ein. Lambe 4setzte mit Hülfe zweier Brennspiegel leicht entzündliche Körper, welch ein dem Brennpunkte des einen Brennspiegels sich'befanden, durch e» 11Kohlfeuer im Focus des anderen Brennspiegels auf 24Fuss Entfern« 0 »und mehr in Brand. Dieser Versuch, später vielfach wieder!»® 1ist besonders durch Pictet allgemeiner bekannt geworden. Schee* egebrauchte zuerst den Namen „strahlende Wärme“ und zeig 46 ’dass die Wärmestrahlen nicht durch Bewegung der Luft abgeleiAwerden, durch starke Bewegung der Luft nicht an Intensität verlier en jund die Luft selbst nicht erwärmen, dass eine Glasscheibe die Wärm 6strahlen, nicht aber die Lichtstrahlen auf halte; die Lichtstrahlen l» eso fsich hinter dem Glase mit einer Linse concentriren 2 ). An diese Be°tungen reihten sich die von Rumford, Leslie, Herschel, Pre?o s ^delaRoche Rit c hie und Be rar d, welche wir hier übergehen, um zuviel feineren Beobachtungsmethode vonMelloni zu kommen, dere« SI< j_alle späteren Beobachter bedienten. Die ersten Versuche stellte 111loni in Verbindung mit Nobili mit dem von dem Letzteren conä 44 «^ten Thermomultiplicator an 3 ); diese gemeinschaftlichen Vers« 6setzte Melloni alleinvom Jahre 1833 au fort. Der von ihm

peu et .

») Liebig’s Annal. Bd. CXVIII, S. 106 u.^m.”— 1 2 )'J Versuche! Uhe»und Luft. Deutsch von Leonhardi 1782. — 3 ) Annal. de chim. et de p j ^ jeT. XLVIII, p. 198; Pogg. Annal. Bd. XXVII, S. 439. —j, *) Annal. de chim.phys. [2.] T. LIII, p. 5; Pogg. Annal. Bd.jXXXV, S. 112.