Wärme, strahlende. 433
Schneller; man hat hier von Millimeter zu Millimeter folgende Absorp-
«onsmengen:
glühendes Platin 44,18 16,89 10,51 6.53 5,20 4,86 4,64 3,89heisses Kupfer 89,28 50,00 42,43 29,13 25,74 10,00 5,18 11,52
Obwohl diese Zahlen, namentlich die der letzten Reihe keine Re-gelmässigkeit mehr zeigen, geht doch aus ihnen hervor, dass die Strah-der dunkeln Wärmequelle schon von dem ersten Millimeter derlasschicht beinahe alle absorbirt werden, und dass dann aber dasesorptionsverhältniss auch in den tieferen Schichten des Glases immer®°ch ein sehr viel grösseres bleibe als bei derselben Schicht und d,enr ahlen des glühenden Platins oder gar der Flamme.
Aehnliche Verhältnisse wie beim Glase zeigten sich bei PlattenBergkrystall, Rauehtopas und Schichten von gereinigtem Rübölevon Wasser, wobei aber bei den beiden Flüssigkeiten nur die leuchtendenarmequellen angewendet wurden, da die dunkeln Strahlen des Kupfersbst bei sehr geringer Dicke der Schicht nicht mehr hindurchgingen,kj Besonders auffallend verhält sich Alaun; eine 2,6 mm dicke ganzt 'vj? Blatte liess von 100 auf sie fallenden Wärmestrahlen der Loca-®ur 1 8C ^ en Bampe nur 9 , von den Strahlen des glühenden Platins^ Un d von denen des heissen Kupfers von 400° C. und des Eisensr ‘ 1000 C. gar keine Strahlen durch, während diese Zahlen z. B. fürne gleich dicke Bergkrystallplatte waren 38, 28, 6, 0.
( j (| Alle diese Erscheinungen finden ihre Analogie in dem Verhalten(jg^'bsichtiger gefärbter Platten gegen die Lichtstrahlen von verschie-j ft( j 8 e färbten Flammen. Eine farblose Platte lässt die LichtstrahlenUn 6r < ^ eser Flammen und zwar bei ziemlich grossen Dicken beinaheVef^cht durch; so verhält sich Steinsalz gegen die Strahlen derW e j s .edenen Wärmequellen. Eine rothe Glasplatte lässt von einerwenn sie sehr dünn ist, beinahe alles Licht durch;
j e Flamme
di e lc ^ er sie wird, desto mehr werden alle Strahlen absorbirt und nurd aa ^hen Strahlen des weissen Lichtes gehen auf grosse Tiefen durch^th p aS ^ urc ^‘ Für eine anders gefärbte Flamme kann dagegen das
]j 0 ^ as fast undurchsichtig sein, wie z. B. Glas von den Strahlen der
k bäte]"
da E
11* u '
e Hi’schen Lampe bei 8 mm Dicke noch über die Hälfte durch-
toth es von denen des heissen Kupfers nur noch 1 Procent. Ein
8tr a }q . aS einen grossen Theil der auf dasselbe fallenden Liclif-
^ a üti aUS "’ durch dasselbe gegangenen Lichtstrahlen werden aberkle D urc l 1 ein zweites rothes Glas derselben Art in ziemlich grosserohg^? durchgehen. Analoges hierzu bei den Wärmestrahlen wurdevon jyj 6 rac htet; noc ^ auffälliger zeigen dies aber folgende Versuchetjo Ca( . e ,:.° ; n i* Er liess durch verschiedene Platten die Strahlen dere hie a f 1 s °l le n Lampe gehen und brachte dann hinter diese Platten
-., uet i aus der vorher und jetzt beobachteten Ablenkung be-
r a hlen 'T ^ ann ’ w ie viel von 100 durch die erste Platte gegangeneny Urc ^ die Alaunplatte gingen. Dabei erhielt er unter anderenf^ c ] ■ ja 51en für die durch die Alaunplatte gegangenen Strahlen:i Eypg^^q^ ’ Steinsalz 9; Kalkspath 22; Bergkrystall 25; SpiegelglasBier ' ’ We ^ n8a ures Kali-Natron 80; Citronsäure 85; Alaun 90.p°für Mell ^ ann man von einer Wärmefarbe der Körper reden,vps, das °- 1 * ^ 6n Ausdruck Dinthermansie gebraucht. DerWeinsa ure Kali -Natron, die Citronensäure lassen Wärme-
1 '' 5r <erbucii
tIcr Chemie. IUI. IX.
28