Wärmewirkungen bei chemischen Vorgängen. 483
^ Bei der gegenseitigen Zersetzung zweier Salze nach doppelterWahlverwandtschaft tritt keine Wärmewirkung ein (oder richtiger:c °®pensiren sich die den stattfindenden Zersetzungen und Verbindun-j= e n entsprechenden Wärmewirkungen), wenn Alles gelöst bleibt; mana t dieses Verhalten als Thermoneutralität bezeichnet x ). Schei-sich aber dabei ein Salz im starren Zustande aus, so tritt eine, e naperaturerhöhung ein, die im Allgemeinen bei solchen Salzen, welche
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mit Krystallwasser verbunden ausscheiden, bedeutender ist, als beirie n, die sich wasserfrei niederschlagen 2 ).
Wird Alkohol mit Wasser oder der wässerigen Lösung eines Sal-pV das auch in Alkohol löslich ist, gemischt, so tritt nur schwache(; V v ärroung ein, aber beträchtliche, wenn auf Zusatz des Alkohols sichSiT ( z ‘ schwefelsaures Kupferoxyd) aus seiner wässerigen Lö-n 8 im starren Zustande abscheidet.
Y In der Regel findet bei der Bildung von Verbindungen nach festen
Y naltnissen Entwickelung von Wärme, bei der Zersetzung solcher^® r bindungen Bindung von Wärme statt. Aber es giebt einige Fälle,
merkwürdiger Weise gerade das Gegentheil statthat.v darauf, dass Zersetzungen in einzelnen Fällen von FreiwerdenBe v^ärme begleitet sein können, wiesen schon einige länger bekanntedes J^htungen hin. Thenard beobachtete, dass bei der ZersetzungIj -^Was.serstoffsnperoxydes zu Wasser und Sauerstoff Wärme frei wird;hej ere i ner , dass das mitBraunstein gemengte chlorsaure Kali schonhn,j 8CllWachem Erhitzen sich zu Sauerstoff' und Chlorkalium zersetztOjjj, Zw ' a >’ unter Wärmeentwickelung, welche die Masse zu schwachemSein 611 bringt; Rammeisberg, dass das bromsaure Kali bei allmäli-Erhitzen mit eintretender Sauerstoffgasentwickelung an einer(J a 6 at dängt, ein dunkles Glühen zu zeigen, welches sich unter rascher8a ch n ^’mkelung durch die ganze Masse fortpflanzt; letztere That-Weisen darauf hin, dass bei der Zersetzung der Chlor- undsaure Wärmeentwickelung, nicht Wärroebindung eintritt.ass bei der Zersetzung des Stickoxyduls nicht Wärme gebundenhae^ 6111 f rex wird, haben Favre und Silber mann 3 ) zunächst indirect®iti e ^ eAVxesen - Vereinigt sich ein Bestandtheil einer Verbindung mit• an< ^ eren Körper, so wird in der Regel weniger Wärme frei, als*ü 8 J e »er Bestandtheil im freien Zustand mit dem letzteren Körperen gebraclit und die Verbindung eingeleitet worden wäre; soli - t -—
e . re unungskammer des Wassercalorimeters (vgl. S. 450 f.) Kohle verbrannt,• , r 4e ki ? n . m h Kalkspath oder Arragonit gefüllten kleinen Tiegel umgab, und es
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u eine gewisse Menge des kohlensauren Kalks zersetzt und zu Aetz-
‘ge Die Differenz zwischen der Wärmemenge, welche die verbrannte
2e rset e geben sollte, und der wirklich im Calorimeter gefundenen entsprichtmanchen ZUn ®’ Un< ^ 80m it auch der Bildung, de» kohlensauren Kalks. Nach diesenj 'E. gebu"'? r< ^ en der Zersetzung von 1 Aeq. = 50 G.Th. Kalkspath 154055 \y. n. n „ en > nnd bei dem Uebergang von 50 G.Th. Arragonit in Kalkspath
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— 1 ) Vgl- Hess in Pogg. Annal. Bd. LII, S. 107 (im Auszug~~~ ~~ Vgl. Andrews in Philosoph.
Chem. u. Pharm. Bd. LXXVI,
i'. t8 0Vow v u A Ph « r m” Bd. XL, s. 138)“ - 2
. ®®). — 3 \ p. 511 (im Auszug Annal. d. _
*s s *i ?• Chen, de chim - et de P h ys- [3.] T. XXXVI, p. l; im Auszug
der Zi'ror't * * larm - Bd. LXXXVIIT, S. 154. Hier auch die Bestimmung,
«eh-
Ä?) te? ung , von Wasserstoffsuperoxyd (unter dem Einfluss von Platin-3 E. r r . ser und Sauerstoff für je 1 G. Th. freiwerdenden Sauerstoff etwa
61 werden.
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