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Neunter Band.
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502
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502 Wagit. — Wagnerit.

7. Irgend hygroskopische Substanzen müssen in bedecktenverschlossenen Gefässen z. B. in einem Tiegel oder zwischen zW^ 1Uhrgläsern u. s. w. gewogen werden, nachdem sie nöthigenfa^ 3getrocknet in einem Exsiccator über Kalk oder Schwefelsäur eerkaltet sind (s. d. Art. Austrocknen).

8. Bei der Wägung wird zunächst das Gewicht des Körpers in d° rLuft gefunden, d. h. es wird hier um so viel leichter gefunden als da 9von ihm verdrängte Volum Luft wiegt. Das richtige Gewicht p' ^p -f- v.8, wo p das in der Luft gefundene Gewicht, v das Voh*^ 1des Körpers und 5 das Gewicht von 1 C. C. Luft bei der jewe^gen Dichtigkeit ist. Bei dem geringen Gewicht der Luft kann b e Jden meisten Wägungen, wo es sich doch nur um das Gewic^kleiner Volume handelt, die Correction vernachlässigt werde 11,Denn der Unterschied zwischen corrigirtem und uncorrigirtern G e ‘wicht ist natürlich um so grösser je grösser das Volum des g e 'wogenen Körpers ist. 100,000 Grm. Quecksilber bei 0° C-760Millim. in der Luft gewogen würden im Vacuum = 100,00®Grm. sein; 100,000 Grm. Glas (von 2,5 specif. Gewicht) = 100,0^Grm., 100,000 Grm. Wasser 100,129 Grm. sein. Diese Cori'° c 'tion ist daher besonders beim Wägen grösserer Ballons anzubrb 1gen. Es ist nun aber auch das Gewichtsstück in der Luft et*®?zu leicht, und zwar verliert 1 Grm. Messing in der Luft bei 1 6 ° 0 'und 7C0 Millim. Druck = 0,153 Milligrm.; 1 Grm. Silber ^0,116 Milligrm. und 1 Grm. Platin 0,057 Milligrm. So viel « inKörper Gramme wiegt, so viel Mal wäre die angegebene GrÖ ssevon dem Gewicht des gewogenen Körpers abzuziehen.

Will man daher die Correction weiter durchführen, so hat man di eS ^bei dem gewogenen Körper selbst p = a, für das Gewichtsstück—das richtige Gewicht des Körpers wäre dann p -J- (a — b). WeH et ,Correctionen für Feuchtigkeit der Luft, Temperatur und Baronie^stand können für die chemischen Untersuchungen mit seltenen Ausu* 1men vernachlässigt werden. F e ‘

AVagit wurde von Radoszkowski 1 ) ein Mineral von Hisel* 11 !Jagurt am Ural genannt, welches 26,0 Kieselsäure, 66,9 Zinkosfj’4,7 Wasser, 1,55 Kalk nebst Spuren von Kupfer und Eisen en *! ia fund hiernach dem Ilemimorphit sehr nahe steht, aber etwas weu‘f? ljtWasser enthält. Es bildet krystallinisclie Ueberziige, ist blau bisund hat die Härte = 5,0, dagegen das specif. Gewicht nur =

Wagnerit, PleurokL

las, phosphorsaurer Talk,

prismatisches Flusshaloid, hemiprismatischer Dystomsp a JMagnesie phosphatce , Phosphate de Magnesie, MgF -j- 3MgO.POs “den Analysen von Fuchs 2 ) und Rammeisberg 3), mit etwasEisen- und Manganoxydul. Derselbe krystallisirt klinorliombisch fbildet kurze prismatische flächenreiche Krystalle, an denen die verb clen Flächen, ausser denen des Prisma ooP == 57° 35' vertical g estl ’L nsind. Er ist unvollkommen spaltbar parallel den Flächen oo P und dQuerflächen, in Spuren parallel der Basisfläche, welche geg eI *Hauptachse unter 63°25' geneigt ist. Der Bruch ist muschlig bis 1

!. III. S. t* 9 '

!) Compt. rend. T. LITI, p. 107. -— 3 ) Pogg. Annal. Bd. LXIY, S. 25G

2 ) Schweig. Jonrn. f. Chem. Bd.