das Wasser nich t;
522 Wasser.
Beim Kochen von Wasser bei Gegenwart von Stickstoff bild®!sich nach Schönbein immer salpetrigsaures Ammoniak (4HO
= NH 4 0.N0 3 ).
Phosphor allein zersetzt auch beim Kochenbeim Kochen mit Wasser und Alkali entsteht durch Zerlegung v01 'Wasser unterphosphorigsaures Salz und Phosphorwasserstoff.
Beim Zersetzen von Metallchloriden, Bromiden, Sulfiden u. s.mit wässerigen Säuren z. B. Schwefelsäure, bilden sich unter Theilna* 1 'des Wassers (schwefelsaure) Metalloxydsalze und Chlor- Brom- °?JSchwefelwasserstoff u. s. w. (Na Gl -)- H O . S 0 3 = Na O . S 0 3 -1- H _
In vielen Fällen wirkt das Wasser besonders bei höherer TefflP ^ratur, oder unter Einfluss von anderen Körpern z. B. Alkalien u. s. w. a .organische Körper; entweder verbindet sich dasWasser mit einem 0 ^mehreren der abgeschiedenen Producte, oder seine Elemente wirken ‘Bildung neuer Producte. So geben die neutralen Fette beim Erhi“mit Wasser unter Aufnahme von Wasser Glycerin und Fettsäurehydr» ^Holz giebt mit Wasser auf 145° C. längere Zeit erhitzt Essigsäure, uDeine kohlenartige Masse.
Verbindungen des Wassers. Manche Krystalle enthalmechanisch-eingeschlossenes Wasser, welches beim Erhitzen einspringen oder Verknistern der Krystalle bewirkt, es heisstknisterungswasser (s. Abknistern). Es handelt sich hier » ^nur von mechanisch beigemengtem Wasser, nicht von einer Verbind’ 1 ®®
Die atmosphärische Luft enthält wie angegeben immer W»®' ^dampf (s. Hygrometrie Bd.III, S.957 und Atmosphärische^2.Aufl.Bd. II, l,S.428u. 440). Alle starren Körper verdichten auf ihrer 0fläche eine gewisse Menge Luft und Feuchtigkeit und werden d»^° r efschwerer, worauf beim Wägen Rücksicht zu nehmen ist; manche „besonders poröse verdichten merkbare Menge Feuchtigkeit; sie h eli ^ r .hygroskopisch; so verhalten sich besonders viele organische Jper Pflanzen und Thierstoffe, Holz, Holzkohle, Samen, Haare,saiten; aber auch viele Mineralsubstanzen sind hygroskopisch, s< ? eteI) spferoxyd, Eisenoxyd, Kieselsäure, Thon, Dammerde u. a. m., weu etl i-sind diese Körper um so hygroskopischer, je lockerer sie sind, j e 0ger stark sie erhitzt wurden. Knop x ) hat Versuche gemacht iibe 4 £gr'Regelmässigkeit der Condensation von Wasserdampf in P°. rö * e L ä e(pern. Manche hygroskopische Körper ziehen so viel Feuchtigkeit a 1 *^,Luft an, dass'sie sich darin lösen, sie zerfliessen, es sind ,, zel j - ul ri,liehe“ oder „deliquescirende“ Körper; so verhalten sich Chlore» ^Chlormagnesium, kohlensaures Kali u. a. Die Körper ziehen na * U j£tfr'um so rascher Feuchtigkeit an, je feuchter die Luft ist; manche fper verändern sich nicht merkbar an gewöhnlicher Luft, werde 11feucht oder zerfliessen, wenn die Luft mit Feuchtigkeit ganz oderzu gesättigt ist.
Auch Flüssigkeiten sind hygroskopisch wie Schwefelsäure 1 ^
gesättigte Lösungen von Chlorcalcium, Chlornatrium u. a. eiche* 10Viele starren Körper werden bei Einwirkung von hinWasser flüssig, sie lösen sich auf oder werden gelöst, e ® jj e ng®eine Lösung oder Auflösung; die zur Lösung erforderte gj}rp elWasser ist bei verschiedenen Körpern verschieden, manche
*) Chem. Centralbl. 1802, S. 545.