538 Wasser, natürliches.
Clark hat eine praktische Methode vorgeschlagen, um rasch d e °Härtegrad eines Wassers zu bestimmen; sie beruht darauf, dass Seite 0lösung durch Kalksalze (ebenso durch Magnesiasalze) zersetzt wird °°ter Bildung von fettsaurem Kalk oder (Magnesia), während die Sä 0 *®der Erdalkalien an das Natron geht; je mehr Erdalkalisalze das W° 9ser enthält, d. h. je härter es ist, desto mehr Seifenlösung muss 0,8begreiflich dem Wasser hinzusetzen; ist alles Erdalkali als fettsaur®Salz gefallt, so wird weiter zugesetzte Seifenlösung nicht weitersetzt werden, was sich dadurch zeigt, dass die Flüssigkeit kurzegeschüttelt, einen bleibenden Schaum wie Seifenlösung bildet. D> eS ^Endreaction tritt erst ein, wenn ein gewisser Ueberschuss von Seife 0lösung zum Wasser zugesetzt ist, die Grösse des (Teberschusses w®°c|seit aber mit der Menge der vorhandenen Erdalkalisalze (s. S- 0unten). Die normale Seifenlösung muss daher, um damit die B®von Wasser volumetrisch bestimmen zu können, gegen Chlorcalci 001lösung von bekanntem Gehalt titrirt sein. ,
Nach Versuchen von Faisst und Knauss J ) nimmt man am zW® c ,. massigsten reine Natronölseife aus Oelsäure durch Kochen mit kohle 0saurem Natron dargestellt; 30 Grm. solcher Seife (mit etwa 12 P r °Wasser) wird in 3 Liter Alkohol von 90° Tr. gelöst; man lässt ’Lösung absetzen und filtrirt dann. Diese concentrirte Lösung 0 °| ]sich in verschlossenen Flaschen aufbewahrt unverändert. Zum Gebr® 0stellt man eine verdünnte Seifenlösung dar aus 100 Grm. der conctrirtenLösung,75 Grm. Wasser und65 Grm.Weingeist von56°Tr. ® s ';inöthig, den Alkohol der Lösung mit Wasser so stark zu verdünnen, ""stärkerer Alkohol das Schäumen verhindert. Das zu untersuchende ** 'ser soll nicht mehr als 0,012 Grm. Kalk (oder die entsprechende M 9nesia, beide als wasserfreie Oxyde berechnet) in 100 C. C. entha ^weil sonst schon lange vor der vollständigen Abscheidung deralkalien durch Seife sich auf der Oberfläche ein ungleichartiger h»ger bleibender Schaum abscheidet, der die bestimmte Erkennung ^Endreaction verhindert. Ist das Wasser sehr hart, so muss esder Prüfung verdünnt werden. Ob der Kalkgehalt für die unmittel (Bestimmung zu gross ist, zeigt sich bei Zusatz von wenig Seifenlö® ^indem Kalkseife sich in zusammenhängenden Flocken abscheidet; j,Schütteln bildet sich dann Schaum mit grossen häutigen Blasen, 0ehe aller Kalk gefällt ist. Man verdünnt dann mit 1, mit 2 o A eTviel Wasser, dass 100 C.C. Wasser höchstens 12 Mgr.halten. Bei passender Verdünnung des Wassers wird es auf pfivon Seifenlösung gleichmässig opalisirend und erst nach vollstän b ^Fällen des Kalkes zeigen sich beim Schütteln die angegebenen ^Mei-nungen. Bei der Prüfung werden dann 100 Grm. oder 100 C.C. s ; c linen oder verdünnten Wassers allmälig mit Seifenlösung versetzt, bi 9 ^ 4beim tüchtigen Schütteln ein dichter zarter Schaum zeigt, der el ^ e f6bis 5 Minuten wenigstens hält. Bei einiger Uebung lässt si®' 1 e r-Bestimmung schnell ausführen und der Endpunkt mit Sichern ® 1kennen. Die nachstehende Tabelle giebt die Menge Kalk an (° MeP'äquivalente Menge Magnesi^ welche in 100 Grm. Wasser bei j,#düng der beschriebenen verdmnten Seifenlösung durch die verbrMenge dipser Lösung angezeigt wird.
J ) Württemb. Gewerbebl. 1852, S. 193; Chem. Centralbl. 1852, S.
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