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Neunter Band.
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544 Wasser, natürliches.

und der Rückstand mit wenig Wasser ausgewaschen; es lösen sich h' eIdie Salze der Alkalien, Chlorcalcium und andere leicht lösliche Salauf, während Gyps, Magnesia und andere schwerlösliche Körpei' 20rückbleiben. Oder man dampft das Wasser zur Trockne ab, wäsc*den gewogenen Rückstand mit wenig Wasser ab, trocknet dann u°cmals, wo kohlensaure Erdalkalien, Gyps und andere unlösliche S aZurückbleiben; die Gewichtsabnahme giebt die löslichen Salze; “ ur ,Titriren des unlöslichen Rückstandes ergiebt sich die Menge an kolensaurem Erdalkali.

Die gewöhnlichen Bestandtheile des Wassers: Kieselsäure, Sch 0rCfelsäure, IvalU, Magnesia und Alkalien werden in der gewöhnlich^Weise wie bei einzelnen Körpern und bei Mineralwasser ang eg e0ist, qualitativ und quantitativ bestimmt. Zur Bestimmung der Kohl® 1 ^säure im Trinkwasser hat Pettenkofer l ) ein Titrirverfahren an » e ^ el ,ben. Er mischt 100 C. C. des Wassers mit 3 C. C. nahezu gesättig ^Chlorcalciumlösung und 2 C. C. gesättigter Salmiaklösung (um die *lung von Magnesia zu verhindern), und setzt dann 45 C. C. Kalkwa soder Barytwasser (1 C.C. entsprechend 0,0010 Grm. Kohlensäure) hi 0 *Das Gemenge, 150 C.C.betragend,bleibt nach dem Umschüttelu 12 ® 0den stehen; man nimmt dann 50C.C., oder l / 3 Vol. der klaren Lös 00 ®’und titrirt mit Oxalsäure (1 C.C. entsprechend 0,0010 Grm. Koh®^ fsäure). Man erhält so den'noch freien Kalk (oder Baryt) n, da aberVs der Flüssigkeit untersucht wurde, so ist also diese Zahl mit 3 zu 10tipliciren, und da 1 C.C. Kalkwasser = 0,0010 Grm. Kohlensäure ^so ist also 45 — (3 . n) die Menge freier Kohlensäure 2 ) in Millig ra .weichein 100 C.C. Trinkwasser enthalten ist. Da 1 Liter K°h ^isäuregas bei 0°CI und 760 M. M. = 1,967 Grm. wiegt, so kauu ^Trinkwasser ohne grossen (Fehler 1 C.C. Kohlensäuregas = 0,002genommen werden, wenn nicht auf die Temperatur des Wassersden Barometerstand Rücksicht zu nehmen ist. ^t

Zur Untersuchung der im Wasser gelösten Gase wird das Wausgekocht 3 ), worauf die Gase über Quecksilber nach der früh e ^ ft9 escliriebenen Methode untersucht werden (vergl. Analyse volum. £

2. Aufl. Bd. I, S. 960). Bobierre scheidet das im Wasser d®

Gas durch Zusatz von Alkohol in einem besonders construirten Arrate ab, der aber noch nicht näher beschrieben ist. ^e'

Bei Trinkwasser ist es von Werth die Salpetersäure und s ^trige Säure, sowie die organischen Stoffe zu bestimmen. ^ ,e pe'beiden Säuren erkannt werden, ist früher erwähnt (s. S. 531)j zur n iüStimmung derselben wird das etwa auf Vio eingedampfte W aS ® e Liii ,eetwas reinem Braunstein unter Zusatz von verdünnter Sch%vef e ^destillirt; das Destillat enthält Salpetersäure, welche mit koh e ?[1 frem Natron vorsichtig neutralisirt wird, wonach durch Abdainp teTrockne die Salzmenge bestimmt wird.

Die organischen Stoffe können durch ihr Verhalten gegenoder Goldlösung oder übermangansaures Kali leicht erkanntMischt man das Wasser mit Silberlösung, so zeigt sich beim J jfjif'besonders im Licht bald eine röthliche, bei Gold eine mehr vioj® n >l e 'bung durch Abscheidung geringer Mengen höchst feinverthei

!) Sitzungsüer. d. Bayr. Akad. der Wissensch. 1860, Heft III, S-prakt. Chera. Bd. LXXXII, S. 32. — Als freie Kohlensäure istKohlensäure bezeichnet, welche zur Lösung des kohlensauren Kalks die 11