Wasserglas. 559
Es erscheint zweckmässig, che wir auf die vielfache technischenvrendung !) des Wasserglases eingehen, zu erörtern, welche Wasser-jf asa °rte hierzu am besten zu verwenden ist. In dieser Beziehungan n behauptet werden, dass das Natronwasserglas nicht allein wegen
ü asse * — I'.in Stück Kreide in massig concentrirte Wasserglaslösung eingetaucht. nac L zwei Tagen wieder herausgenommen, um nach dem Abtrocknen aufs NeueKi- 6- !? 6 verc ^ nn ^ ere Lösung zu kommen, erlangt grosse Härte und Festigkeit; die^ ßide verliert ausserdem ihre Porosität und wird politurfähig; Wasser greift dien icht an, sondern nimmt höchstens eine schwach alkalische Keaction an.°kn ^ unc3 bestätigen daher die Ansicht von Fuchs, dass hier
Kall Zersetz » n g des kieselsauren Alkalis eine Vereinigung mit dem kohlensaurenSe " e gradezu stattgefunden habe. Nach Kuhlmann hingegen soll sich das Was-^ dem Kohlensäuren Kalke umsetzen und kieselsauren Kalk und kohlen-der ^ ^^ali erzeugen. Die aus Kali oder gestossenem Marmor mit Wasserglasgestellte Masse — Fuchs nennt sie, wie überhaupt jedes gutbindende Gemengemö Pfllverförmigen oder sandförmigen Substanzen mit Wasserglas, Wasserglas-K a ^ te ' ~~ haftet sehr gnt auf Stein, Holz u. s. f. AehnUch wie der kohlensaurey e rhalt sich auch der Dolomit, nur bildet er, da er überhaupt fester wie Kalk-,Üi r ls ^ auch cohärentere Massen. — Auch der phosphofsaure Kalk vereinigt sichdem kieselsauren Alkali und bildet einen vortrefflichen Wasserglasmörtel.si ch . Kalkhydrat zusammengebraebt gerinnt das Wasserglas sogleich; es scheidett>e r kleselsai:i rer Kalk aus, welcher allmälig zu einer steinharten Masse austrocknet.ö anii an der Luft zur Hälfte in kohlensauren Kalk übergegangene Aetzkalk, soge-Zer ^ a hener Kalk, macht das Wasserglas nicht gerinnen; die nach Fuchs^fld l . esc saure m Alkali und kieselsaurem Kalk bestehende Masse erhärtet allmäligp e i ^ lr d sehr fest. — Gyps und kieselsaures Alkali wirken momentan unter Dop-Dj e 8< yzung auf einander; die Producte sind kieselsaurer Kalk und Alkalisulfat.Äus- w - rhÜ ' ltun S i st in Folge des Aufblähens durch die rasche Vereinigung und deseins des Schwefelsäuren Alkalis nur gering; am besten wird sie noch, wennailSse hliesslich kieselsaures Kali und zwar in verdünnter Lösung anwendet. —*’en n .[ tre AÜches Bindemittel des Wasserglases ist auch der Flussspath, besondersC.£pjj- ^ floch gepulvertes Glas zugesetzt wird (Jonas, Dingl. polyt. Journ. Bd.si e £r ) ^ 4 )‘ — Quarzpulver und Wasserglas ziehen sich weniger energisch an;
br(i C ].. )en e 'ne Masse, welche oberflächlich erhärtet, aber im Innern mürbe und8ag et lc 1 Lleibt. Dasselbe lässt sich von der gebrannten Thon- und Porccllanerdemit Wasserglas nur langsam und oberflächlich erhärtendegen ' Lanz anders verhalten sich die gebrannten porösen Thonwaaren; sie sau-ein und werden dadurch so verkieselt, dass sie nun starken^ a Snesi ( Cn Un(3 Albanischen Kinfliissen widerstehen. —■ Das Zinkoxyd und diea . ^reinigen sich zu einer fest haftenden Masse. Das Wasserglas gerinnt^sse ; ni i C entstehende Masse erhärtet ziemlich langsam — die Magnesia-
Scn, j^ e oc r k lascher als die Zinkoxvdmasse — und lässt sich daher leicht auftra-Se ^au re ^ S .7*' nkox yd und die Magnesia scheinen sich hierbei chemisch mit dem kie-Kflfl nur • * a L zu verbinden, denn Wasser ist ohne Wirkung auf die VerbindungI t gefall^ 0 Menge kohlensaures Alkali wird durch dasselbe ausgezogen.
''ass er g| as cn j sc hwefelsauren Baryt (Permanentweiss, Blanc fix ) scheint sich dasßt, t'ichf ar j Je lllc ^t zu zersetzen; eine Mischung beider kann als eine vortreffliche An-P r aseh w es ? n dera bei Zusatz von Zinkweiss benutzt werden. Sie erhärtet nichtp^li^asseref 8 ^ lre -^ nw endin]g natürlich sehr bequem macht. Wird Blanc fix mit^ a s uufl J- 0,8 auf gestrichen, so verbindet sich die Farbe sehr innig mit dem\y *) ÄIan°v e * n Milchglas von zarter Schönheit.
a 3s er gi as y er &h ferner ausser der angeführten die noch folgende Literatur über40. ^ y^endung; Anthon, die Nutzanwendung des Wasserglases etc. Prag
\V«. ‘ ’ olff. dati \Ar„ 0f .„^,rinc> T,oir>'7 i öi ß fw + n r.n Markt h eidenfeid,
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Hassern «**"**> t3as Wasserglas, Leipz. 184G. — Orth zu\y .^ühln^ 11 S “ (jallerte , Weimar 1857. — Sänger, über Wasserglas, Erfurt 1857.^ e fluar, Voi^* 1 ’ ^ UWen dung des Wasserglases, übersetzt mit Zusätzen von Hertel,ly an fl nicht^ 3S59 * Enthält eine gute Zusammenstellung der Arbeiten von Kühl-^sse r gi as et p Ur A SOlu3ern auch von derjenigen anderer Forscher. — Ehrlich, dasj 0li _Kfl°p, dent^ edl 'S bur S 1858 - — Lüdersdorf, polyt. Notizbl. 1857, S. 381.
He“ 1 '“' Clm° h Q Gewe rbezeitung 1857, S. 350.' — Lielegg, Dingl. polyt.Per L de u ’ 44. — ~ " ’ ~ “
ebirr, ’ — Garneri (Bereitung von mineralischem Collodium),
m - “PP 1 - T. III, p . 337 .