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582 Wasserstoff.

als mit gewöhnlichem Sauerstoff mit Ozon; die Verbindung erfolgt all'mälig schon bei gewöhnlicher Temperatur. Der Wasserstoff hat fernerdie Fähigkeit vielen Oxyden den Sauerstoff zu entziehen, sie zu des-oxydiren oder zu reduciren, indem der Sauerstoff der Oxyde sich 111 ^dem Wasserstoff zu Wassdr verbindet. Wir wenden daher den Wasser-stoff zur Reduction mancher Oxyde an wie der Oxyde von Eisen,pfer, Blei, Zink u. a. m. Um hier ganz reine Metalle zu erhaltetmüssen die Oxyde rein, und muss der Wasserstoff frei von Schwefel'Wasserstoff, Arsenwasserstoff, Chlorwasserstoff u. s. w. sein, weil siel 1sonst Schwefelmetall u. s. w. bildet. Manchen Metalloxyden entzieh*der Wasserstoff nur einen Theil ihres Sauerstoffs, andere werden d®'durch nicht verändert; Manganoxyd wird zu Manganoxydul, Uranoxy“zu Uranoxydul, Vanadoxyd zu Vanadoxydul u. s. w.; der Thonerde»den Erdalkalien und Alkalien entzieht der Wasserstoff auch bei hefti-ger Glühhitze keinen Sauerstoff.

Die Reduction mancher Oxyde mit Wasserstoff kann man be-nutzen, um feinvertheilte Metalle darzustellen, so erhält man aus Eis e °'oxyd oder Kupferoxyd feinvertheiltes pulveriges Eisen oder Kupfer- .

Der gewöhnliche Wasserstoff reducirt Silberlösungen nicht be>gewöhnlichem Druck; bei verstärktem Druck findet aber Abscheidungvon Silber statt, theils als Pulver theils als zusammenhängendes Hau*chen; so aus salpetersaurem Silber, schwefelsaurem Silber und Chl° r 'silber-Ammoniak (Beket off ').

Der Wasserstoff reducirt im Status nascens noch viele andere Sau®*Stoffverbindungen, so wird Salpetersäure zu Ammoniak (z. B. bei 111Auflösen von Zinn oder Zink in verdünnter Salpetersäure), so bewi

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Eisen oder Zink mit verdünnter Säure übergossen in BerührungChromsäure, Uranoxyd, Vanadoxyd, Wolframsäure, Molybdänsäur 6 ’Wismuthoxyd u. a. m. die Bildung niedrigerer Oxydationsstufen, Chro 11 'oxyd, Uranoxydoxydul, Wolframoxydoxydul u. a. m. .

Auch die Nitroverbindungen werden durch Wasserstoff i w ^ ^stehungsmoment reducirt, so z. B. wird Nitrobenzol C 12 H 5 N04 dur®Einwirken von Eisen und Essigsäure zu Anilin C„H 7 N; salpetrigsau ^Aethyl G4H5O.NO3 giebt Ammoniak und etwas Aethylamin C*** f ^und NB 3 . Ebenso werden viele andere organische Körper durnascirenden Wasserstoff in mannigfacher Weise reducirt. ^

Der Wasserstoff hat besonders grosse VerwandtschaftChlor und zum Brom; er verbindet sich mit beiden durch Erb» ^

mit ersterem schon unter Einwirkung von Licht; eine Wasserstofffiaiu

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brennt in Chlorgas mit bläulichweisser Flamme zu Chlorwasser ßin Bromdarnpf zu Bromwasserstoff, in Joddampf verlischt sie jBildung von Jodwasserstoff. Bromdampf mit Wasserstoff ®> enl ^ a g

über erhitzten Platinschwamm geleitet bildet Bromwasserstoff;® ,

schwieriger bildet sich in solcher Weise Jodwasserstoff. Wird » c

feldampf oder Selendampf mit Wasserstoff über Bimssteinstück® rauf 400 ° C. erhitzt sind geleitet, so bildet sich Schwefelwassersto _ ^

Selenwasserstoff'. Beim Ueberspringen des InductionsfunkensKohlenspitzen in Wasserstoffgas verbinden sich beide Körper diAcetylen (Berthelot 2 ).

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!) Corapt. rend. T. XLVIXI, p, 442; Annal. d. Chem.S. 312, — 3 ) Oompt. rend. T. LIY, p. 640; Annal. d. Chem.S. 212.

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