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588 Wasserstoffhyperoxyd.

und Wasser, es hat aber bis jetzt aus diesen beiden Bestandteilen, 80wie aus den Elementen Wasserstoff und Sauerstoff nicht dargestewerden können. Es ist ein im reinem Zustande nicht bekannter Korper, der besonders nach Schönbein’s Untersuchungen sehr häufig betZersetzungen auftritt, aber meistens leicht wieder zerfällt.

Nach Schönbein soll sich dieses Hyperoxyd im Harn finden, y"Es bildet sich bei der Zersetzung der Hyperoxyde von Kalium,trium, Barium. Strontium oder Calcium mit wässerigen Säuren. Wfüberschüssige Sauerstoff des Metallhyperoxyds tritt dabei an einen Thedes Wassers und verwandelt diesen in Wasserstoffhyperoxyd (Thenard). Es entsteht auch bei der Elektrolyse von schwefelsäurehalt 1gern Wasser, indem sich Sauerstoff (nach Schönbein Antozon) nlWasser zu Wasserstoffhyperoxyd verbindet. Die Bildung desselb e0wird begünstigt durch vermehrte Concentration der Säure, durch »mdere Temperatur, starke Ströme und kleine Polflächen 4 ). Weiter eh

steht das Hyperoxyd bei vielen, wahrscheinlich sogar bei allen

durch

leuchten Sauerstoff bewirkten langsamen Oxydationen. So bildetsich, wenn man erhitztes Platin in die Luft einer Flasche hält, auf o eren Boden sich dünne Schichten von Wasser und Aether befinden; d®?Aetherdampf verbrennt hierbei langsam und neben Ozon in der L' 1lässt sich in der Flüssigkeit Wasserstoffhyperoxyd nachweisen (Schonbein' 2 ). Ebenso bildet es sich beim Hindurchleiten von Ozon dufCAether (v. Babo 3 ).

Auch unter dem Einfluss des Lichts bildet Sauerstoff mit Aeth e hbei gewöhnlicher Temperatur neben Ameisensäure Wasserstoff hyp eroxyd (Schönbein).

Antozon bildet mit Wasser Wasserstoffhyperoxyd. Leitet mz. B. den antozonhaltigen Sauerstoff, welcher sich bei vorsichtig^Einbringen von Bariumhyperoxyd in Schwefelsäuremonohydrat ent^ekelt, durch Wasser, oder zerreibt man den antozonhaltigen rieche 0den Wölsendorfer Flussspath unter Wasser, so kann in dem letzteWasserstoffhyperoxyd nachgewiesen werden. Von dem bemerkFlussspath lieferten bei einem Versuch 5 Grm. 2,125 Milligr. desperoxydes, Schönbein 4 ). — Terpentinöl und Bittermandelöl, obvn iantozonhaltig, liefern mit Wasser geschüttelt kein Wasserstoffhyp ero:!C ^(Schönbein). , j

Besonders merkwürdig ist die Bildung von Wasserstoffhyp el ° ’bei den durch feuchten Sauerstoff' bewirkten langsamen Oxydati° nSo bilden sich nach Schönbein 5 ) Spuren von Wasserstoffsupe r0 ^. t |.bei der langsamen Oxydation des Phosphors in feuchter Luit; eS ^dabei gleichzeitig mit dem Ozon auf. Schönbein nimmt a°’Phosphor verwandle den gewöhnlichen Sauerstoff in Ozon undtozon, welches letztere sich sofort mit dem Wasser zu Wasserst® ■peroxyd verbinde. — Ebenso entstehen nach Schönbein 6 ) * 3ellangsamen Oxydation vieler Metalle bei Gegenwart von Wasser n ^ ge0weisbare Mengen des Hyperoxyds. Schüttelt man in einer litcrg 1

7 ) Meidinger, Annal. d. Chein. u. Pharm. Bd. LXXXVIII, S. 6£>^ Jah ^baftüb. d. F. d. Chem. 1853, S. 282. — 2 ) Verhandl. der naturforschenden Oes® ^„j.in Basel, Thl. II, Heft III, S. 254; Thl. II, Heft IV, S. 341. — 3 ) Annal. d. 0 ,ii. Pharm. II. Supplemet-Bd. Heft III, S. 294. — 4 ) Verhandl. d. B. Ges. T a hr« s "Heft II, S. 155.— 5 ) Verhandl. d. Bas. Ges. Thl. II, Heft III, S. 254. — >bericht 1859, S. 63, desgl. 1861; Verhandl. d. Bas. Ges. Thl. II, Hft.lV.