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Wasserstoffhyperoxyd. 591

j^nde kohlensaure Baryt den Durchgang des Gases, so decantirt man,e det wieder Kohlensäure ein, setzt wieder Bariumhyperoxyd zu und^ fort. Das stark wasserstoffhyperoxydhaltige Wasser kann unter deruftpumpe eoncentrirt werden 4 ).

Osann 2 ) verbrennt Kalium in einer Glasröhre, welche mit eineretorte verbunden ist, in welcher aus chlorsaurem Kali Sauerstoff ent-jckelt wird. Das gebildete Kaliumhyperoxyd löst er in eiskaltemasser, fällt das Kali mit Kieselflusssäure und filtrirt. Die Lösunglrd bei 30« C. durch einen Strom trockener Luft eoncentrirt.

Das Wasserstoffhyperoxyd ist im reinem Zustande noch nicht dar-« stellt; in concentrirter Lösung ist es ein farbloses durchsichtiges Li-vMum von 1,452 specif. Gewicht. — Die Lösung gefriert noch nichtijf 1 30°C.; im luftleeren Baume verdampft sie bei gewöhnlicheren iperatur ohne Zersetzung aber viel schwerer als Wasser.

Das Wasserstoff hyperoxyd ist in allen Verhältnissen mit Wassers s °‘ 1 bar; aus diesem Gemisch friert in der Kälte ein Theil des Was-, rs heraus, wodurch man nach Schönbein die Lösung nach und nachet *tend concentriren kann.

Aether löst merkliche Mengen des Hyperoxydes, welches sich rao-eian g darin hält; auch lässt es sich mit dem Aether destilliren.a sser, noch besser aber Kalilösung entziehen dem Aether das Hyper-yd Vollständig (Schönbein 3 ).

q Ds röthet nicht Lackmus, sondern bleicht allmälig Lackmus- und8e j^ CUma P a pier. Ueberhaupt bleicht es organische Farbstoffe in Gier-ig 6n W4e Chlorwasser nur viel langsamer, (Chevreul 4 ). Es

^ Seruchlos; schmeckt herb und bitter, dem Brechweinstein ähnlich^bemerklich bei lOOOOfacher Verdünnung); macht dabei die Zungehj; , s _ u nd verdickt denSpeichel; auf die Haut gebracht macht es augen-jJ, die Oberhau’en (Thenard B ).

empfindlichsten Beagentien auf das Hyperoxyd sind nach° n bein im Wesentlichen folgende:

Idy 'f°dkaliumstärkekleister; .derselbe wird zwar für sich durch dasSanz ° Xyd n * c h* oder nur sehr langsam gebläut; setzt man aber eineau ® e p n ge Menge einer Eisenoxydullösung zu, so erfolgt die Bläuung~~^^J 4 hcklich .und man ist im Stande selbst noch ein Zweimilliontel

^ ac h einer brieflichen Mittheilung von Schönbein kann man ohne Ba-^Sericl ' er °xyd eine ziemlich concentrirte Lösung von Wasserstoffhyperoxyd auf^ a ssig e e .^ e * se erhalten. Man schüttelt 100 Grm. bei gewöhnlicher Temperatur^ c Vefei “ leia ™algam in einer Literflasche mit 200 Grm. Wasser, welches mit 2 Grm.a Hg f Ure angesäuert ist. Sobald das Wasser nach etwa 10 bis 12 Minutenent ^ält ^ eset /“ tem lebhaften Schütteln stark milchig geworden ist [durch Bleisulfat), so* c tion etl le * ^ ÜSs igkeit hinreichend Wasserstoffhyperoxyd, um die gewöhnlichen Re-die und Chromsäure, mit Kalipermanganat u. a. zu geben. Scheidet

.führen lG - 6 ® äure durch Barytwasser ab und setzt die filtrirte Flüssigkeit untert» lrie Lösu eiller Niederen Temperatur aus, so gefriert reines Wasser und es bleibt- V011 ^ asser stoffhyperoxvd, die so eoncentrirt ist, dass sie z. B. mit]/ e ‘Se er ^ r . e * ße stürmische Entwickelung von Sauerstoff zeigt. Auch auf andere^ Us frieren t<3ne Vei ’üünnte Lösungen von Wasserstoffhyperoxyd lassen sich durchfeewas c h C ° ncentri ren; die abgeschiedenen Eisstückchen mit ganz kaltem Wasser^rloFi geben beim Schmelzen reines Wasser, welches auch nach Zusatz vonfc 2 ) Chp ^°^kali.umkleister nicht mehr bläut. Fe.

öw Ge s , Gentralbl. 1862, S. 97; Jahresber. 1862, S. 47. — 3 ) Verhandl. d.J Ver gl.’L p Heft s - 254 u * f * — 4 ) Compt. rend. T. LV, p. 737 , —

* Gmelin, Handb. d. Chem. Bd. I, S. 529.

Oberhaut weiss und erregt nach einiger Zeit heftiges