Wasser,sfoffhyperoxyd. 593
Für sich bei gewöhnlicher Temperatur zersetzt sich das Wässer-ig. 0 ]Hyperoxyd ganz allmälig in Sauerstoffgas und Wasser. In der Frost-20o* ( ^ ese Zersetzung ebenfalls, doch sehr langsam vor sich. Bei^ C. wird das Blasenwerfen schon bemerklicher; bei plötzlicher Er-^hzung auf 100°C. kann die Zersetzung explosionsartig werden. Starkr dünntes Hyperoxyd kann übrigens stundenlang bei 100° C. erhaltenrat' ( ^ en un< ^ zersc tzt sich dabei nur langsam. Ebenso ist Siedetempe-kein Hinderniss seiner Bildung; siedendes schwefelsäurehaltiges§ a sser mit Bleiamalgam geschüttelt, liefert Wasserstoffhyperoxydhönbein T ). DieBildung bei der Elektrolyse dagegen kann durch60 ori Zen *^ es Apparates während der Dauer der Elektrolyse auf überverhindert werden, B unsen 2 ).
sei. ^ as Wasserstoffhyperoxyd ist fjir viele Stoffe ein zum Theilaeii r ® n e r gisches Oxydationsmittel. — In Berührung mit gewis-Set * Ba terien dagegen wird es in Wasser und freies Sauerstoffgas zer-,7. ohne dass dabei die betreffenden Körper eine Veränderung erleiden.n< * ere Körper hinwiederum entwickeln, während sie das Hyperoxydßtzen, zugleich ihren eigenen Sauerstoff, werden also reducirt.je f . m Allgemeinen wirken die Körper um so heftiger zersetzend ein,e *ner sie vertheilt sind.
der Oxydationsmittel verwandelt das Wasserstoffhyperoxyd unter an-sj 11 Selen in Selensäure, Arsen in Arsensäure, Molybdän in Molybdän-^7’Wolfram in Wolframsäure, Chrom in Chromsäure, Zink in Zinkoxyd,JfW ' Strontian- Kalk- und Manganoxydulhydrat in die Hydrate der8|) 63 ox y ,lirt arsen 'ge Säure zu Arsensäure, schweflige Säure
Q X Vr n Wefel3äure ’ Oxydulhydrate von Kobalt und Eisen in dieArs Hydrate; Schwefelarsen und Schwefelmolybdän in Schwefelsäure,^Unf lSäure un d Molybdänsäure; die Sulfide von Antimon, Blei, Eisen und4\, a o r Werden durch das Hyperoxyd in schwefelsaure Salze verwandelt.
c hwefel Wasserstoff scheidet es langsam Schwefel ab.— Kupferoxyd-liu tn a . t Ver wändelt es in das gelbe Hydrat eines höheren Oxyds; Ka-Sc C'l enCyanür Kaliumeisencyanid. — Aus Bleiessig fällt es wie, bet nerkt zunächst braunes Bleisuperoxyd. — In saurer Lösung>nit es aus Bromwasserstoff und Jodwasserstoff Brom oder Jod aus;a Z8aure liefert es Chlor oder Unterchlorige Säure. — Oxyde,111 alkalischer Lösung begierig Sauerstoff aufnehmen, um indberzugehen, werden durch Wasserstoffhyperoxyd oxydirt.—°Xy,j es Von seinem Faserstoff befreites Blut wird durch das Hyper-r üUg . r Abscheidung weisser flockiger Körper zerstört. — In Berüh-^®lch ej . 1 ? u °ker und Stärkmehl entwickelt das Hyperoxyd Sauerstoff,§ a tfi Sc ^ rtllt Kohlensäure gemengt ist, was auf eine Oxydation der or-Ze rstr l] ,(7 fassen schliessen lässt. Dass es auch organische Farbstoffer as Serst lSt Sc ^ on oben erwähnt worden. — Salpetrigsaures Kali und. s Un» 7- yP er °xyd können wochenlang8 alp t e . isam raen bleiben.
( j° r *§ e Säure oxydirt. — Ammoniak wird in wässeriger LösungU 3S ä r ^Peroxyd zu salpetrigsaurem Ammoniak oxydirt. — Pyro-
ohne Zersetzung in einerNach Zusatz von Platinmohr aber wird
§ <3säu S H :.- v_, „_ .
v °n ^ re löst sich in dem wässerigen Wasserstoffhyperoxyd auf, ohne
ox ydirt zu werden 3 ).
621 i Jahr" 3 !' d ' Ba f- Ge9 - Thl. XII, Heft IV, S. 417. — 2) Pogff. Armal. Bd.XCI,S er * 1S54. — S) Ueber die oxydirenden Wirkungen des Wasserstoff-
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Verbuch der Chemie.
Bd. IX.