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594 Wasserstoffhyperoxyd.

Zu den Stoti'en, welche aus dem Wasserstoffhypefoxy^Sauerstoffgas entwickeln, ohne dabei eine Veränderungzu erleiden, gehören: Kohle, Silber, Gold, Platin, Palladium, Bh®dium, Iridium, Osmium, welche heftig wirken; massig wirken Q.uecksiber, Bleifeile, feines Wismuthpulver, Manganpulver; sehr schwach ' virken Kupfer, Nickel, Kobalt und Kadmium. — Sehr heftige Zersetzung®^bewirken ferner Manganoxyd und Manganhyperoxyd, KobaltoxymMassicot; — massige: Eisenoxydhydrat, Kali- Natron- Magnesiahydr* »Nickeloxydhydrat; — schwache: Eisenoxyd, Nickeloxyd, KupferoxymWismuthoxyd, Magnesia und noch viele andere Oxyde oder Sal z6(Thenard 1 ). ^

Auch der Faserstoff des Blutes zersetzt das WasserstoffhyperoS)'massig rasch, ohne dass es selber dabei eine Veränderung zu erleid® 0scheint. Dasselbe gilt für noch viele andere Materien des Thierrei®und auch des Pflanzenreichs, z. B. für Kleber, geschrotetes Gerstenm» ’Emulsin, Hefe, thierische Schleimhäute u. s. w. (Scliönbein 2 ).

Stoffe, welche nicht bloss den Sauerstoff des WaäS® rStoffhyperoxyds entwickeln, sondern zugleich ihren eig4 n ®findem sie gleichzeitig reducirt werden, sind: Platinoxydhydrat, . ,oxyd, Silberoxyd, Quecksilberoxyd, welche hierbei zu Metall reducifwerden, und rothes und braunes Bleihyperoxyd, welche auf die Stu ^des gelben Oxyds zuriickgehen. Die Reduction des Silberoxydes eI ^folgt auch durch Wasserstoffhyperoxyd, welches mit viel Wasser v ® rdünnt ist. ^

Ist zugleich eine Säure zugegen, so wird auch Manganhype 1-0 ^zu Oxydul reducirt; die Zersetzung der beiden Hyperoxyde geht o aCgleichen Aequivalenten vor sich (Wöhler 3 )

Uebermangansäure wird bei

Gegenwart

einer anderen Säure

Oxydul reducirt; für sich zu Manganoxydhydrat; Chromsäure beigenwart von Schwefelsäure oder Salpetersäure zu Chromoxyd.

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gin®

Lösung von Silberhyperoxyd in kalter Salpetersäure wird zu Silh®^oxyd reducirt, welches mit der Salpetersäure in Verbindung tritt.Eisenoxydsalze geben bei Anwesenheit von FerrideyankaliumSauerstoffentwickelung einen Niederschlag von Berlinerblau. — B-Up ioxydzalze wirken für sich nicht merklich auf Wasserstoffhyp er ° ’g,ein; auf Zusatz von Kali scheidet sich aber unter lebhafter Sauei ^entwickelung Kupferoxydulhydrat aus.. — Unterchlorigsaureswird zu Chlornatrium reducirt. — Nach Lenssen 4 ) wandelt eserstoffhyperoxyd Jod in alkalischer Lösung in Jodwasserstonum, entfärbt daher eine durch Jodstärke blau gefärbte Lösung ^kohlensaurem Natron; mit Jodstickstoff liefert es Jodwasserston,ammonium, freies Jod und eine Spur von Jodsäure neben s ®* „gfreiem Sauerstoff (Schönbein 5 ). Es reducirt in alkalischer L° 3Ferrideyankalium zu Ferrocyankalium; im Allgemeinen werde

hyperoxydes vergl. auch I.. Gmelin, Handb. d. Chem. Bd I, S. 531;

Verhandl. d. Bas. Ges. Thl. III, Heft IV, S. 417; Jahresb. 1858, S. 57; nJourn. f. prakt. Chem. Bd. LXXXI, S. 276; Jahresb. 1860; Brodie,

Bd. CXX, S. 294. — J ) Vergl. L. Gmelin, Handb. Bd. I, S. 531. —. >. An»® 1 '

d. Bas. Ges. Thl. III, Heft IV, S. 697. — 3) Nach Versuchen Geuther’s md. Chem. u. Pharm. Bd. XGI, S. 127; Pharm. Centralbl. 1854, S. 752, . jgG

1854, S. 298. — 4) Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXXI, S. 276; J“h res— 6 ) Verkandl. d. Bas. Ges. Thl. III, Heft II, S. 233.