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Neunter Band.
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Wein.

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Schaumweine.

p. Champagnerweine (vergl. 2. Aufi., Bd. II, 2, S. 942).Jlne besondere Art von Weinen, bei denen die Fabrikation nicht in Ab-fede gestellt wird, sind die Schaumweine oder monssirendenp, e ine. Sie wurden zuerst in Frankreich dargestellt, und von dere gend ihrer Erfindung „Champagner“ genannt. In den letzten 30 Jah->f ri ist die Anfertigung dieser Weine auch in anderen Gegenden mitf.., °ig unternommen worden, und insbesondere ist Deutschland ein ge-a Tücher Mitbewerber fiir die^Champagne geworden. Es ist bekannt,ass die Ursache des Schäumens allein in der verschluckten und zusam-^engedrückten Kohlensäure beruht, und diese wird hervorgerufen, in-ärn man in jungem Weine eine gewisse Menge Zucker auflöst, denfr'an i n <j er geschlossenen Flasche vergähren lässt. Die Menge des zu-“^etzenden Zuckers hängt einerseits von der Menge des im Weinebon vorhandenen Zuckers ab, andererseits von der Spannung, die manU 01 Gase in der Flasche geben will, und diese hängt wiederum ab vonAbsorptionsverhältniss der Kohlensäure gegen die weinige Flüssig-ei b worin dieselbe gebunden ist. Das Absorptionsverhältniss von Kohlcn-üre gegen Wasser und Alkohol ist vonBunsen aufs schärfste ermittelt0l 'den. Um nur wenige Zahlen anzuführen, so haben wir folgendes

e rschluckuugs verhältniss zwischen Kohlensäure und Was-ser und Alkohol bei 760 mm Barometerstand.

Temperatur

in lOOtheiligen Graden.

Wasser.

Alkohol.

00 C.

1,79G7

4,3295

5

1,4496

3,8908

10

1.1847

3,5140

12

1,1018

3,3807

15

1,0020

3,1993

20

0,9014

2,9465

Die Zahlen sagen an, wie viel Volumen Kohlensäure von normalemij, t,l ck in einem Volum Wasser oder Alkohol bei den entsprechendenj^biperaturen gebunden werden. Man sieht aus der Tafel, dass Alkohol^ a Üen Fällen weit mehr Kohlensäure bindet als Wasser. Um das( j ä °rptionsverhältniss im Schaumweine zu finden, dürfen wir annehmen,^^die Flüssigkeit 10 Proc. Alkohol an Volum (oder 8 Proc. an Ge-

9n s S * es aufgenommen wird, dass auch der fertige Wein immer langsam Sauerstoffer Luft aufnimmt, der aber bald in Verbindungen eiugeht; nach ihm ist derhju rs toff das Agens welches bei den weissen und bei den rothen Weinen auf dieder Farbe von Einfluss ist, welches namentlich den eigenthümlichen Wein-hej-vn i ^ e< b n gt und besonders die eigenthümlichen Eigenschaften des „alten“ WeinsSo i r bringt; die Wirkung des Sauerstoffs findet hier langsam durch Diffusion statt,"^ e ber Wein in Fässern ist, sehr viel langsamer bei dem auf Flaschen gezo-ila te 6 Wein. Maumene (Ibid. p. 1032; T. LVIII, p. 137) fand, dass vergohrencrS ck r Wein mit Sauerstoff unter gewöhnlichem wie unter verstärktem Atmosphnren-V J ln Berührung gebracht werden kann ohne dass der Sauerstoff hierbei merk-kan a tts Bouquet des Weins noch seine sonstigen Eigenschaften veränderte. ManSÄt tigt) naCh ihm mit Sauerstoff moussirenden Wein (unter 8 Atmosphärendruck ge-^are Y mac ben; ein solcher Wein hält sich nach ihm wenigstens 1 Jahr ohne merk-"'ei Q .^duderungen. ' Er glaubt, dass solcher mit Sauerstoff dargestellte Schaum-olleicht in manchen Fällen besonders arzneiliche Wirkung habe. Fe.