Weinsäure. 631
tr änktes Papier nach der Insolation auch im Dunkeln auf salpeter-^uresSilberreducirend wirkt; diese Wirkung erfolgt schneller bei 30°18 40° C. als bei gewöhnlicher Temperatur; sie findet aber selbst beiO°C.a ° c b statt. Die Weinsäure verbindet sich leicht mit Basen zu den wein-^ ai iren Salzen; sie verbindet sich mit Borsäure zu einer leichtlöslichenSo gar zerfliesslichen Verbindung (s. unter Wein sau re Salze S. 649).le V einsäurekrystallesind luftbeständig, sie enthalten keinKrystallwasserverändern sich daher auch nicht bei 100°C.; bei 170° bis 130° C.a fnelzen sie unter Zersetzung (s. S. 632); nach Schiff schmilzt die voll-nc *ig getrocknete Säure schon bei 135°C., erstarrt aber bei noch niedri-)er Temperatur; die Säure ist nicht flüchtig. Weinsäure verbindet sichWasserfreier Essigsäure beim Erhitzen damit auf 100°C., oder beiEin-n n g von Acetylchlorid auf weinsaures Blei. Die Doppelverbindungp,8tt 4 o j0 _|_2 CgHgOgistein gelber Syrup, der sich bei 130°C. zersetzt, unterj^ätrvickelung von Kohlensäure und Kohlenoxyd (Schützenberger 1 ).^ le Rechts-Weinsäure verbindet sich mit Asparagin zu einer krystallisir-aietl Verbindung (Antiweinsäure bildet keine solche Verbindung).
Uj. Weinsäure verbindet sich mit den verschiedenen Zuckerarten undj a l Glycerin beim Erhitzen unter Abscheidung von Wasser zu meistbi|j letl Verbindungen, welche von Berthelot 2 ) dargestellt sind. Sieg ae n sich durch längeres Erhitzen gleicher Theile Weinsteinsäure und^«kersubstanz in offenen Gefässen auf 120° C., die erkaltete Massea tnit kohlensaurem Kalk zusammengerieben und nach demFiltriren'Rm doppelten Volumen Weingeist gefällt, um den freien Zucker in^°äuj)g 2U halten. Aus Dulcit wird so die Dulcinweinsäure dargestellt, 2 ' Aull. Bd. II, 3, S. 530), aus Erythroglucin die Erythroglucin-
w,
eit >säure; aus Sorbin die Sorbinweinsäure (s.Bd. VIII, S. 64); mit Glu-
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zwei verschiedene Glucoweinsäuren (s. Bd.VIII, S. 1012). Ausser-b<iv Wui 'den dargestellt zwei Milchzuckerweinsäuren (eine sechs-v; 8e ‘ le Galactosotetraweinsäure Acide galactosotetratartrique, und eine^it , as ' lsc ^ e Trigalactosotetraweinsäure Acide trigalactosotetratartrique );U Iioh rzucker eine einbasische Säure Cj 4 H 10 Oi 6 , welche wahrschein-aber nicht mehr Rohrzucker, sondern modificirten Zucker enthältQu Zucker). Pinit giebt eine dreibasische Säure C 32 H 18 0 35 ,
Mr e e - rcit ei ne dreibasische Säure C 22 H 2e 0 2 7 - Auch Salicin giebt mite 6j ,j Ö!> äure eine gepaarte nicht näher untersuchte Salicinweinsäure. Gly-5 giebt mit Weinsäure erhitzt verschiedene Säuren, welche vons plats 3 ) untersucht sind.
5 7 c erinmonowein säure, Acide glycerimonotartrique , eine schonHq '“ er zelius dargestellte einbasische Säure, C 14 H 12 0 18 oderbgj (= C 8 H 8 0 8 —|— C 8 Hg O ] 2 — 2HO); sie bildet sich
IOqo fündigem Erhitzen gleicher Theile Weinsäure und Glycerin auf. Ihre Salze sind in Wasser löslich, aber unlöslich in wässerigemih Gt]^ eiS k’ ^' e wässerige Lösung der Salze für sich zersetzt sich allmäligW e rin und weinsaures Salz, rascher auf Zusatz von Kalk oder Baryt.
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O
y c eri n diweinsä u r e, Acide glyceriditaririque , Ci 2 H[g 0 2
_ . -c 22 H u 0 24 (= Cg Hg Og + 2 Cg Hg 0,3 — 4 H 0),_ eine
asi sch e Säure, bildet sich bei öOstündigem Erhitzen von gleichen
\, Com Pt rend. T. L1II, p- 540; Chcm. Centrallil. 1862, S. 207.— 2 ) Compt.? ta kt. p. 2G8 ; Annal. de chim. et de phj-s. [3] T. LIV, p. 74; Journ. f.
^‘Ww.Bd. LXXIII S. 157; Jahresber. 1857, S. 506; 1858, S. 490. — 3) Compt.• X LIX p. 216; Chem. Centralbl. 1859, S. 851; Jahresber, 1859, S. 600.