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Weinsäure.
tig gesättigt ein sich krystallinisch abscheidendes neutrales Ammoniak'salz; das saure Ammoninm oxydsal z, NW 4 O.C s B 3 (NO^OjVkrystallisirt in glänzenden Prismen. Die gelöste freie Nitroweinsäure gieblauf Zusatz von Bleiessig oder salpetersanrem Quecksilberoxydul flockig 0Niederschläge; auf Zusatz von essigsaurem Kali, essigsaurem Kalkoder salpetersaurem Silber bilden sich krystallinische Niederschlag® 1das Silbersalz ist = 2 Ag O. C 8 H ä (N 0 4 ) 2 O 10 -|- 2 H O.
Die unreine Nitroweinsäure zersetzt sich an feuchter Luft rasch i°Salpetersäure und Weinsäure. Die Lösung der reinen Säure in ab? 0 'lutem Alkohol ist haltbar, die wässerige Lösung zersetzt sich aberrafdtschon wenig über 0° entwickelt sich Stickoxyd und Kohlensäure; bei® 1Erwärmen auf 40° bis 50° C. findet Aufbrausen statt und beim A^'dampfen bleibt Oxalsäure. Wenn die Lösung dagegen nicht ganz a°30° C. erhitzt wird, sobald die Gasentwickelung bei gewöhnlicher Te 10 'peratur aufgehört hat, so bildet sich nur noch wenig Gas und beim Ab'dampfen bleibt eine eigenthiimliche Säure C G B 4 O 10 die TartronsäiA 0(s. Bd. YIII, S. 518), die der Aepfelsäure homolog zu sein scheint. Di eSeSäure bildet sich auch schon beim Stehen der wässerigen Lösung V® 0Nitroweinsäure oder nitroweinsauren Salzen, oder wenn die Lösu°ffder Säure mit Schwefelwasserstoff behandelt wird.
Wird wässerige Nitroweinsäure mit Ammoniak gesättigt und na®Zusatz von Schwefelammonium erhitzt, so findet Aufbrausen statt, ® äscheidet sich Schwefel ab, und die Lösung enthält nun weinsaur® 5Ammoniak J ).
5. ) Durch Schwefelsäure. Wenn Weinsäure mit ein®* 11
grossen' Ueberschuss von rauchender Schwefelsäure erhitzt wird, so ®°*wickelt sich zuerst ohne Schwärzung nur Kohlenoxydgas und sclW®flige Säure (4 Vol. des ersteren auf 1 Volumen der letzteren) ohne K°lensäure; später kommt Kohlenoxyd, Kohlensäure und schweflige S» ul(im Volumverhältriiss 3:1:2) (Dumas und Piria). Wird Weins» 0mit 3 bis 4 Thln. Schwefelsäure vorsichtig nur so weit erwärmt,sich noch nicht schweflige Säure entwickelt, so bildet sich nach Er eI1 ^durch Wasserentziehung Tartralsäure und Tartrelsäure. r .
6. Durch Chlor und Brom. Chlor wirkt kaum auf ^ e ! e fsäure ein. Brom wirkt auf mit Alkali gesättigte Weinsäure i°Weise ein, dass sich Bromalkalimetall und saures weinsaures & ^bildet. Dieser Unterschied der Weinsäure von Citronsäure lässt du 1 ^,Brom einen geringen Gehalt der Weinsäure an Citronsäure ° a °weisen (Cahours).
7. Durch Phosphorsuperchlorid. Beim Erwärme 0 .j
1 Thl. gepulverter Weinsäure mit 5 bis 6 Thln. Phosphorsuperchl®entwickelt sich reichlich Chlorwasserstoff und es bleibt ein Gem evon Phosphoroxychlorid und einem ölartigen Körper Chlo®^ 1 ^leylchlorür C 8 B€l0 4 .Ul 2 zurück; um dieses Oel rein zu e f' ja jy(pwird das Gemenge allmälig auf 120° C. erhitzt, und dann einig® ^nuten trockene Luft durchgeleitet; durch Auflösen in Aethcr 00 ^
dampfen wird es rein erhalten. Die Bildung des Chlormaleyl® 0 0lässt sich nach folgender Gleichung veranschaulichen: rl
C 8 B G 0 ]2 -j- 4P€l ä = C 8 H0 4 €1 3 -f- 4P€l 3 0 2 -f- 5 H
Weinsäure
Chlormalevlchlorür
D Dessaignes, Journ. de pharm. [3.] T. XXXII, p. 45.