Band 
Neunter Band.
Seite
640
JPEG-Download
 

640

Weinsäure.

polarisirt rechts wie die Weinsäure (Pasteur). Diese Säure ist s (zerfliesslieh und leicht löslich in Wasser:

bt

Die feste Metaweinsäure wird allmälig undurchsichtig und g e ,in Weinsäure über; diese Umwandlung erfolgt rascher durch allmä' 1 ’ges und schwaches Erhitzen. Auch aus der wässerigen Lösung d e<Meta Weinsäure scheiden sich allmälig Krystalle von Weinsäure ab, r9 ’scher wenn etwas Schwefelsäure beigemengt ist (Erdmann). .

Durch längeres Erhitzen von Metaweinsäure mit Weinsäureanhydr 10bildet sich nach Schiff Ditartrylsäure (s. d. S. 632).

Die Metaweinsäure ist zweibasisch, ihre Salze haben dieselbe 2®sammensetzung wie die weinsauren Salze, sie unterscheiden sichdurch die Verschiedenheit der Krystallform und grössere Löslichk® 1in Wasser von ihnen; dieser Unterschied zeigt sich besonders ö®' 1 ®sauren-Ammoniaksalz und beim Kalksalz; auch fällt metaweinsauf 6Ammoniaksalz den Kupfervitriol nicht. Die in Wasser gelösten rn®^weinsauren Salze gehen in der Kälte allmälig beim Kochen sogl® 1 ®in weinsaure Salze über.

Metaweinsaures Ammoniumoxyd. 1) Neutrales Salz 01 .det sich beim Sättigen der Säure mit Ammoniak; es geht aber le lC ®in weinsaures Salz über.

2) Saures Salz: Nff 4 O . C s H5 On- Dieses Salz wird aus ^concentrirten wässerigen Lösung der Säure auf Zusatz von etwas ^.moniak erhalten, indem es sich hier bald krystallinisch abscheidet; ° jkrystalliiiische Niederschlag wird zuerst mit Wasser, dem etwas Alk 0 ^®zugesetzt ist, zuletzt mit Alkohol ausgewaschen. Das Salz bildet g*® .zende rhombische und sechsseitige Blättchen (sehr verschieden vou 6Form des sauren weinsauren Ammoniaks); das Salz löst sich in W» 3Sviel leichter als das saure weinsaure Salz und fällt daher aus verdu* 1ter wässeriger Säure auf Zusatz von etwas Ammoniak nicht nieder!lässt sich aus lauem Wasser unverändert umkrystallisiren; beimK° c>der Lösung geht es aber schnell in weinsaures Salz über. . j,t

Die Lösung von saurem metaweinsauren Ammoniak fällt

ei®”

Chlorcalcium (Unterschied von weinsaurem Salz); auf Zusatz vonmoniak und bei Anwendung concentrirter Lösungen fällt meta^saurer Kalk nieder. 0 ß,

Metaweinsaurer Baryt, 2 BaÖ . C 8 H 4 Oi 0 -j- HO (beigetrocknet), wird durch Fällen der freien Säure mit Barytwasser 0 ^des neutralen Ammoniaksalzes mit Chlorbarium dargestellt; e f.^ e r'leichter in Wasser löslich als das weinsaure Salz; es löst sich in u

schlissiger Säure.

iS » 11

ur*

Metaweinsaures Bleioxyd wird durchFällen der freienwie des sauren und neutralen Ammoniaksalzes mit essigsauren) ^1'salpetersaurem Bleioxyd erhalten. Das Bleisalz löst sich nicht in-tern und wenig in kochendem Wasser, aber leicht in Säuren, aU

Metaweinsäure und in Ammoniak.Metaweinsaures Kali.

h»

ti'

Neutrales Salz lässt sich naC !l,. nfl fif'rent und Gerhardt nicht darstellen, weil die Säure durch diekung des Alkali sogleich in Weinsäure umgewandelt wird. D» 3 gal*Salz KO. C s H ä O n fällt beim Versetzen der gelösten Säureals ein körniges Salz von dem Verhalten des Ammoniaksalze 3 ^

Metaweinsauror Kalk: 2CaO.C 8 H 4 Oio ®^trocken). Dieses Salz bildet sich, beim Fällen der freien S a ° b 0 ’Kalkwasser oder des neutralen Ammoniaksalzes mit Chlorcalci