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Weintraube.

Weintraube, Traube. Die Früchte des Weinstock e9Vitis vinifera der in so zahlreichen Varietäten cultivirt wird, enthalt®®nach Berthier: 100 Gewichstheile einer weissen Traube (Guten® 14,2 Stiele, 22,0 feuchte Trestern und 73,8 Saft. 100 Thle. ein ®,blauen Traube enthielten 3,6 Stiele, 24,0 feuchte Trestern und 72,4 S®100 Thle. der ganzen grünen Traube gab 0,364, der blauen Trau“0,468 Asche.

Die Beeren der Weintraube zeigen im frischen Zustande eiu e ®weisslichen hauchartigen Ueberzug von einer wachsartigen Substau®’welche die Früchte vor direeter Einwirkung des atmosphärischen 5V a9sers schützt. Die darunter befindliche Epidermis besteht zum groSS e ®Theil aus sehr dichter Zellensubstanz, welche Stickstoffverbindung e ®Fett und Mineralsubstanzen (Kieselerde) eingeschlossen hält. ^®nächst unter der Epidermschicht findet sich da3 krautartige Gewe®®jwelches Farbstoffe, ätherisches Oel, Stickstoffsubstanzen, Gerbstoff 11 ®Salze enthält. Der innere fleischige Theil der Beeren besteht aZellen und Gefassen, welche die Hauptmasse des Traubensaftes ®f _halten, und in welchen die verschiedenen Bestandtheile des Saftes el ®geschlossen sind. Mitten in der Beere finden sich die Traubenk® r ®(s. d.), welche ätherisches und fettes Oel, Stickstoffverbindungen, C e tlulose, Holzsubstanz und Gerbstoff enthalten. Die einzelnenren sitzen auf Stielen, welche mit dem Hauptstiel zusammen! 1 ®®,gen; sie bilden den Kamm der Traube, welcher Säuren, Gerb®!®Chlorophyll und ähnliche Körper enthält aber kaum eine Spur Zu®*

(Pa y e . n) ' . . . ut,

Die einzelnen Bestandtheile der Traube sind Traubenzuc»Gummi, Pektin, Chrorophyll, lösliche und unlösliche Stickstoff^® 1 ® 1düngen, ätherisches und fettes Oel, Wachs und Harz, Farbstoffe (U ßt fsuchungen über die Farbstoffe und den Gerbstoff des Traubensaftes JFaure ergaben durchaus keine Aufschlüsse über die Natur dieser Kper), Weinsäure (vielleicht Traubensäure); Aepfelsäure soll sichsächlich in unreifen Trauben finden 1 ) (Winekler 2 ) hatte sie als elf? ^thümlich betrachtet und Paracitronsäure genannt), beim Reifenund mehr verschwinden (ob Citronsäure in der Traube sich ö® (escheint zweifelhaft); diese Säuren theils frei theils mit Basen s ® ,Salze bildend, Gerbstoff, Cellulose und Lignin, unorganische Salz®» ^sen von Kali, Natron, Kalk, Magnesia an organische Säure wl6 [je,Schwefelsäure oder Phosphorsäure gebunden, oder als Chlorm® 1 ®endlich etwas Kieselerde, Thonerde und Eisenoxyd (Manganoxy“''^

Als Beispiel der quantitativen Zusammensetzung mögen fol8 e ^iAnalysen 3 ) dienen: Nr. 1 reife weisse Österreicher Trauben (1854) 0 j,Stiele nach Fresenius; Nr. 2 reife Kleinberger Trauben (1855) ® pSchlieper; Nr. 3 dieselben sehr reif; Nr. 4 edelfaule Riesling tra ® (j(1855) von Oppenheim; Nr. 5 von Johannisberg (1850) und®" 'reife rothe Assmannsheimer Trauben (1856), nach Fresenius.

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1) Pasteur, Journ. de pharm. [3.] T. XXIV, p. 75; Jahresber. 1853»Schwarz, Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. LXXXIY, S. 83.

2 ) Jabrb. d. Pharm. Bd. I, S. 75.

s ) Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. CI, S. 226.