722 Wismuthgold. — Wismuthgraupen.
Th. Scheerer 1 ) des von Gjellebäck in Norwegen, von Hubert 2 ) d® 3von Orawicza in Banat, von War rington 3 ) und von C. Rammeberg 4 S. ) des aus Cornwall in England. Er krystallisirt orthorho' 11bisch, die Krystalle sind lang prismatisch bis nadelförmig, ahmdenen des Antimonit, mit dem der Wismutliglanz isomorph ist, daauch das Prisma cc P = 91° 30' ist, welches mit noch anderen r ru ^men an den Krystallen beobachtet wurde. Sie sind vertical S estreift und meist eingewachsen. Ausserdem findet er sich in der ^Massen mit blättriger bis strahliger Bildung, auch ist er krystallm 13körnig, schalig oder stänglig abgesondert und eingesprengt. E rvollkommen spaltbar parallel den Längsflächen, deutlich parallel .QQuerflächen, undeutlich parallel den Basisflächen und denen des P rlSoo P. Der selten wahrnehmbare Bruch ist unvollkommen muscn oDer Wismuthglanz ist licht bleigrau bis zinnweiss, läuft mitoder bunten Farben an, ist metallisch glänzend, undurchsichtig, 111 g,hat die Härte = 2,0 bis 2,5 und das specif. Gewicht — 6,4 bis ’Vor dem Löthrohre schmilzt er auf Kohle äusserst leicht mitAufw® 1und Spritzen, beschlägt die Kohle gelb und lässt sich bis auf einfe » {ringe Schlacke Verblasen, welche von Beimengungen herrührt und | ne hauf Eisen und Kupfer reagirt; im Kolben erhitzt, giebt er ein g el * n ^jpSublimat von Schwefel und beim Kosten schweflige Säure nnd ,weisses schmelzbares Sublimat von schwefelsaurem Wismuthoxyd, konin starker Hitze ins Kochen und umgiebt sich mit braunem Oxyd-Salpetersäure ist er unter Abscheidung von Schwefel löslich.
W ismuthgold, Bismuthaurit nannte C. U. Shepard 6 ) ^dem Palladium im Aussehen ähnliche Substanz aus den Goldwäs® ^in der Grafschaft Rutherford in Nord-Carolina, welche kleine imren fasrige Körner bildet. Die Härte ist = 2,5 bis 3,0, das 3 P 8 ^Gewicht = 12,44 bis 12,9. Die aus Wismuth und Gold besteh®%Substanz schmilzt sehr leicht vor dein Löthrohre, giebt weisse D® yund hellgelben Beschlag, der kalt weiss ist; die Kugel krysh^Ljj-febeim Erkalten; bei fortgesetztem Blasen wird die Kugel bis zur H jihrer Grösse vermindert und giebt reines Gold. Von Salpeter- ^Salzsäure wird sie etwas angegriffen, in Königswasser aber ist sie 1 plöslich, bis auf Spuren eines schweren weissen Niederschlage- 0, c [iwurde jedoch 6 ) die Vermuthung ausgesprochen, dass die Körncheneinen Amalgamationsprocess entstanden sein könnten und kein M-* 11wären, worüber weitere Mittheilungen zu erwarten sind. j
Wismuthgold, natürliches 7 ), Wismuth GoldQuecksilber enthaltend, findet sich unter dem Waschgold inford-County in Nordcarolina. Es gleicht im Aeussern dem Pah a ^,hat ein faseriges Gefüge und ein specif. Gewicht von 12,5 bisShepard hielt es für ein Iiiittenproduct.
Wismuthgraupen heisst das nach dem Absaigern des"*muthmetalls in offenen Haufen bleibende geröstete Erz.
S. i0i ‘
2 ) Haidiuger’s Berichte ^jjjner 9 ^)
1) Pogg- Annal. Bd. LXY, S. 299. , „ ,
_ B\ Phil. Magaz. and Annal. Vol. IX, p. 29. — 4 ) Dessen Hand. d. j^ol>
S. 40. — 6 ) Sill. Amer. Journ. [2.], Vol. IV, p. 280; Vol. XXIV, p. 1 12 7 ) “
N. Jabrb. f. Min. 1849, S. 95. — 6 ) Ebendas. Bd. XXIV, S. 28t- "
Amer. Journ. [2.] T. IV, p. 280.