724 Wismutlijoclide.
Spectrums nimmt es eine röthliche Farbe an (Nickles); es istständig; es ist unlöslich in kaltem Wasser und wird davon nicht m elbar verändert, durch kochendes Wasser wird es zersetzt (s. unten)iist unlöslich in Alkohol, Aether, Fuselöl und Schwefelkohlenstoff; k®säure und ätzende Alkalien lösen es. Das Wismuthjodid schm 1ziemlich leicht unter Verlust von etwas Jod und giebt rothbrauDämpfe, die sich zu schwarzen Krystallblättchen verdichten. An dLuft erhitzt wird es zersetzt, es bildet sich freies Jod und Oxyj 0 ^' 1Es absorbirt Ainmoniakgas (3 At.) und verwandelt sich in eine ziegelr 0Masse, aus welcher Wasser Jodammonium löst, ohne die Farbe zu ände>Das Wismuthjodid löst sich in wässeriger Jod Wasserstoffs« 111die Lösung giebt beim Verdunsten über Schwefelsäure Rhombenoct* 1,der eines Jodwasserstoff-Wis muthjodids: Bi 2 I 3 .JH -j- 8 HO-Wismuthbisoxyjodid, Bi 2 l3.2Bi 2 C)3 oder Bi 2 0 3 l bildet - 0l ^_analog dem entsprechenden Oxychlorid durch Zersetzen von Wi=m ujodid mit Wasser. Dasselbe Oxyjodid entsteht bei längerem Erhn'von Wismuthjodid in einem lose bedeckten Tiegel. Das durch Erh lt ' / 'dargestellte Oxyjodid bildet kupferrothe glänzende rhombische Blättchsie sind an der Luft unveränderlich und werden weder von kaltem 11 ®von siedendem Wasser merkbar zersetzt; auch verdünnte Lösungenreinen Alkalien und der kohlensauren Alkalien zersetzen das Wis 11 " 1 ^oxyjodid nicht; durch concentrirte Kalilauge für sich oder leichterZusatz von Schwefelammonium wird es zersetzt. In Salzsäure löstbasische Wismuthjodid sich schon in der Kälte mit gelber Farbe; ®‘ cjpetersäure zersetzt es unter Abscheidung von Jod. Bei Luftabsch*sublimirt das Oxyjodid zum Theil unzersetzt; bei Luftzutritt starkhitzt giebt es freies Jod und Wismuthoxyd (Schneider 1 ). r . q ,
Wismuthjodid kann sich auch mit Wismuthsulfid verbinden. "muthjodosulfid, Bi 2 f 3 .2Bi 2 S 3 oder Bi 2 1 S 2 , bildet sich bei Ei 0 ^,kung von Jod oder Jodwismuth auf Schwefelwismuth. Der beimhitzen von Jod und Schwefelwismuth behufs der Darstellung ' u,Jodwismuth (s. oben) bleibende Rückstand enthält neben Jodwis 1 * 1 ^,dieses Wismuthbisulfojodid; Salzsäure löst ersteres auf und lässt 1teres zurück.
Wird Schwefelwismuth zu geschmolzenem
Jodwismuth gesetzt).
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lange ersteres sich noch löst, so bildet sich beim Erkalten rei c ^*Jodosulfür, welches beim Behandeln mit Salzsäure zurückbleibt.
Das Wismuthbisulfojodid bildet glänzende stahlgraue Kry staJdein, die mit dem Wismuthglanz Aehnlichkeit haben (Schneide 1 '
Das Wismuthjodid verbindet sich mit den Alkalimetalljodid en ’ fe -dabei entstehenden Doppelverbindungen sind isomorph mit den e0 ^.„i
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eilenden Antimonverbindungen;
lassen sich nicht ohne ^er 3e j)t.umkrystallisiren. Sie sind von Nickles 3 ) und von Lin au 4 ) urit el \ . , ( je'Ammonium - Wismuthjodid. 1. NH 4 I .Bi 2 I 3 -j- 2 HOsich beim Behandeln von Wismuth mit Jod bei Gegenwart einer ^jjntigten Salmiaklösung. Das Salz bildet tiefschwarze Krysta^® 9 . <ji ees ist isomorph mit dem analog zusammengesetzten Kaliums® ’ ^ e tKrystalle verlieren das Krystallwasser über Schwefelsäure wie
O 422-
!) Jouvn. f. Ptakt. Ctvem. Bd. LXX1X, S. 424. — 2) a. 0. »•
3 ) Poggend. Annal. Bd, CXI, S. 240. — 4 ) Pogg. Aunal. Bd. CXI, S. 240;
1860, S. 177.
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