732 Wismuthoxyde.
Schmelzen von Wisinuthoxyd mit Kalihydrat oder durch Kochen vonWismuthoxydhydrat mit Kalilauge erhält man Wismuthoxyd in klein 6,1gelben glänzenden Krystallnadeln; nach Nordenskiöld sind die bei' 11Schmelzen mit Kalihydrat erhaltenen Krystalle von Wismuthoxyd rhoH 1 'bische Prismen.
Das Oxyd wird beim Erhitzen vorübergehend dunkler, zule}^rothbraun; es schmilzt in der Hitze zu einer braunen Masse; die bei* 11Erkalten zu gelber Wismut hglätte erstarrt; beim Schmelzen in ein eI1 jThontiegel nimmt das schmelzende Oxyd leicht Kieselsäure auf linbildet dann nacli dem Erkalten ein gelbliches Glas.
Das Wismuthoxyd verflüchtigt sich bei Weissglühhitze; es wir
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haltende Körper, durch Kalium und andere Metalle, besonders auch dmBlei, sowie durch Glühen mit Salmiak und Cyankalium (s. S. 714). ^
wird dagegen beim Schmelzen mit Alkalien bei Gegenwart von Sauers*®sowie beim Kochen mit Aetzlauge unter Einwirkung von
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leicht höher oxydirt, ähnlich wirken unterchlorigsanre Alkalien ißkalischer Lösung, nach Schräder aber nur beim Kochen nicht ißKälte (s. unten); je nach der Concentration der Kalilauge, ihrer r ßtiven Menge, der Dauer der Einwirkung u. s. w. entstehen hier
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ducte von gelber, rother oder brauner Farbe, von krystallinischervon amorpher Beschaffenheit, einige gänzlich sich in concentrirter p_‘ ^petersäure lösend, andere dabei einen Rückstand lassend (s. unten 44 lämuthsänr e). ^
Das Wismuthoxyd löst sich in verdünnten Säuren, Wismuthoxy^salze (s. S. 737) bildend. Wenn man gelöstes salpetersaures Wism 11 ^in eine Lösung von reinem Alkalihydrat tröpfelt, so scheidet sich we ,s .4V ismuthoxydhydrat ab = 'Bi 2 (5 3 . HO (bei 100°C. getrockn®}Arppe). Das Hydrat löst sich leicht in Säuren; beim stärkeren *hitzen verliert es das Hydratwasser. '
Wismuthoxyd und Wismuthoxydhydrat bilden mit SäurenWismuthoxydsalze, es ist aber eine schwache Base und sättigt die Sren nicht vollständig (s. Wismuthoxydsalze); aus einer Lösung * ^Eisenoxyd- Chromoxyd- oder Thonerdesalz fallen beim Sieden ^Wismuthoxyd oder dessen Hydrat die genannten Bas?n vollständigaus, während zugleich basisches Wismuthsalz sich abscheidet. iSalze von Mangan- Eisen- Kobalt- Nickeloxydul Blei- Zink-Kupferoxyd werden in dieser Weise nicht zersetzt (Lebaigue 1 )- ^Unterchlorigsaure Alkalien oxydiren das Wismuthoxyd ^,|jSchiff schon in der Kälte; nach Schräder erst beim Erhitzen; 1 - |<r -ihm fällt aus einem kalten Gemenge von Wismuthsalz mit unteren} ^saurem Natron durch Zusatz von Alkali reines Wisinuthoxyd Ilie -( j 6 i)das durch Auswaschen frei von Alkali und von Chlor erhalten ^ elkann.
AVismuthsäure.
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Formel: Bi 2 O ä . Diese Verbindung bildet sich auf trockenem ^ e(beim Glühen von Wismuthoxyd mit Kalihydrat bei Zutritt V ° n f |l i.- I1 vvi>''bei Gegenwart von chlorsaurem Kali; auf nassem Wege beikung von Chlor oder unterchlorigsaurem Salz auf ein heisses G e
l ) Jonrn. de pharm. [3.] T. XXXTX, p. 51.