748 Wolfram, Erkennung und Bestimmung.
Metall Wolfram; von einigen Chemikern ward die Säure nach de' 11Entdecker als Scheelsäure und das Metall als Scheel bezeichnet. ^
Das Wolfram und seine Verbindungen siud nach Scheele 011den Brüdern d’Elhujar besonders von Berzelius untersucht, da* 1 ®vonWöhler, S c h af fgo t s c h, Margueritte, Ebelmen, Schn elder, Riehe, Scheibler u. A.
Wolframverbindungen sind in der Natur bis jetzt nur wenige rfunden und kommen sparsam vor; die wichtigsten dieser Erze sin<l dScheelit oder Tungstein wesentlich wolfrarnsaurer Kalk, und der häufte ^vorkominende Wolfram oder Wolframit hauptsächlich wolframsa ure ‘Eisenoxydul und Manganoxydul enthaltend. ;
Das Wolframmetall wird durch Glühen der WolframamideAbschluss der Luft so wie durch Reduction der WolframoxydeKohle oder Wasserstoff erhalten. Durch Reduction von Wolf 1 ’® ,säure mit Kohle wird es als stahlgraues glänzendes Pulver erh»^ e ^
.•aiä”
e»
durch Reduction von Wolframsäure in Wasserstoff als stahlg^fglänzendes Metallpulver (Berzelius. Schneider) oder in kl® 1 ® 6 ,stahlgrauen krystallinischen Körnern, die beim Reiben Metallglanz 1 igen. Beim Glühen von saurem wolframsauren Kali in Wasserstoff 11Auskochen mit Kalilauge bleibt das Metall als zinnweisses PulverRückstand (Wöhler). Wird Wolframchlorid oder das gelbechlorid als Dampf mit Wasserstoffgas gemengt durch ein glüBe 0 _Rohr geleitet, so setzt das Wolframmetall sich als dunkler stahltner Spiegel ab (Wöhler und Uslar). , ^
Junot gab an, durch Elektrolyse einer Lösung von WolFf ^oxyd in kohlensaurem Natron auf Zusatz von Blausäure und Cyauk® ^Wolframmetall als einen silberweissen Ueberzug auf anderen M e * aerhalten zu haben; nach Balard ist diese Angabe falsch. ^i-
Wird Wolframchlorid in höherer Temperatur mit Natrium ’j®cirt, so erhält man Wolframmetall als braunes glanzloses 1 uRiehe nennt cs amorphes Wolfram. ge ;ii
Das Wolframmetall hat die Farbe und den Glanz des Eisen 5 ’specifisches Gewicht ist von Allen, d’Elhujar u. A. zwischen ^und 17,6 gefunden; v. Uslar fand die Dichtigkeit des Wolfr alT1 ^dem Chlorid durch Wasserstoff reducirt zu 16,5, aus Stickstoffwon 1 '
17,5 und aus saurem wolframsauren Kali dargestellt zu 18,26. -P® 8 9 c.l>tall ist spröde und hart, so dass es Glas ritzt, es ist sehr strengflüssig’Despretz schmolz es mit Hülfe von 600 Bunsen’sehen ® 6 j, iU'^im Stickgas zu einer Masse, die auf dem Bruch wie StahlRubin ritzte. Die specifische Wärme des Metalls ist nach R e £ jei®0,03342 (zwischen 98° und 12° C.); das Product dieser Zahl m 1Atomgewicht ist 3,07.
Das Wolfram hält sich bei gewöhnlicher Temperatur an “ . „iflli'unverändert; im feinvertheiltem Zustande verbrennt es bei ~; < L| 1 iii^ 13hitze wie Zunder zu Wolframsäure. Chlor wirkt erst bei G 'auf Wolframmetall; Salpetersäure, Königswasser und Schwoxydiren es in der Hitze; concentrirte Kalilauge beim SiedEntwickelung von Salzsäure.
Woifr 11 !' 1
Wolfram, Erkennung und Bestimmung. R*as dl®kommt nicht sehr häufig vor; die Oxyde das Wolframöxy ^ ü \ös^ cWolfrarnsäure sind unlöslich in Wasser; das Wolframoxyd ist