Wolle, thierische.
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esonders Natronlauge längere Zeit mit Wolle digerirt, entziehen dersel-l eii ß inen Theil ihres Schwefels, der zum Theil als Schwefelkalium in08ung geht, während die Wolle sich in eine Gallerte verwandelt, die in^ a iker Lauge in der Kälte unlöslich ist, sich aber nach Entfernung derau ge in Wasser zu einer alkalischen Flüssigkeit löst. Versetzt mane , ztere mit wenig Essigsäure, so entsteht ein weisser käsiger Nieder-- C a gi der sich in viel Wasser zu einer schleimigen Flüssigkeit löst.
Setzt
man Essigsäure in kleinem Ueberscliusse hinzu, so entsteht ein
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.^edersehlag, der sich weder in Wasser noch Alkohol löst, wohl aber■ ' var mer Essigsäure. In der essigsauren Lösung bewirkt Ferrocyan-a mm einen Niederschlag.
. Chevreul zog aus seinen Versuchen den Schluss, dass es möglichq 1 ’ l ^ e r Wolle den Schwefel durch oftmalige Behandlung mit y 5 ihres(j a eWlc htes Kalk und 40 Thln. Wasser vollständig zu entziehen, ohne^ Ss dabei ihre Structur verändert werde. Dies scheint aber nach dene °bachtungen Grothe’s nicht der Fall zu sein. Er fand nämlich,
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3s die Entschwefelung der Wolle ohne Veränderung der Faser nie-
^ eine vollständige sei, und dass selbst dann, wenn unter Anwen-,1 & starker Alkalien die Structur der Wolle völlig zerstört wird, ine m Rückstände immer noch ein kleiner Schwefelgehalt nachgewiesenr den könne. Chevreul hatte ausserdem die Vermuthung ausge-V Qehen, dass der Schwefel der Wolle nicht in dem eigentlichen Ge-De derselben sondern in einer der Wolle nur beigemengten Substanzhalten sei. Grothe’s Versuche sind aber dieser Ansicht nicht gün-Und Letzterer hebt mit Recht hervor, dass dieselben es nahe legen,n Schwefel in der Wolle in einer doppelten Form anzunehmen, ina ® r mir locker und in einer sehr innig gebundenen. Der nur lockerg- u ndene und sehr leicht zu entfernende Schwefelantheil dürfte aufde/ ^gemengte Substanz zu beziehen sein, jener aber, welcher ausVon ^ r °^ e nur mittelst der stärksten Agentien und selbst da nicht voll-. ständig entfernt werden kann, dürfte wohl dem Gewebe als solchem^scnthümlich sein. Sowie dem Horn, kann nach den Angaben frühererj^ e °bachter auch der Wolle ein Theil des Schwefels schon durch blossesftiir • n rn '^ Wasser entzogen werden. Grothe konnte diese AngabenHeu lriS0 ^ ein bestätigen, als bei der Anwendung von Fluss- oder Brun-, V/as ser d. h. Wasser, welches Salze enthält, allerdings eine geringeUii "'y^dwasserstoffentwickelung stattfindet, durchaus nicht aber, wenn11 die Wolle mit destillirtem Wasser kocht.
V Quantitative Schwefelbestimmungen der Wolle wurden von Che-f a ’ Mulder, von Bibra und Grothe ausgeführt. Chevreuletl( jl.^)78 Proc., Mulder etwas mehr, v. Bibra 0,8 bis 0,9 Proc. undl< ^, 1 Grothe als mittleren Werth verschiedener Bestimmungen mite r j mdenen Wollsorten ausgeführt 2,31 Proc. Als Minimum fandl$ 0 ^ Proc., als Maximum 3,4 Proc. Im Allgemeinen scheint derli aa ^ e f e lgehalt der Wolle mit der Stärke und der Kräuselung derWoll-ln einem Verhältnisse zu stehen.
l la ]j. ^- Us serdem liegen noch quantitative Bestimmungen über den Ge-an Wasser, Asche und Kieselerde vor. Der Wasser-te,/ * der Wolle beträgt nach Maumene und Grothe 13 bis 16 Proc.,f 11 Trocknen an der Luft nur etwa 6 bis 7 Proc. fortgehen;ty. ® Uc nter Luft nimmt die Wolle sehr rasch wieder eine beträchtlicheSe imenge auf, nach Grothe’s Versuchen pro Stunde etwa 0,02 Proc.