798 Wollgras.
In lOOThln. der bei 110°C. getrockneten Wolle fand v. Gorup-Besanß 23,23 Thle. Asche, worunter 0,29 Kieselerde, demnach in 100 Thln. 3 erAsche 8,3 Thle. Kieselerde.
Die Unterscheidung thierischer Wolle von pflanzlichen Fasei 11 'wie sie in der Praxis zuweilen nöthig wird, bietet, wenn es sich nur ul "die Unterscheidung von pflanzlichen Geweben: Baumwolle und Lein 6 **handelt, keine Schwierigkeit dar. Die gewöhnlichen chemischenben sind die Verbrennungsprobe, die Probe mit Aetznatron, mit opetersäure, Salpeter-Schwefelsäure (Peltier), Pikrinsäure, BleioxyNatron (Lassaigne) und endlich Kupferoxyd-Ammoniak. Bei dVerbrennungsprobe wird ein aus dem Gewebe gezogener Faden aD ozündet, wobei thierische Fasern eine aufgeblähte glänzende und sclWverbrennliche Kohle und nach vollkommener Verbrennung reich* 1Asche geben; die aufsteigenden Dämpfe riechen nach verbrann eHorn und bräunen Curcuma. Pflanzenfasern dagegen geben unter * ehaftem Brennen eine Kohle von der Form des Fadens, wenig •A- sßund brenzlich-säuerlich riechende Dämpfe, welche Lackmus röthen-Kocht man das fragliche Gewebe mit Kali- oder Natronlaug e . j,ungefähr 8 Proc. Alkaligehalt (1,04 bis 1,05 specif. Gew.), so löst .^ 0 .die Thierfaser auf, Pflanzenfaser dagegen wird nur wenig angegrmSalpetersäure mit dem Gewebe gekocht, färbt Wolle und in e ^ g ,schwächerem Grade auch Seide gelb, nicht aber Baumwolle und P 61 ^wand. Aehnlich wirkt Salpeter-Schwefelsäure. Taucht m» 11 ^bis 20 Minuten lang die fraglichen Stoffe in eine Lösung aus g^ elC ^Volumina concentrirter Salpetersäure und englischer Schwefelsäurewäscht sie dann mit viel Wasser ab, so wird Wolle gelb oder brwährend Ziegenhaare oder Seide gänzlich gelöst werden. Die Farb ePflanzenfasern wird nicht verändert und ihre Substanz äusserlich weniggegriffen; sie haben dann aber nach dem Trocknen die Leichtentziind■ . flkeit der Schiessbaumwolle. Taucht man das zu untersuchende Gerreeine alkoholische Lösung von Pikrinsäure, so wird es, wenn ..thierisches ist: Seide oder Wolle bleibend gelb gefärbt, während P öliehe Fasern: Baumwolle und Leinen die Farbe nicht annehmen.weissen Stoffen kann auch die Lassaigne’sche Probe benutzt piman taucht das zu prüfende Zeug in eine Lösung von Bleioxj ^Aetznatron (Bleizuckerlösung mit so viel Natron versetzt,anfänglich entstehende Niederschlag sich wieder löst); Wolle undwerden in Folge des Schwefelgehalts dadurch braun gefärbt, Seideund ebenso wenig Pflanzenfasern; diese Reaction kann demnach ^ ^ 0 pterscheidung von Seide und Wolle dienen. — Eine Lösung endb® ^Kupferoxyd-Ammoniak lässt Seide und Wolle ganz unverändertaber Baumwolle und Leinewand auf. Nicht jedes Kupferoxyd-Am 111 ^^,ist übrigens gleich wirksam. Das wirksamste Präparat erhält m»DAuflösen von solchem Kupferoxydhydrat, welches aus einer vor 0etwas Ammoniak versetzten Kupferlösung in wässerigem Amdurch Kali oder Natron gefällt wurde.
Wollgras, syn.Eriophorum vaginatum L-tBd. II, 3, S. 820).
Wolnyn, syn. Baryt (s. 2. Aufl. Bd. II, l, S. 6 79 ) -Wolverlei, Arnicamontana L. DieBlüthenvon i>l