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Neunter Band.
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Woodöl.

Beim Eintrocknen an der Luft hinterlässt der Balsam einen glä®'zenden durchsichtigen griinroth fluorescirenden Rückstand, der sichAether und Alkohol leicht löst, die Lösung ist nicht klar und zeigt 31c* 1nicht mehr fluorescirend. # ^

Beim Schütteln des Balsams mit Chlorwasser wird er dicker unfärbt sich stärker grün, während die braune Färbung verschwind^’Jod bildet mit dem Balsam ohne Verpuffung zu zeigen eine schwär 2branne Masse. Schwefelsäure verkohlt den Balsam unter Entwickelndvon schwefliger Säure, wobei er sich zuerst roth färbt; bei ZusatzSalpetersäure tritt die Zerstörung rasch ein. Mit Salpetersäure all ejCgekocht giebt der Balsam ein gelbes Harz.

Der Balsam ist kein einfacher Körper, sondern ein Gemenghauptsächlich von Ifarz mit ätherischem Oel; nach Lowe enthält et

34 Harz, 65 flüchtiges Oel und 1 Thl. Wasser und Essigsäure;

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Oel ist nach ihm gleich dem des Copaivabalsams, das Harz ist hart.

Werner erhielt aus dem Harz 1. ätherisches Oel, 2. in was s ®rigem Ammoniak lösliche Harzsäure Gurjunsäure genannt, und 3• einRückstand der sich in alkoholischer Kalilauge löst.

1. Nach Werner giebt der Balsam bei der Destillation mit Wa 3ser höchstens 20 Proc. Oel. Für sich über freiem Feuer destilhsteigt dies Oelquantum viel höher, selbst bis gegen 70 Proc. Das Oel 1hier aber dann nicht mehr Educt, sondern es ist dann grösstentheils eschwach gelblich gefärbtes sauer reagirendes Brenzöl durch ZersetzuU®des Harzes entstanden. Der dabei bleibende Rückstand ist ein n J f,sprödes colophoniumartiges Harz, das sich in Alkohol und Aether * g

Das durch Destillation des Gurjunbalsames mit Wasser erhalt ^Oel ist C 40 H 32 , es ist also dem Terpentinöl polymer. Es riecht ^der Balsam, etwas intensiver und ätherischer als CopaivabalsamöLhat ein specif. Gewicht von 0,9044 bei 15°C., sein Rotatiorisvermb^ist —10°; es siedet bei 255° C. und das specif. Gewicht des D»nrp.= 9,40 (entsprechend 4 Vol.) Mit Chlorwasserstoffgas gesättigt, h 1 ^sich eine dicke braungelbe camphorähnlich riechende Flüssigkeit! ^sich leicht in Aether löst. Ein krystallisirbarer Körper konnte nlCerhalten werden. ^ e f

Wird der Balsam unter Zusatz einer geringen Menge Chlor 0Chlorkalk oder von saurem chromsauren Kali destillirt, so zeig*"ätherische Oel eine schön blaue Farbe. ü ^

2. Aus dem nach dem Abdestilliren des Oels bleibenden ‘lässt sich durch Kalilauge ein saures Harz ausziehen. Um eserhalten wird der Rückstand mit Kalilauge gekocht, dann mit überssigem Salmiak versetzt und filtrirt. Salzsäure fällt aus der amII1 j er cakalischen Lösung dicke gelbliche Flocken von Gurjunsäure,Zusammensetzung C 4 4H 34 O s ist. Durch Auflösen in Aether und ^dunsten wird es in festen Krusten erhalten, aus Alkohol scheidet e ®. , ur ein farblosen und undurchsichtigen krümlichen Massen ab. Diese 9 ^löst sich leicht in Alkohol und Aether, die Lösung reagirt sauer ^

, löst sich langsam in Benzol, schwierig in Schwefelkohlenstoff, lS rse ^tlöslich in Wasser und in Weingeist von 75 Proc. Sie wird ze redurch concentrirte Schwefelsäure oder Salpetersäure. Die Gurj jg-schmilzt bei 220°C., sie erstarrt bei 180°C., siedet bei 260°C-stillirt dabei über. Wie es scheint ist das Destillat veränderteses giebt beim Erkalten eine amorphe Masse.