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Neunter Band.
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Wurstgift.

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®|'giftungen Veranlassung giebt, ist zur Zeit noch gänzlich unbekannt.lr müssen uns daher darauf beschränken, dasjenige aus der Geschichte, er Wurstvergiftungen hervorzuheben, was für spätere chemische Un-er suchungen als Anhaltspunkt dienen und was irgend Licht auf die so*mkle Frage werfen kann. Es ist bemerkenswert!!, dass das Vorkom-e n der Wurstvergiftungen ein örtlich sehr beschränktes ist. Bei wei-, 6rn Jie meisten Fälle treffen auf das südwestliche Deutschland, beson-®rs Württemberg und Baden; auffallend ist es ausserdem, dass auchle Jahreszeit dabei eine Rolle spielt. Wurstvergiftungen sind beson-t e ® rs häufig im Frühjahr (April), während man dieselben in den Win-monaten weniger, noch seltener im Sommer auftreten sieht. Fast allge-ür ln wird schlechtes unvollkommenes Räuchern und Trocknen derbürste

Räuchern und

a als die Würste zum Giftigwerden prädisponirendes Moment

j..., ®nnt; auch zu grosser Umfang der Würste, zu loses Einfüllen dermasse, namentlich in grosse Schweinsblasen oder Mägen, scheint8t . re eigenthümliche Zersetzung zu begünstigen. Nach den überein-8 itz rnen< ^ en Angaben aller Aerzte, die Erfahrung in dieser Sache be-ab 6n ’ ^ es nicUt die eigentliche Fäulniss, was die Würste giftig macht;^ Sesehen davon dass wirklich faule Würste doch wohl nicht gegessenen i lassen sich die Symptome der Fäulniss an notorisch giftigenf a ^ rsten durchaus nicht nachweisen, ja vollständige Fäulniss hebt er-* Un gsgemäss den specifisch giftigen Charakter der Würste auf.Hä ererse ^ s lässt sich nicht bezweifeln, dass das Gift sich unter Um-Schi n entw i°kelt, die ausserdem auch die Fäulniss begünstigen.8 chl C ^ te Q ualität der Würste und ihrer Bestandtheile überhaupt,a üfH, C ^ te ® auc berung, veränderliche Witterung, wobei die Würste baldJa a . Uen bald gefrieren, sind durchgängig Momente, die auch diel* 1138 begünstigen. Fs verhält sich also hier ähnlich wie mit denC^ Q j erast ühlen, die im Zustande völliger Fäulniss nicht fähig sind, dieJa . e ^ a z u erzeugen, wohl aber in einer gewissen der eigentlicheniss vorhergehenden Periode ihrer Zersetzung.

\Yjj durch die Sinne wahrnehmbaren Veränderungen giftiger®ind wie es scheint durchaus nicht sehr charakteristisch. In^Wte der Würste, welche nach Schlossberger’s Beobachtungengifti ^ as giftige Princip in sich birgt, während die Peripherie nicht® eitl soll, findet man zuweilen Veränderungen in Gestalt breiartigC eotr “ tei- klebriger graugrünlicher Flecken; ausnahmsweise ist das^icht 111 ^'cklig °J er krümlich. Die ganze Wurst ist feucht und er-bi sc kmecken un d riechen die Würste sehr unangenehm ran-

lieha ^ e ^ en scharf bisweilen schimmlig, meistens aber säuerlich. BeiH arit Un g mit verdünntem Kali scheint sich aus ihnen ziemlich con-to gif ti nmi °niak zu entwickeln. Auf die Entwickelung lebender WesenHe/' 11 Wüßten haben vorzugsweise Heller und van den Corpute ine n lese m Heller fand aufWürsten, aber immeran der Oberfläche,ächejj Ty Se klebrige weisse fettähnliche Masse, die bei der mikroskopi-

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^ 6ac ht n ^ ersuc kung Bacillarien und Infusorien und ausserdem weisse^itijjtg 6 Pilze zu erkennen gab, welche Heller Sarcina noctiluca

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Piese Würste waren aber nach Heller’s Aussage nicht giftig.Ur st a . n Jen Corput beobachtete auf sich zersetzendem Fleische und

^erg^t e * ne Schimmelart, die er Sarcina botulina nennt, und für dasP d ® r Wurst hält. H oppe-Seyler endlich fand in den zer-der Wurstschwarte giftiger Würste Millionen unbe-

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