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814 Wurstfettsäure. — Wurstgift.

von 0,84 specif. Gewicht gemischt; der hier sich bildende Niederderschlag von Cinaephon und Cinaephan wird mit Aether hehandelt,letzteres zurückbleibt; durch nochmaliges Auflösen in Chloroform,len mit Weingeist und Waschen mit Aether wird es gereinigt. E aSCinaephan ist ein harzartiger Körper, ein lockeres fast sammetschwarz eSPulver bildend; es ist geruch- und geschmacklos; es löst sich in Chlor 0form, aber nicht in Wasser, Weingeist oder Aether. Beim Erhitz eI1verbrennt es ohne zu schmelzen.

Cinaephon.

Ein fester Kohlenwasserstoff. Formel: C 20 Hi 2 (Hirzel). Er ^det sich beim Lösen von Jod in Wurrnsamenöl, und wird aus dem Fstillationsrückstand neben Cinaephan (s. oben) erhalten und von die sedurch Aether getrennt. j

Das Cinaephon ist ein lockeres kermesbraunes Pulver, geruch- °®.geschmacklos; es ist unlöslich in Wasser oder Weingeist, aber l° slin Aether, Chloroform und Wurmsamensamenöl; es schmilzt beim Fhitzen und zersetzt sich.

Cinacrol.

Formel: C 26 H 18 04 (Hirzel). Dieser Körper soll sich aus Wß r 'jj isamenöl durch Jod wie durch Phosphorsäureanhydrid oder durch Khydrat darstellen lassen. Man erhält das Cinacrol durch Rectiß CJl jdes bei der Destillation von 1 Thl.Jod mit 4 bis 6 Thln. Wurmsamß^jerhaltenen Oels; das hierbei zuletzt übergehende fast schwarze •wird mit concentrirter wässeriger Kalilösung geschüttelt; die dunbraune Lösung wird erhitzt, bis sie fast geruchlos ist, und < ß aIlD ( j e pi

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verdünnter Schwefelsäure destillirt. Das so erhaltene Oel ist nachTrocknen und Rectificiren farblos dickflüssig von schwachem raaC ._ tartigen Geruch und scharfem ätzenden Geschmack, sein specif. Gewiß 111,05 bis 1,15; es siedet bei etwa 250°C., löst sich wenig inaber leicht in Weingeist, Aether und Essigsäure, und namentlichin wässerigen reinen und kohlensauren Alkalien, auch in Amm° . ggund in Baryt- und Kalkwasser; diese Lösung wird durch Bleiessig >gefällt, Eisenchlorid wird blaugrün gefärbt aber nicht bei Geg envon Weingeist; Silber wird beim Erwärmen reducirt.

Das Cinacrol ist luftbeständig und färbt einen mit Salzsäurefeuchteten Fichtenspan nicht. & e '

Wurstfettsäure s. unter Wurstgift s . S. 816*

Wurstgift 1 ). Die Natur des Giftes, -welches sich innamentlich Blut- und Leberwürsten in einer gewissen PeriodeZersetzung entwickelt und zu den nicht selten lethal endigenden

'TU'binß® 1

1821

!) Literatur: Just. Kerner, Beobacbt. Uber Vergift, d. Wurst, 1 0 ,

. Derselbe, das Fettgift und seine Wirk. Stuttgart 1822. boW' lS ’

venen^botul. virib. et natura. Dissert. Berol. 1828. — Horn, de veneno 1 j }Cr g e{ 'Berol. 1828. — A. Büchner, Toxicologie 2. Aufl. 1829, S. 136. — Schl» 9 ® ^Arch. f. phys. Heilk. Ergänzungsh. S. 709. — J. Liebig, Chem.B 110 je»

BcL I, S. 3i2. — J. F. Heller, Arch. f. pathol. Chem. 1853, Juliheft. gaH 1

Corputj Journ. de m&L. de Bruxelles 1854, Nov. — Th. u. A. Huseio aI1 *der Toxicologie 1861, S. 320.